00:00:00: Speaker: Hallo. Kurze Einschaltung von Edith, Christiane und Edith. Brenda. Wir erwähnen es zwar im Podcast, aber wir möchten es auch jetzt noch einmal betonen. Diese Folge wurde am siebzehnte Februar aufgenommen. Seither hat sich die Lage im Iran und generell im Nahen Osten geändert. Wir möchten außerdem betonen, dass Berichte, die wir aus dem Iran hören, großteils regimegesteuert sind und daher mit großer Vorsicht zu genießen sind. Bitte behaltet diese Punkte beim Hören dieser Folge im Hinterkopf. Und jetzt? All eyes on Iran. Do you remember things we have done together talk about being so free. Willkommen bei Mit Milch und Zucker. Wo wir mit Menschen Kaffee trinken. Damit ihr sie kennenlernen könnt. Willkommen zurück bei Mit Milch und Zucker. Neue Woche. Neue Folge. Mein Name ist Christiane. Im Suchfenster über Mir ist wie immer die Brenda. Hallo, Hallo! Und im Fenster unter uns ist unsere heutige Gästin. Und zwar ist das heute die. Aber Hallo! Hallo. Tu nicht so, als hätten wir davor nicht schon ganz viel geplaudert. Aber ich stell dich gleich mal vor, damit die Hörerinnen und Hörer auch wissen, mit wem sie es heute zu tun haben. Du bist nämlich gar nicht so unbekannt bei uns im Podcast. Du warst nämlich zwei tausend zwei und zwanzig schon mal bei uns. Damals haben wir aber deinen Namen nicht genannt. Mehr dazu später. Du bist Bezirksrätin in Good Old Simmering. Von da kennen wir uns auch. Alle Wege führen nach Simmering. Wie immer. Bist aber heute hier in deiner Rolle als Aktivistin. Du machst dich nämlich in Österreich und rundherum dafür stark, dass Menschen im Iran nicht vergessen werden und politischer Druck ausgeübt wird, um die Situation der Menschen im Iran zu verbessern. Und damit bin ich eigentlich schon so weit im Thema drinnen, dass ich an die Bänder übergebe, die das noch ein bisschen genauer erklären wird, Wie wolltest du ihm erklären? Wollten wir noch dazu sagen, dass heute, wo wir aufnehmen, der siebzehnte Februar ist, weil man sonst nie weiß, was zwischen heute und Erscheinungstermin passiert und also Stand der des Themas ist heute, siebzehnte Februar. Als Thema haben wir uns überlegt All eyes on Iran Seit die Stimme, die die Menschen im Iran nicht haben. Den Titel haben wir uns nicht ausgedacht, sondern das war im Oktober zwei tausend zwei und zwanzig. Dein abschließender Satz in unserer gemeinsamen Folge zum Thema Human Life Freedom Der Kampf der Frauen im Iran um ihre Freiheit. Heute, über drei Jahre später, reden wir wieder über den Iran, über die Proteste der Menschen im Land und unsere europäische Rolle. Wir wollen mit dir einen Blick zurück werfen auf das, was sich seit zwei tausend zwei und zwanzig geändert hat. Ob sich etwas geändert hat, wie sich dein Einsatz entwickelt hat und darüber, was wir tun können, um die Menschen nicht alleine zu lassen. Wir haben uns gedacht heute die Kohle aus, weil wir so viel zu besprechen haben und fangen mit unserer ersten Großen mit Milch und Zucker Frage an und die hat wie immer die Christiane. Jetzt wollt ich schon sagen Bist du bereit? Ja. Bist du bereit? Ja. Die erste Große für mich. Und frage. Ich nenne das mal ein bisschen ab. Was ist oder war der beste Kaffee, den du seit zwei tausend zwei und zwanzig getrunken hast? Weil jetzt auch im Vorgespräch hast du gesagt, du bist müde, Es ist viel, es ist viel zu tun. Wie schaut den Kaffeekonsum im Moment aus? Ja, leider muss ich euch enttäuschen, weil ich trinke keinen Kaffee. Das war irgendwie dann so ein Neujahrsvorsatz von mir, der schleichend herbeigeführt worden ist. Aber mein letzter guter Kaffee war der Caffe Latte, den ich in London getrunken habe. Zu Weihnachten. Sehr gut. London war gut. Ich war zu Silvester in London. Ist auch sehr fein. Wir haben uns knapp verpasst, aber wir wollen jetzt. Wir würden natürlich immer sehr gerne London reden, aber das machen wir ein anderes Mal. Wir wollen heute mit dir reden. Über. Über den Iran und was im Iran los ist. Und wie gesagt, ich habe ein bisschen geplaudert. Wenn man jetzt derzeit googelt und sich irgendeinen Podcast anhören will, geht es immer um Atomgespräche. Das wollen wir heute jetzt ausklammern. Sondern wir würden gern von dir mit dir sprechen über die Proteste im Iran. Wie es den Menschen geht. Der Internet Blackout. Und vielleicht kannst du unsere Hörerinnen und Hörer mal kurz mitnehmen, was zu der Lage wie sie jetzt ist, wie es dazu gekommen ist und was gerade los ist im Iran. Gern. Also vielleicht einfach kurz fassen. Die Proteste haben eigentlich gestartet am sieben und zwanzigste acht und zwanzigste Dezember. Das ist ausgegangen von der schwierigen Wirtschaftslage, gerade im Iran. Und die großen Basare haben angefangen zu streiken. Wir wussten aber immer schon von vorherigen Aufständen, dass immer Aufstände, Proteste zu Revolutionen geworden sind und sehr schnell auch zu politischen Protesten geworden sind. Demnach haben sich nach den großen Basaren eben auch Menschen jung und Alt auf die Straße gestellt und haben angefangen zu protestieren. Und das wiederum gegen das Regime, weil die Wirtschaftslage einfach so katastrophal war. Die Menschen können sich nichts mehr leisten im Iran, also die kriegen teilweise auch keinen Lohn, keine Pensionen. Also es ist wirklich schlimm und unvorstellbar, wenn wir zum Beispiel nach Österreich schauen, wo wir eigentlich von unserem Gehalt jedes Monat leben, was was für uns auch eine Selbstverständlichkeit ist. Oder von den Pensionen, die jedes Monat aufs Konto überwiesen werden. Das haben halt die Leute nicht. Und demnach sind sie auf die Straße gegangen und haben wieder ihre Stimme erhoben. Wie schon gesagt habe, ist es dann eben zu einem politischen Protest geworden. Wieder gegen das Regime gerichtet. Am achte und Im Jänner waren dann die ganz, ganz großen Aufstände, wo dann mehrere Tausende von Menschen ermordet worden sind, erschossen worden sind auf offener Straße. Man wir wissen die genauen Zahlen nicht. Also mittlerweile sind wir bei neunzig tausend. Viele sagen auch hunderttausende Tote. Es gibt keine verifizierte Zahl. Was wir nun wissen, sind oder sehen sind die Bilder im Iran von den verschiedensten Provinzen. Dass einfach Leichen auf den Straßen gelegen sind und die Menschen nicht einmal das Blut und die Leichen wegräumen durften, weil man sich damit auch strafbar gemacht hat und ins Gefängnis gekommen wäre oder noch immer kommt. So, und dann, ab neunte Jänner, wurde es dann zu einem internationalen Protest und ist Richtung Revolution gegangen, weil natürlich sich die iranische Diaspora wieder solidarisiert hat. Die hat nie aufgehört. Also es gibt Demonstrationen in Wien, in Klagenfurt, Graz, aber auch international in den USA, Los Angeles, Kanada und, und, und. London. Aber diese Proteste sind größer geworden, weil die Diaspora sich vereint hat, was ganz, ganz wichtig war in dieser heiklen Situation. Es gab eine Person, die natürlich für den achte und neunte Jänner aufgerufen hat, das war der Reza Pahlavi, das ist der Sohn des ehemaligen Schahs, der gestürzt worden ist im Iran. Der hat dazu aufgerufen. Die USA hat stark, natürlich supportet und gesagt Herpes on the way und hat den Menschen im Iran Hoffnung gegeben. Auch die Menschen natürlich in der Diaspora. Und somit sind die Menschen auf die Straße gegangen, um für Freiheit zu kämpfen und sind für diese Freiheit auch nicht mehr zurückgekehrt. Also das müssen wir uns auch einmal vorstellen, weil für uns ist es selbstverständlich demonstrieren zu gehen, wenn Unrecht auf der Welt passiert oder auch im eigenen Land. Und eben, es ist international geworden. Allein letztes Wochenende, am vierzehnte Februar haben wir den Valentinstag gewidmet, weil wir gesagt haben, unser Valentinstag widmen wir den Menschen im Iran. Also unsere Liebe zu der Heimat und der Reza Pahlavi hat eben aufgerufen, in drei verschiedenen Ländern. Das war Los Angeles, Toronto und München, das alle auf die Straße gehen, um eben die Stimme der Menschen im Iran zu sein, weil sie stimmlos gemacht worden sind. Das waren über eins Komma drei Millionen Menschen weltweit, die an dem Tag zur selben Zeit auch demonstrieren gegangen sind. Das waren unglaubliche Bilder, die durch die Welt gegangen sind. Was wir aber für ganz, ganz schwierig empfunden haben, auch während der Zeit und auch heute noch. Das Internet wurde abgedreht. Das ist immer gern eine Strategie des Regimes. Sobald sie sieht Aha, okay, da passiert Unruhe in den Provinzen, in den Städten, die eventuell zu einem Sturz bringen könnten. Drehen Sie das Internet ab, weil Sie wissen, die einzige Waffe, das die Menschen im Iran haben. Ist halt das Internet, weil sie somit zeigen können, welche repressiven Kräfte gegen sie vorgehen. Und das sind Kalashnikows gewesen. Das sind Panzer gewesen, das sind. Ihr müsst euch vorstellen die eigenen Polizisten, die auf ihre eigene Bevölkerung schießen, wirklich Wahnsinns Fotos und Videos die dann rausgekommen sind. Ja, heute sind wir noch immer an dem Punkt, wo wir sagen gut, die Tötungen sind weniger auf den Straßen geworden, aber sie haben nicht aufgehört, sondern sie haben sich verlagert in die Gefängnisse, weil über drei hundert tausend Menschen, die unter Ziffer ist, weit darüber in Gefangenschaft genommen worden sind und jetzt tagtäglich Hinrichtungen stattfinden. Auch teilweise wissen wir nicht, wo Frauenleichen verschwunden worden sind, weil man hat die Bilder gesehen, die weltweit im Netz veröffentlicht worden sind, von Leichensäcken, aber sehr wenig von Frauen. Und wir wissen aber, dass viele Frauen auch auf die Straße gegangen sind und umgebracht worden sind. Und jetzt ist halt die Frage, wo sind diese Frauenleichen? Und das Regime verleugnet das wie immer. Das ist ihre Strategie. Aber es ist halt die große Frage, wo die Leichen sind. Ja, und dafür geben wir auch noch immer auf die Straße, weil wir einfach wissen wollen, was passiert da im Land, Was kriegen wir nicht mit, was kriegen wir mit? Welche Information ist seriös und welche auch wiederum nicht? Vielleicht ein kurzer Überblick über das, was jetzt die letzten Wochen passiert ist. Wenn wir noch mal zurückgehen zu, sagen wir mal zu unserer letzten Podcastfolge zwei tausend zwei und zwanzig wie würdest du sagen, unterscheidet sich die Revolutionsbewegung von damals zu Jetzt ist es eine andere. Ist das Geschlechterverhältnis anders? Hat sich einfach weiterentwickelt? Wie? Wie kann man das vergleichen? Grundsätzlich hat sich das Verhältnis nie verändert. Es waren immer über die breite Masse der Gesellschaft verteilt, die Menschen auf den Straßen. Wir sehen ja auch die Bilder von Frauen, die sechs und achtzig sind, die neunzig Jahre alt sind, die mit Rollator protestieren gehen. Diese Bilder haben wir auch bei der Frau Leben, Freiheit, Bewegung gesehen. Besser gesagt bei der Frau. Leben, Freiheit, Revolution gesehen. Die erste feministische Revolution. Genau diese Frauen sind heute noch auf der Straße, unterstützt von den Männern, die mutig hinter den Frauen gehen und auch vor den Frauen und diese unterstützen und noch immer Frau leben, Freiheit rufen. Also es hat sich an den Werten der Menschen im Iran nichts verändert. Es ist. Es sind unsere Grundrechte, die wir so stolz sind in Europa. Es sind. Es ist das Thema Freiheit. Es ist das Thema Demokratie, Frauenrechte, Menschenrechte. Also die Themen sind gleich geblieben. Der einzige Unterschied ist, dass diese Menschen stärker geworden sind als je zuvor. Weil sie wissen, dass sie die Unterstützung, Unterstützung seitens der Diaspora haben und natürlich auch der Weltpolitik, weil alle jetzt eben in den Iran schauen. Und mein letzter Satz bei der letzten Podcastfolge mit All Eyes on Iran ist jetzt zu einem sehr, sehr bekannten Hashtag geworden, weil einfach das Motto jetzt auch ist All eyes on Iran. Weil wir einfach nicht zusehen können hier in Europa, wie Menschen, die auf die Straße gehen, für Freiheit einfach umgebracht werden. Ich würde mal gerne wissen, ob es deiner Familie gut geht oder deinen Freunden im Iran. Weil ich glaube, das ist eine Situation, wo das Internet so abgedreht worden ist und die Kommunikation nach außen. Vielleicht würde es mich interessieren, wie schwierig ist das, die persönliche Geschichte zu teilen von der politischen Geschichte, die oder der Revolution, die gerade passiert? Natürlich schwierig, weil das, was alle Iranerinnen machen, bevor sie sich dazu entscheiden, im Ausland heraus auf die Straße zu gehen ist, alle Familienfotos einmal zu löschen, weil natürlich die Familie auch in Gefahr ist. In Finnland, wenn man hier im Westen demonstrieren geht, weil sie wissen, wie kann man eine Person zum Schweigen bringen? Das ist, wenn die Geisel die eigene Familie ist oder die engsten Freundinnen und Freunde. Somit, das ist einmal der erste Schritt, wenn man sich dazu entscheidet. Natürlich schwierig, auch in der Zeit rund um den achte neunte Jänner, man weiß nicht, geht die eigene Familie auf die Straße, geht sie nicht. Geht es ihnen gut? Haben sie genug Lebensmittel, weil natürlich alle Geschäfte auch gestreikt haben und geschlossen hatten in der Zeit? Wie geht es der Oma, Wie geht es der Tante? Wie geht es dem Cousin? Man weiß es einfach nicht und es ist schmerzhaft. Also ich habe es bei meiner Mama gesehen, die nachts nicht schlafen konnte. Ich habe es bei mir gesehen, die nachts um drei uhr in der Früh noch aufs Handy geschaut hat. Ich habe meinen Papa gesehen, der die ganze Zeit geschaut hat, wie er seine bettlägerige Mutter erreichen kann oder ob es ihr gut geht oder was jetzt mit ihr los ist. Oder was passiert jetzt mit ihr? Also es ist sehr auf die Psyche gegangen. Es geht auch heute noch auf die Psyche, weil man genießt jeden Augenblick, wo das Internet funktioniert, wo man auf Telegram die Familie erreichen kann und weiß, es geht ihnen gut. Viele haben auch natürlich Familienmitglieder verloren aus dem engsten Kreis und das tut halt weh. Aber ich glaube, dieser Schmerz, den wir alle in uns tragen, ist genau dieser Mut und die Motivation, erst recht auf die Straße zu gehen und auch von hier aus zu protestieren und auch ein Zeichen zu setzen. Ich habe bei der Vorstellung gesagt, dass wir zwei tausend zwei und zwanzig deinen Namen nicht verwendet haben bei der Podcastfolge und wir haben auch dich diesmal gefragt, ob das wie du das jetzt handhabst. Und du hast gemeint, dass es jetzt auch schon wurscht ist, mehr oder weniger. Wieso hast du dich jetzt dazu entschieden, doch mit deinem Namen und mit mit allem nach vorne zu gehen. In der Zeit, wo wir das den ersten Podcast gedreht haben, war rund um Ende September Anfang Oktober zwei und zwanzig. Genau. Das heißt, das waren die Anfänge der Frau Leben, Freiheit, Revolution. Und da waren wir uns alle natürlich unsicher, weil wir wissen, das Regime hat ihren langen Arm. Natürlich auch in Österreich hat es in jedem Land also die Spione sind da Auch ich bin zum Genuss gekommen, einen dieser Spione von meinem Arbeitsplatz zu haben, der mich bedroht hat und mit Messer vor mir gestanden ist. Und dadurch, dass mir das dann passiert ist und ich dann recht schnell mit meiner Geschichte eigentlich in die Öffentlichkeit gegangen bin, um zu Österreich sind nicht geschützt Vor diesem Regime war der Moment, wo ich gesagt habe okay, viele trauen sich das nicht, weil viele haben auch diese Plattform auf Social Media nicht innerhalb von Parteistrukturen nicht, keine Bühne, wo sie drüber reden können. Ich habe es und es ist meine Verantwortung und Verpflichtung, rauszugehen und auch die Stimme jener Personen in Österreich und Europa zu sein, die eben nicht diese Möglichkeit haben. Und somit habe ich mich dazu entschieden, mit meinem Namen, mit meinem Gesicht nach vorne zu kommen, um auch die Stimme von allen zu sein. Das ist wahnsinnig mutig, weil ich glaube, das ist ja mit dem Blick auf den Iran und der Geschichte, die er erzählt hat, ist ja etwas, das wir uns gar nicht vorstellen können, wie mutig man sein muss. Jeden Tag im Iran. Und auch wenn auch du trägst das weiter hier. Das finde ich schon ziemlich beachtenswert. Und da steckt ja auch gleich passend dazu die zweite Große mit Milch und Zucker Frage und zwar das ist was kann man von dir lernen? Und man kann wahnsinnig viel von dir lernen. Aber heute würden wir gerne wissen, was was man von dir lernen kann in Bezug auf Aktivismus. Wie setzt man sich ein für etwas, wofür man brennt, wo man, wo man, was einem wichtig ist und was und wie macht man es zu dem Thema, das für andere wichtig ist? Schaut, was ich gelernt habe die letzten fünf Jahre war machen Mach einfach, Es ist egal, ob man zwanzig Follower auf Instagram hat oder zwei hundert tausend. Man muss einfach anfangen, den Aktivismus zu betreiben und für das einzustehen, was einem wichtig ist. Man muss auch die Menschen nerven und ihnen immer wieder das Thema erzählen, so dass sie teilweise schon auf dem aktuellen Stand sind, was sie mit dir weiter reden können, die Geschichte nicht immer von neuem erzählen muss. Ich sehe das als großen Erfolg, dass auch in meinem Arbeitsplatz am Arbeitsplatz meine Kolleginnen sich jetzt interessieren. Dass ich zum Beispiel in München vergangenes Wochenende war und sagen Unglaublich, diese Masse an Menschen, das ist schon für mich ein Erfolg meines Aktivismus, weil ich weiß, okay, vielleicht interessiert sie nicht, aber dennoch, Sie folgen mir auf Instagram und sie sehen es. Und dieses gesehen zu werden, ist das Allerwichtigste und einfach zu machen. Man muss sich trauen, auf die Straße zu gehen. Man muss sich trauen, mit Leuten zu reden. Vor allem mit Leuten, die vielleicht nicht in diesem Thema drinnen sind. So wie wir halt eben die Familie dort haben oder Freundinnen und Freunde. Also das ist wirklich das Wichtigste, was ich gelernt habe. Man braucht nicht dazu eine große Community, man braucht dazu keine Bühne. Man kann natürlich, also man profitiert natürlich, wenn man das auch hat. Aber man braucht diese Dinge nicht. Man braucht einfach seinen Ehrgeiz, man braucht das Gefühl, man muss jetzt etwas machen, weil das ist ungerecht und unwürdig für diese Welt. Und das ist, glaube ich, der wichtigste Erfolg, den man an sich selbst messen kann und genießen kann. Und mit dem muss man nach vorne. Wie nimmst du das wahr? Von von, von außen, also bei der Vorbereitung und auch generell kommt es mir so vor. Also man muss sich schon damit beschäftigen, damit man Informationen bekommt. Aber jetzt nicht nur was? Was? Was die Revolution und Demonstrationen im Iran betrifft, sondern generell. Deswegen heißt es ja auch All eyes on Iran. Damit man halt wirklich das aktiv mitbekommt. Wie? Wie nimmst du das wahr? Also sind die Leute eher offen dafür und sagen Hey, okay, was ist da los? Oder so war nicht noch was. Es reicht eh schon. Also ich glaube zwei tausend zwei und zwanzig waren die Leute noch nicht so offen gegenüber dem Iran, weil man noch nicht viel aus dem Iran heraus gehört hat. Weil das Regime es immer wieder geschafft hat, durch ihre angebliche Diplomatie ein stabiles Land nach außen hin zu präsentieren. Ab zwei tausend zwei und zwanzig, mit der China Master Amini Bewegung mit der Frau Leben Freiheit Revolution haben wir in Österreich das erste Mal Bilder und Videos gesehen, was tatsächlich im Land passiert. Und ich finde das so schön, weil Frauen eben Freiheit ist nicht nur ein Slogan, sondern es ist der Kampf von uns allen. Und das hat uns ja alle auch verbunden. Wurscht, ob es jetzt die wurscht ob es die Frau im Iran war oder in Wien sogar das macht, diese zentrale Aufmerksamkeit aufzubauen. Dieser Kampf wird noch immer weitergeführt mit politischen Gruppen, die sich gebildet haben, mit Mitorganisation seit zwei tausend zwei und zwanzig. Und sie ist stärker geworden. Ich glaube, der Unterschied und das war die Frage davor, die ihr mir gestellt habt. Der Unterschied, der markante Unterschied zu zwei tausend zwei und zwanzig und heute ist einfach Die Menschen im Iran rufen nicht mehr quasi nach Systemen, die sie haben wollen. Also Freiheit, Demokratie, Säkularität, Menschenrechte, Frauenrechte etc. Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, sondern viele von ihnen haben auch einen Menschen, eine Person, eine Führungsperson, nachdem sie rufen Und ja, das haben wir in Österreich auch, dass wir mit den Parteien auf die Straße gehen und unseren Vorsitzenden oder oder andere Politikerinnen unterstützen und supporten. Aber für die Menschen im Iran heißt das der Tod. Also wenn man da eine Oppositionsführung ruft auf den Straßen und das auch offenkundig heißt, dass tatsächlich Ich unterschreibe meine Todesakte und das ist der ganz rasante Unterschied. Und diese Person ist halt eben der Reza Pahlavi. Also man hört die Rufe aus dem Iran heraus und somit haben sich die Menschen auch international angefangen zu solidarisieren. Also es geht nicht darum nicht. Also die Diaspora ist für Demokratie, Säkularität und im Westen haben und so schätzen. Aber es gibt eine Person, die eben genau diese Werte hinausträgt und mit wichtigen Politikerinnen bespricht. So wie den Zelensky etc. und schaut, dass die Menschen im Iran auch auf dieser höheren Ebene eine Stimme bekommen. Wer heute noch ein bisschen weiter gehen und in die Zukunft blicken und und usw, würde mich interessieren wie ist der Alltag momentan im Iran? Also wie ist es für die Menschen? Wie ist das Leben, wie ist die wirtschaftliche Situation? Vielleicht kannst du ein bisschen einordnen, damit man das ein bisschen besser versteht, wie das gerade ist. Also der Alltag ist ein Wahnsinn. Allein letzte Woche oder vorletzte Woche habe ich mit meiner Tante geredet und sie hat gemeint, die Inflation ist so enorm gestiegen. Sie gehen um zwölf uhr einkaufen und haben ein paar kleine Eier quasi. Das kostet vier hundert tausend. Toman Das ist umgerechnet zwei drei Euro. Jetzt mal grob geschätzt und um zwölf Uhr dreißig gehen sie in denselben Supermarkt und diese Eier kosten sechs hundert sieben hundert tausend. Toman Also das ist. Das ändert sich Sekunden und minutenweise und sogar die Mittelschicht mittlerweile oder die gehobenere Schicht, die gut verdient im Iran, fängt schon langsam an oder hat schon angefangen mittlerweile sich aufzuregen, weil sie sich das Leben auch nicht mehr leisten kann. Und das ist der springende Punkt, wo wir sagen gut, jetzt ist die heikelste Situation. Weil wenn die Mittelschicht und die obere Schicht, die sich das Leben hart leisten können, die letzten Jahre und eigentlich profitiert hat und nun nicht profitieren kann, weil vielleicht das Gehalt ausfällt, weil vielleicht die Pensionen ausfallen, weil sie sich vielleicht viermal überlegen müssen, ob sie jetzt Fleisch kaufen oder nicht. Dann ist der Punkt erreicht, wo wir wissen, es kommen noch mehr Menschen auf die Straße und es regen sich noch mehr Menschen auf und stellen sich gegen das Regime. Neben den wirtschaftlichen Faktoren ist natürlich auch die Psyche ein ganz, ganz wichtiges Thema. Viele Menschen haben eben durch den Trump gedacht Gut, jetzt ist es so weit. Also ich habe das auch durch Telefonate mit der Familie mitbekommen, die mir gesagt haben Aber in zwei, drei Tagen stellt sich heraus, was passiert. Da passiert sicher was Großes. Der Trump ist immer näher am Iran. Also die hatten so viel Hoffnung und sind eben mit dieser Hoffnung auf die Straße gegangen, dass eben die USA oder Israel sie unterstützt oder noch immer unterstützt. Und diese Hoffnung wird ihnen halt tagtäglich natürlich genommen. Ohne jetzt sehr stark auf auf die Atomverhandlungen einzugehen, aber wenn dann eben Nachrichten kommen, wie heute der Fall war. Wir kommen uns näher. Also die USA gemeinsam mit dem islamischen Regime, dann nimmt es den Leuten halt die Hoffnung weg und dann ist der Schmerz umso größer. Und weil wir immer sagen All eyes on Iran, aktuell sind die Menschen zu uns, wir schauen zu euch nach Europa und in die Welt, weil ihr seid die einzigen, die jetzt aktuell was bewegen können. Ihr müsst mit den Politikerinnen sprechen, ihr müsst Druck machen, ihr müsst auf die Straße gehen. Also diese Bilder, die wir am Wochenende geliefert haben, an die Menschen im Iran, die sie auch gesehen haben. Das hat ihnen wieder ein Stück Hoffnung gegeben. Und hier sehe ich klar die Aufgabe jetzt bei uns, dass wir stärker denn je, vereinter denn je auf die Straße gehen und einfach das fordern, was die Menschen dort im Iran fordern. Das ist Freiheit und Demokratie und freie und faire Wahlen. Was würdest du dir von einer europäischen österreichischen Politik wünschen, dass das passiert? Ich wünsche mir einfach hinzuhören, einfach zu sehen und und nicht blind durch die Welt zu gehen. Also wir sehen vieles, was passiert ist wie der siebte Oktober. Das waren nicht die Hamas, sondern das war das islamische Regime, was Terrororganisationen so stark finanziert und Interessen hat, dass solche Terroranschläge passieren. Und ich finde, wenn man solche Informationen hat, die ja schwarz auf weiß auch dargelegt werden und da liegen, dann darf man einfach als europäische Gemeinschaft nicht wegschauen. Vor allem sah ich das als Europa, weil wir natürlich dieser Gefahr nicht ausgesetzt sind. Und somit ist es mehr denn je auch unsere Pflicht zu sagen Stopp! Unsere Werte müssen gewahrt werden. Unser offenes Europa, auf das wir stolz sind, muss gewahrt werden Und somit müssen wir auch nach vorne gehen und schauen, dass es einen stabilen Nahen Osten gibt, einen demokratischen Staat namens Iran gibt. Und davon bin ich der festen Überzeugung, dass es eine feministische, starke Regierung geben wird, weil diese ganzen Frauen, die so mutig eben zwei tausend zwei und zwanzig auf die Straße gegangen sind, sind jetzt in den Gefängnissen und das sind die Köpfe des Irans, das sind auch, das ist auch die Zukunft des Irans und das muss das Interesse von Europa sein hier das eben der Iran frei wird, damit die Gesellschaft gesellschaftlich zu Partnerschaften kommen kann. Wie gefährlich ist das? Glaubst du, dass die Revolution, die jetzt von der Straße ausgeht, zu einem tatsächlichen Bürgerkrieg sich wendet? Und wo sind die Verbündeten für einen eventuellen Bürgerkrieg und auf wen hoffen wir da? Frage von mir Mit Bürgerkrieg meinst du dann quasi, dass die Systemträger gegen die Bevölkerung dann sozusagen. Das ist dann eigentlich so entsteht wie im Arabischen, wo das Land dann zerbricht an Kämpfen von Bewegungen im Staat gegen den Staat, die dann da, wo es dann militärisch wird. Also wir befinden uns teilweise schon im Bürgerkrieg, weil das Militär am achte und neunte Jänner auf die Straße gegangen ist, mit Panzern und gegen die eigene Bevölkerung geschossen hat. Also da gibt es auch Berichte, Filme und Fotos davon. Es ist halt im Iran aktuell schwierig, weil jede Gruppe die sich bildet, ist halt illegal. Und hier ist auch der springende Punkt, wo man sagt Ja, am besten wäre es natürlich, eine Oppositionsführerin oder einen Oppositionsführer innerhalb des Landes zu haben, aber das funktioniert halt nicht so leicht. Deswegen brauchen wir natürlich ausländische Unterstützung. Wir brauchen jemanden, der aus dem Ausland eben diese diplomatischen Gespräche führt mit dem Westen, mit dem, mit Europa, um hier die Leute zu unterstützen, was die Leute wollen. Also diese Rufe sind auch bekannt. Ist die Unterstützung von Trump, militärisch einzugreifen im Iran Also Sie hoffen auf Trump und Sie wissen, der einzige, der sie retten kann und die einzigen, die sie retten können, ist die USA und Israel. Und das rufen die Leute auch auf den Straßen des Irans. Die Frage ist halt nur Macht das Trump und Israel? Und was kostet es die Menschen im Iran, wenn tatsächlich es zu einem Angriff vom Ausland kommt? Irgendwie bitter, wenn man zwei tausend sechs und zwanzig sagen muss Wir brauchen Trump. Ja, leider. Also ich bin auch kein Fan von ihm und hätte es auch liebend gern vermieden, dass es tatsächlich zu einem Angriff kommt aus dem Ausland heraus. Aber man hat doch einfach gesehen in diesem Jahr. Also ich finde, jetzt kann man es recht gut mit dem zwölf Tage Krieg Israel Iran im Juni fünf und zwanzig vergleichen. Es sind viel viel weniger Menschen gestorben. Also jede zivile Person die stirbt oder jeder Mensch der stirbt in einem Krieg oder sonst wo ist einer zu viel. Aber man sieht, damals sind einfach von der Anzahl her viel viel weniger Menschen gestorben. Und heute sind wir halt eben bei dieser schrecklichen Zahl von fast ein hundert tausend Menschen. Das heißt, die Menschen wissen auch wenn sie allein auf die Straße gehen, ohne Waffen ist das ihr Schicksal. Und auf der anderen Seite, wenn diese militärische Unterstützung kommt, dann hoffen sie natürlich, dass die Zivilgesellschaft in Ruhe gelassen wird, dass es keine Tote gibt. Das ist eine Wunschvorstellung, weil die gibt es immer im Krieg. Es werden immer unschuldige Menschen umgebracht und kommen ums Leben. Aber was ich von den Gesprächen und das macht mich auch so emotional mitbekommen habe, ist, dass die Leute sagen, wir haben ja eh keine Zukunft mehr. Also entweder wir sterben, aber die nächste Generation lebt in Freiheit oder wir sterben und die nächste Generation ist noch immer gefangen in diesem System und in diesem Regime. Und die Menschen sagen ja auch, sie sind die Geiseln dieses Terrorregimes. Und das ist ja auch das Schlimme dran, dass die Leute sagen Wir sind in Gefangenschaft, holt uns hier raus, wurscht wie, aber holt uns einfach hier raus. Wir sitzen alle neunzig Millionen Menschen im Gefängnis. Wir werden in Geisel genommen und das Apparat handelt willkürlich. Sie hat kein System. Sie hat gar nichts. Das Einzige ist diese repressive Kraft gegen die eigene Bevölkerung. Dass sie so mächtig machen lässt, Noch immer. Was sind so Momente oder Ereignisse, die dir Hoffnung geben, wo du sagst okay, daran kann man sich jetzt anhalten, dass es doch in eine positive Richtung sich entwickelt. Menschen noch immer Hoffnung haben und noch immer auf die Straße gehen. Das ist auch das, was sie ausmacht, diese Willenskraft. Und eben wie ich auch sagte, diese Menschen wissen, entweder sie gehen jetzt auf die Straße und Generation oder der Rest der Bevölkerung dann in Freiheit lebt, lebt oder eben sie tun es nicht und die nächste Generation lebt noch immer in diesem islamistischen Terrorregime. Und diese Willenskraft gibt uns natürlich auch die Hoffnung weiterzumachen und weiter eben Politikerinnen zu nerven, um uns einzusetzen für unser Heimatland, für unser zweites Heimatland. einfach. Das ist auch das, was die Community so ausmacht und ich hoffe und wünsche es mir wirklich sehr. Und ich bin auch der festen Überzeugung, der Iran wird eines Tages frei sein und wir sind noch nicht so weit entfernt von diesem Tag. Dann stelle ich dir mal die letzte große Frage und die will ich gerne einleiten mit der Antwort, die du uns das letzte Mal auf diese Frage gegeben hast. Und zwar ist die Frage Blicken wir fünf Jahre in die Zukunft? Wenn du auf die letzten fünf Jahre zurückblickst, was ist in deinem Leben im besten Fall passiert? Und beim letzten Mal hast du folgendes gesagt. Das wäre dann deine Aussage über das Jahr zwei tausend sieben und zwanzig gewesen. Wir drei buchen uns ein Ticket in den Iran, ohne Kopftuch, ohne Mantel. Die Frau darf sich aussuchen, was sie studiert und es gibt kein System, das ihr das dir ein Studium zuteilt. Du siehst die Frauen mit Kopftuch, die neben der Frau ohne Kopftuch steht und sie lachen gemeinsam. Das ist beim letzten Mal gesagt Wenn wir jetzt fünf Jahre in die Zukunft blicken, ist es zwanzig ein und dreißig. Was ist bis dahin passiert und wie weit sind wir von der Vorstellung, die du vor fünf Jahren hattest, weg? Vor zwei Jahren gemacht habe. Vor drei Jahren sogar. Mittlerweile. Und ich sage, dass der Iran zwei tausend ein und dreißig schon so stabil ist, von der Wirtschaftslage her, von der Sicherheitslage her. Und ich sage auch noch, dass dass der Iran eine Demokratie wird, die sehr stark ist, weil diese Menschen auch im Iran alles sehr politisch geprägt sind. Natürlich. Wir werden diese Freiheit alle miteinander genießen. Und ich werde euch nach zwei tausend sieben und zwanzig noch einmal zwei tausend ein und dreißig mit dem Iran nehmen. Und ihr werdet es natürlich auch die Fortschritte sehen und auch begeistert sein und auch natürlich auch froh darüber sein, dass ihr euch dem Thema gewidmet habt. Schon zwei tausend zwei und zwanzig, wo es kaum welche gemacht haben außerhalb der Diaspora. Und ihr werdet noch stolzer sein, dass ihr die richtigen Fragen gestellt, auf die es auch angekommen ist und somit werden wir unseren Tag und oder unsere Woche und unseren Urlaub im Iran verbringen. Ich kann euch die wunderschönen Gegenden des Irans zeigen, die ich selbst nicht besucht haben durfte, weil ich mich politisch engagiere, aber die wir halt gemeinsam anschauen gehen. Und weil ich mich viel in die iranische Geschichte einlese, kann ich euch natürlich auch was davon erzählen. Und darauf freue ich mich natürlich sehr. Und was ich natürlich hoffe ist, dass beim nächsten Podcast wir nicht mehr darüber reden, was für schlimme Gräueltaten im Iran passieren aktuell und dass wir wieder an einem Punkt der Revolution sind, sondern dass wir einfach über die Freiheit reden und es so genießen, dass einfach Menschen in Freiheit und Demokratie leben, so wie wir es tun und auch so, wie wir schätzen. Ich habe eine Doku über die jetzige Protestbewegung gegen mich gelesen, gesehen, dass diese Streiks der Basarmenschen, der Basarinhaber, Inhaber. Da braucht man, glaube ich, nicht gendern. Dass die. Dass das auch eigentlich deswegen beeindruckend war, weil die eigentlich zu den konservativen Menschen zählen. Diese Protestbewegung, wie sie jetzt ist, wer treibt sie voran? Wer sind die Menschen, die sagen Wir dürfen jetzt nicht aufhören? Und wie breit ist der gesellschaftliche Konsens? Und was können wir als Menschen tun, die jetzt keine familiäre, freundschaftliche Bindung zu den Menschen mehr haben? Ist es wichtig, wie wir uns engagieren und wie können wir uns engagieren? Also ich glaube, der Streik der Basaris war sehr, sehr wichtig und auch ein Zeichen, weil in den letzten Protestbewegungen waren genau diese Basaris jene, die vielleicht einen Tag geschlossen haben, aber nicht die großen Basare des Iran, sondern eher die kleineren oder in den kurdischen Provinzen etc. Diesmal ist es wirklich sehr stark aus diesem ganz großen Basaren ausgegangen. Und das war natürlich auch ein Zeichen Richtung Regime. Nein, wir bleiben nicht still. Die Wirtschaft kann nicht noch kaputter werden, als wir es zerstört habt. Demnach. Das war ein ganz wichtiger Zeichen und wir wissen einfach aus der Vergangenheit heraus Jeder wirtschaftliche Protest wird zu einem politischen Protest und der hat sich einfach dann Richtung politischer Protest bewegt. Und eben mit der Führungsperson Reza Pahlavi, wo die Leute im Iran eben nach ihm gerufen haben, seine Bilder gehoben haben. Sie haben die Nationalflagge des Irans, was vor dem islamischen Regime war, hochgehoben. Ich sage euch, das ist immer ein Todesurteil. Also es ist nicht so wie bei uns in Österreich, dass wir das tun in der Selbstverständlichkeit, sondern dort ist es wirklich ein Todesurteil. Aber sie haben es dennoch gemacht. Und dieser Schirokko Shit Fahne, also der Löwe und die Sonne, Das repräsentiert auch die iranische Gesellschaft. Sie sind Löwinnen und Löwen, und sie sind die Sonnen in unseren Augen. Für die iranische Diaspora und natürlich auch für die Weltgemeinschaft. Und das war auch, das ist auch der neue Titel der Revolution die Leinen Sun Revolution. Weil die Leute sich wieder das zurückholen, was ihnen genommen worden ist von diesem Regime. Und ich finde, was man vor allem als Menschen machen können, die keinen direkten Bezug zum Iran haben, ist es, wenn man Freundinnen haben, Bekannte, Kolleginnen und Kollegen, ihnen einfach zuzuhören, ihnen auch, sie auch zu fragen Hey, wie geht's dir? Ist alles in Ordnung? Brauchst du irgendwas? Kann ich dich unterstützen? Es gibt folgende Hotlines, an die du dich wenden kannst, wenn du jemanden zum Sprechen brauchst. Es gibt folgende Unterstützung. Das haben wir jetzt in Österreich geschaffen. worauf ich sehr stolz bin. Für unsere iranischen Studierenden, die von der Anzahl rund drei tausend sind. Dass wir da einen Fördertopf geschaffen haben, damit diese Menschen zumindest wissen Hey, sie kriegen die Unterstützung seitens Österreich. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, keine zusätzliche Sorge Sorgen zu machen, weil sie zumindest auf ihrem akademischen Weg unterstützen und ihnen diese Last nehmen. Es gibt auch weitere Förderungen und Unterstützungen. Und ich finde, durch diese Aufklärung mit den Leuten zu sprechen, sich auch für das Thema zu interessieren, unterstützt man die iranische Diaspora sehr stark. Wer sich traut. Und das machen mittlerweile sehr, sehr viele. Also wir sehen es bei den iranischen Demonstrationen, dass immer mehr Nationalflaggen dazustoßen. Solidarisiert sich natürlich jeden Sonntag in Wien beim Heldenplatz. Schaltet gleich eine Werbung ein. Also da kann man auch natürlich mitmarschieren, zuhören, was die Leute eigentlich fordern. Und ich finde, es ist so schön einfach, jetzt auch diese Demonstrationen zu sehen, weil ich sage, sie sind nicht homogen. Also man hat Leute, die sich die Monarchie wünschen, also eben vor neun und siebzig. Es gibt Leute, die wünschen sich Demokratien. Das ist die Mehrzahl der der Community. Ob es jetzt eine Demokratie ist mit einem Bundespräsidenten oder eine Bundespräsidentin oder eine Monarchin, ein Monarch. Aber wichtig ist das System der Demokratie und der freien und fairen Wahlen. Und das ist einfach schön anzuschauen, dass das wir endlich zusammengefunden haben und dass uns das politische Denken und die Ideologie nicht mehr trennt, sondern das Gemeinsame von uns ist der Kampf gegen das islamische Regime und der Kampf, uns eben zurückzuholen, was uns gehört. Und das ist eben diese Löwen und Sonnenflagge, die uns auch als Gesellschaft, als iranische Gesellschaft ausmacht. Wir sind für heute am Ende angelangt mit dem schönen Bild der iranischen Flagge, mit dem Löwen und der Sonne, die man jetzt überall sieht. Gibt es denn noch etwas, was du den Hörerinnen und Hörern gerne mitgeben möchtest, neben dem, was du natürlich schon genannt hast? Aber gibt es dann zum Beispiel auch Online Sources, wo sie sich ein bisschen mehr informieren können? Also ich möchte mich eigentlich jetzt einmal bei allen bedanken, die bis heute sich engagiert haben. Es haben mir igerweise ein paar Leute geschrieben auf Instagram vom letzten Podcast, weil ich den geteilt hatte in meiner Story. Ja, und die verfolge ich noch immer und die engagieren sich. Und was ich echt cool finde, weil ich sage, jede Story, die online gestellt wird, ist ein Zeichen der Solidarität und man glaubt einfach nicht, wie stark dieses Zeichen auch nach außen hin ist und wie viele Menschen man dadurch erreicht. Bitte verwendet Hashtags, schaut in welche Hashtags gerade gerade wichtig sind. Es sind immer Iran, Revolution, Leinsamen. Es sind All Eyes on Iran. Gerne auch Human Life Freedom. Also es gibt immer dieselben Hashtags, die verwendet werden, um eben auf diese ganzen Beiträge zu kommen. Es gibt unglaublich viele Menschen. Ich will jetzt nicht einige wenige rauspicken, die sich engagieren und und sehr verifiziert und seriös arbeiten und die breite Masse wieder bilden. Also nicht nur auf eine politische Richtung kommunizieren, sondern wirklich die gesamte breite Masse der iranischen Diaspora. Und das sind ein und dreißig Provinzen und mehrere Städte, die hier gezeigt werden. Es sind unglaublich viele ethnische Gruppen, die es im Iran gibt, von Kurden, Türken, Arabern etc. So wie Iran ist sehr vielfältig Und schaut euch das einfach an, recherchiert darüber, wenn ihr Fragen habt, immer liebend gern einfach diese Stellen. Und ich freue mich auf die nächste Demo, wo ich euch vielleicht sehe und auf die nächste Frage oder auf die nächste Story. Abschließend gibt es irgendwie eine gute Plattform. Also außer Instagram und Tiktok, wo man sich über den aktuellen Zustand im Iran informieren kann. Weil das ist immer so ein Problem mit Staaten, die die so die keine freie Presse haben. Das ist natürlich auch wahnsinnig schwierig ist, sich zu informieren. Hast du einen Tipp, wo man sich gut informieren kann? Also ich will jetzt keine Werbeeinschaltung für Ex machen, aber grundsätzlich muss ich leider eine Werbeeinschaltung für Ex machen. Ehemals Twitter. Also ich nenne es gerne noch immer Twitter. Dort läuft natürlich die politische Diskussion. Ich glaube, in diesen Ländern, wo es keine Pressefreiheit gibt, gibt es aber Ex, um es mal so zu sagen. Aber grundsätzlich Die Revolution läuft auf Social Media muss man ehrlicherweise auch sagen. Der ORF, ARD etc. berichten immer wieder vom Iran und aus dem Iran heraus. Aber wir wissen natürlich, dass Journalistinnen, also Korrespondentinnen, die vor Ort sind, nicht reden dürfen. Zumindest können sie nicht das reden, was tatsächlich dort passiert. Weil sie kontrolliert werden, weil ihr Videomaterial, bevor es veröffentlicht wird, kontrolliert wird etc.. Wir sehen es auch an der ORF Korrespondentin. Das heißt, wenn ihr die Möglichkeit habt, gerne über Social Media. Sollte es nicht der Fall sein. Ich weiß jetzt nicht, ob ich das in einem Podcast sagen darf, aber meldet euch einfach bei mir. Schreibt mich gern. Okay, super, vielen, vielen Dank. Dann bleibt mir jetzt noch zu sagen Aber wieder mal Dankeschön fürs Einordnen und für einen Einblick, was gerade im Iran los ist. Und ich finde es immer so traurig, das dass man nur hinschaut, wenn es gerade ganz schlimm ist und dass man irgendwie die Zwischenzeit nicht nutzt um um Allianzen aufzubauen, die man dann in so einer Situation nutzen kann. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Menschen wie du immer da sind und die Stimme sind und sich auch trauen, ihr Gesicht zu zeigen in einer Situation, die nicht ungefährlich ist. Also vielen, vielen Dank. Wieder mal die Folge Mit Dir von zwei tausend zwei und zwanzig werden wir natürlich verlinken, wie auch alle anderen Podcastfolgen und man findet alle unsere Podcastfolgen auf unserem Blog www.punkt mit Milch und Zucker, eat und auf allen gängigen Podcastplattformen. Also vielen Dank! Witzig fände ich es noch, wenn du uns sagen würdest, wie man im Iran sagen würde zum Beispiel Tschüss und schönen Abend noch. Ich habe Cupido und das heißt übersetzt Gott ist der Gott. Hawes ist der Schutz und übersetzt ist es Gott schütze dich und habe einen schönen Abend. Perfekt. Also dann, vielen, vielen Dank. Und hoffentlich bis zwei tausend ein und dreißig auf unserer Reise im Iran.