Irena und Klaudija - Museum of Survivors
_Diese Folge behandelt unter anderem die Themen Krieg und Flucht. _
Das digitale Museum kannst du dir unter museumofsurvivors.org ansehen. Du bist interessiert daran, das Projekt in deine Schule zu bringen? Dann findest du hier mehr Informationen.
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(04:36) Es sind nicht nur Geschichten, es sind Geschenke.
(06:17) Für mich ist es wichtig mit wem ich Kaffee trinke.
(06:35) Ich habe meinen ersten Kaffe getrunken das war ich 10 Jahre alt.
(07:46) Es war eigentlich Zucker mit Kaffee.
(09:15) Im Museum of Survivors sind Gestände zu sehen, von Menschen die als Kinder oder Jugendliche , Krieg, Flucht oder Unterdrückung erlebt haben.
(10:25) Im Museum of Survivors kann man alles hören und lesen.
(11:24) Wenn ich ein Flugzeug sehe denke ich an reisen, jemand der Krieg erlebt hat denkt nicht an reisen.
(12:54) Es geht um Kindheitserfahrungen im Krieg aber auch die Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen.
(13:08) Momentan sind im Museum of Survivors 10 ZeitzeugInnen Geschichten und 3 nächste Generationen Geschichten, tatsächlich haben wir 53 Menschen interviewt.
(13:50) Die Ursprungsidee war kein digitales Museum sondern ein analoges Museum in der Mitte des Museumsquartier.
(14:56) Wann hört der Krieg in den Köpfen der Menschen auf? Ist es bei einem Waffenstillstand, ist es auf der Flucht oder wenn die Menschen in Österreich nach ihrer Flucht angekommen sind?
(19:20) Wir wollen die Menschen die uns ihre Geschichte erzählen auf keinen Fall in einer Opferrolle zeigen.
(25:04) Wenn man keine Finanzierung hat ist es schwer ein Projekt wie das Museum of Survivors umzusetzen.
(25:14) Es ist unser Herzensprojekt und wir gehen jetzt Ende März mit dem Museum raus.
(25:50) Wirklich Partner zu finden die an uns glauben ist uns sehr wichtig.
(28:02) Wir haben den wissenschaftlichen Bereich des Museums während der Corona Zeit sehr gut abdecken können, aus historischer Sicht mit der Unterstützung des Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, aber auch mit der Psychotraumatologie der Uni und im Bereich Migration Judith Kohlenberger die uns begleitet hat.
(29:07) Wir nehmen die Geschichten sehr ernst und werten sie auch wissenschaftlich aus.
(29:37) Wir machen auch Vermittlung an den Schulen.
(29:48) Bei Schulveranstaltungen nehmen Schülerinnen und Schuler Gegenstände mit und überlegen sich wie es wäre wenn sie plötzlich flüchten müssten, was würden sie mitnehmen?
(31:05) Man sollte immer eine Vision haben.
(32:09) Hartnäckig bleiben und seine Träume leben.
(32:21) Beim Thema Frieden ist das daran glauben oft schwer.
(32:48) Uns beide hat unsere Geschichte, die Geschichte unserer Eltern, das Aufwachsen in Wien und Situationen die unsere Eltern und wir hatten, so verbunden und gestärkt.
(33:49) Die gemeinsame Stärke wollte ich nicht mehr missen und deswegen bin ich auch so froh, dass wir gemeinsam die Idee des Museums of Survivors verwirklichen konnte.
(34:34) Es gibtim Museum of Survivors einen roten Faden in den Geschichten, Themen die immer wiederkehren, die haben wir unter Menüpunkte zusammengefasst wie z.Bsp: "Der Krieg kam plötzlich" oder "Es war der ganz normale Krieg".
(37:50) Bei Gesprächen mit Menschen für das Museum of Survivors wollte ich nicht durch das Gespräch leiten sondern schauen, dass wir gemeinsam diese Reise gehen.
(38:52) Wir beide hatten keine direkte Kriegs- oder Fluchterfahrung, aber eine indirekte über unsere Familien, und natürlich hat das auch etwas mit uns gemacht.
(40:33) Jede Geschichte im Museum of Survivors war für mich eine Bereicherung.
(41:36) Jede Geschichte ist ein Schatz, ein Geschenk, und jede Geschichte ist nicht nur wertvoll sondern auch fragil.
(43:50) Auch wenn ich bei meiner Familie in Serbien bin, wird wahnsinnig viel gelacht obwohl es sehr viel tristes gibt.
(44:13) In unserem Team, abseits der Momente wo uns Geschichten und Umstände traurig gemacht haben, haben wir sehr viel miteinander gelacht.
(45:26) Wir suchen immer eine positive Stimmung zu haben und uns auch dadurch zu motivieren.
(47:44) Mir hat eine Frau ihre Geschichte erzählt, sie ist im Krieg geboren und sie wurde jeden Tag zur Schule gefahren, und am Weg in die Schule waren immer Leichen am Strassenrand zu sehen, es war normal für sie. Als sie mit 15 nach Österreich kam hat sie erkannt, dass das alles nicht normal war.
(52:00) Ich hoffe, dass das Museum of Survivors etwas ist, woraus wir lernen, wir schaffen Bewusstsein, wir geben den Menschen eine Form der Anerkennung und wir sind uns der schrecklichen Erfahrungen bewusst und wollen sie nicht wiederholen.
(52:42) Wir leisten einen Beitrag zum Frieden.
(52:55) Jeder von uns kann einen Beitrag zum Frieden leisten: es fängt dabei an, dass wir nett zueinander sind, dass wir uns in den anderen einfühlen können, dass wir anders miteinander reden, das alles trägt zu einem friedlicheren Miteinander bei.
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