mit Milch und Zucker

mit Milch und Zucker

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00:00:00: Speaker: Do you remember things we have done together talk about being so free. Willkommen bei Mit Milch und Zucker. Wo wir mit Menschen Kaffee trinken. Damit ihr sie kennenlernen könnt. Willkommen zurück bei Mit Milch und Zucker. Neue Woche. Neue Folge. Mein Name ist Christiane im Zoomfenster neben mir. Heute ist die Brenda. Hallo! Hallo! Und langzeitige Hörerinnen und Hörer wissen, was das bedeutet, wenn die Brenda im Fenster neben mir ist, dass wir zwei Gäste bei uns haben. Und zwar ist das einmal die Alice. Hallo? Hallo. Und einmal der Stefan. Hallo. Hallo. Grüß euch. Wir freuen uns sehr, dass ihr heute beide zu uns gekommen seid. Ich stelle euch gleich vor, weil wir haben heute ein sehr, sehr spannendes Thema vor uns. Alice, ich fange mit dir an, weil du stehst ja auf meiner Vorbestellungsliste. Als erstes. Du bist diplomierte psychologische Beraterin, systemische Coaching und Mentaltrainerin, hast eine Ausbildung an der Sigmund Freud Universität in Wien gemacht. Du legst in deiner Arbeit die Schwerpunkte auf Selbstwert und Selbstvertrauen, mentale Gesundheit, toxische Beziehungen und Missbrauch, Grenzverletzungen und Gewalterfahrungen sowie Resilienz und Selbstwirksamkeit. Und dann kommt noch was. Aber das erkläre ich später. Zuerst, Stefan, stelle ich dich vor. Du bist Polizist und ehemaliger Berufssoldat und mittlerweile seit mehreren Jahren Selbstverteidigungstrainer. Ihr seid beide verheiratet miteinander und betreibt gemeinsam eine Selbstverteidigungsschule, wenn man das so sagen kann. Gegründet zwei tausend drei und zwanzig und ihr bietet nicht nur Selbstverteidigungskurse an, sondern auch Mentaltraining. Und auf eurer Homepage habe ich den Satz gefunden Die Kombination für alle Frauen, die sich Gutes tun und für sich selbst einstehen wollen. Und das finde ich eine gute Überleitung zum Thema, das jetzt die Brände erklären wird. Als Thema haben wir uns überlegt für euch Abwehr ist die beste Verteidigung, die Frauen sich im Alltag schützen können. Der Schlüssel zwischen den Fingern Das Telefonat mit der Freundin mehrmals die Straßenseite wechseln, Lieber den längeren beleuchteten Weg nach Hause nehmen als die Abkürzung durch den Park. Oft wissen wir eigentlich gar nicht mehr, woher wir diese Tipps haben, die jeder von uns kennt und befolgt. All das nur, um sicher und unversehrt dort anzukommen, wo wir hinwollen. Diese Realität von Frauen ist traurig, aber allgegenwärtig. Mit ihr habt ihr einen Ort erschaffen, bei dem Frauen und Mädchen lernen können, sich gezielt zu verteidigen, aber auch selbstsicher und mit starkem Selbstbewusstsein aufzutreten. Wir wollen heute mit euch über euren Werdegang sprechen, warum ihr sie ins Leben gerufen habt und was es konkret bedeutet, Frauen auf den schlimmstmöglichen Fall vorzubereiten. Wir fangen aber wie immer an mit den Questions to go und Christiane hat die erste für Alice. Seid ihr bereit? Bereit? Ja, sehr gut. Alice. Hotel oder Zelt? Beides gut. Spontan Kommt drauf an wo. Aber ich würde mal sagen Hotel mittlerweile Hotel wahrscheinlich Stefan Reden oder zuhören, reden, reden. Ich rede sehr gern reden. Alice. Welcher Ort hat dich überrascht? Das Land Panama. Stefan, Was ist der beste Geruch? Frisch gemähter Rasen. Tatsächlich? Alice, wenn du einen Feiertag erfinden könntest, wofür wäre er? Für meinen Hund. Stefan. Wenn du einen Tag lang jemand anders sein könntest, wer wäre es? Ich glaube, meine Tochter. Weil ich noch mal gern die Welt aus den Augen eines Kindes sehen würde. Und die letzten beiden Fragen gehen an euch beide. Danke sagen möchte ich meinem Mann dafür, dass wir heute gemeinsam hier sein können. Boah, das war eine sehr gute Antwort, die schwer zu toppen sein wird. Danke dafür. Danke sagen möchte ich natürlich meiner Frau, meiner ganzen Familie und all das, was wir erreicht haben. Ich bin unheimlich stolz. Danke. Und wie trinkt ihr euren Kaffee? Mit Milch ohne Zucker? Ja, Auf die Frage habe ich gewartet. Ich bin tatsächlich eher mehr der Kakao trinken, muss ich tatsächlich sagen. Perfekt. Hast du gut gemeistert. Ich glaube, die Antwort Kakao hatten wir erst einmal, soweit ich mich erinnern kann. Vielleicht. Vielleicht zweimal, aber einmal sicher. Also hast dich in einen sehr elitären Kreis hier geantwortet. Aber ich stelle euch gleich mal die erste Große mit Milch und Zucker. Frage damit wir zum Thema kommen. Erste große Frage ist Was ist oder war der beste Kaffee, den ihr getrunken habt? Weil da geht es ja oft nicht nur wie er geschmeckt hat, ob Kakao oder Kaffee, sondern eher, wo man den getrunken hat oder mit wem man getrunken hat. Und gerade wenn man so gemeinsame Sachen gründet, fließt viel Kaffee oder Kakao. Ich muss sagen, wir haben zwei kleine Kinder und meistens trinke ich meine Kaffees zurzeit kalt und regelmäßig finde ich ihn plötzlich am nächsten Tag oder zumindest Stunden später in der Kaffeemaschine stehen, weil ich ihn einfach in dem Chaos vergessen habe. Das heißt, wenn ich einmal tatsächlich alleine bin, also Kinderfrei bin und einen Kaffee trinke zu Hause, dann ist das schon ein Highlight und den genieße ich dann sehr. Und vorher war so ein Moment. Ja, dem kann ich mich eigentlich nur anschließen. Ich weiß noch, da haben wir einmal irgendwie geschafft, dass wir ein bisschen einen Puffer hatten, zeitmäßig. Und da habe ich den Kindern auch was da noch so übertrieben den Kakao gemacht, mit ganz viel Schlagobers und so und natürlich für mich auch in den Weihnachtstassen. Obwohl keine Ahnung, erst im September oder so. Ja, aber das war herrlich. Das stimmt. Wir würden jetzt gerne mal von vorne anfangen. Und zwar haben wir es in der Vorbereitung schon ein bisschen gefragt, was hier eigentlich heißt, woher das kommt und wie das entstanden ist. Euer gemeinsames Projekt. Vielleicht fange ich ganz kurz bei der Namensgebung an. Grundsätzlich haben wir noch etwas Kurzklingendem gesucht. Der Stefan ist tatsächlich auf den Namen gekommen und ich vor allem als Mentaltrainerin, war super begeistert, weil sehr viele Selbstverteidigungskurse werben eher in die Richtung. Sei kein Opfer. Und wie gesagt, als Mentaltrainerin ist es mir ganz wichtig, diesen Ansatz wo wollen wir denn eigentlich hin? Und wir wollen kein Opfer sein, sondern wir wollen tatsächlich uns stark fühlen, eine Heldin sein. Und sie kommt aus dem Mandarin und heißt übersetzt Die Heldin, die Heldenhafte. Und ja, als der Stefan über den Namen ich sag jetzt mal gestolpert ist, war ich hellauf begeistert und wir waren uns dann sehr schnell sehr einig dazu. Und ich glaube, die Entstehungsgeschichte, die erzählt Stefan meistens in unseren Kursen und da würde ich auch ihm den Vortritt lassen. Kurz die Alisa und ich sind ja beide Wiener durch und durch, also in Wien geboren und eigentlich immer in Wien gelebt und wir haben uns dann aber dennoch entschieden, es wäre doch mal cool, wenn wir am Land uns das Leben anschauen würden und haben uns dann tatsächlich ein Haus gemietet am Land, in schöner Lage an einem See. Das war bei der Linsberg Asia Therme. Wem das was sagt das bisserl südlich von Wiener Neustadt und sind aus der Großstadt raus und dorthin gezogen. Und dann war es tatsächlich so, dass im ersten Sommer, in dem wir dort waren, es zu drei gewaltsamen Übergriffen auf Frauen gekommen ist, in kürzester Zeit. Und wenn ich mich nicht irre, waren zwei Vergewaltigungen und oder versuchte Vergewaltigungen einen Raubüberfall da dabei. Und das hat mich schon sehr zum Nachdenken gebracht, weil ich mir gedacht habe, jetzt bin ich eigentlich raus aus der Großstadt aufs ruhige Land unter Anführungszeichen. Und vor meiner Haustür passiert jetzt sowas. Und das war wirklich mehr oder weniger vor der Haustür. Und wie es so ist auf dem Land die Nachbarn wissen über alles Bescheid und haben natürlich sofort gewusst, dass ich Polizist bin. Also da kann sich unser Geheimdienst was abschneiden von Nachbarn Tratsch, weil das ja wirklich ein Wahnsinn Und die erste Nachbarin ist zu mir gekommen, hat gesagt Stefan, kannst du mir irgendwas zeigen oder irgendwelche Tipps geben, falls mir das mal passieren würde? Oder falls ich auf diese unbekannte Person treffe, die vielleicht auf mich wartet? Im Wald, beim Joggen oder wie auch immer. Gibt es da Tipps? Ich sagte Ja, klar, machen wir. Und aus der einen Nachbarin ist die zweite geworden, aus der zweiten, dritte die vierte, die fünfte Und ich habe gesagt okay, wartet vielleicht mal ganz kurz. Ich frag mal den Bürgermeister, ob generell ein Interesse besteht an solchen Tricks und Tipps nenne ich sie jetzt mal. Ich muss sagen, es war gerade Wahljahr und der Bürgermeister war hellauf begeistert, dass so was organisieren kann und hat gesagt Ja, passt, machen wir. Und so haben wir unseren ersten Kurs gehabt. Und ich habe dem Bürgermeister gesagt Herr Bürgermeister, aber Selbstverteidigung fängt schon im Kopf an? Das ist nicht rein das Körperliche. Das fängt viel weiter vorne an und Sie werden es nicht glauben. Ich kenne eine ausgezeichnete Mentaltrainerin, die mich dabei unterstützen könnte. Und so ist das eigentlich alles ins Rollen gekommen. Wir hatten einen super ersten Kurs, komplett ausgebucht, überbucht, Eigentlich eine Wahnsinnsfreude dabei und haben gesagt das führen wir fort. Das Landleben hingegen hat uns nicht so taugt. Wir sind wieder zurück nach Wien gekommen und machen die Kurse jetzt in Wien. Und wie ist dann der Weg gegangen? Ich habe vorher gesagt, ich habe zwei kleine Kinder, ihr seid beide berufstätig. Wie kommt man dann auf die Idee zu sagen Jetzt gründen wir Unternehmen und machen uns gemeinsam noch mal selbstständig? Weil es ist ja schon ein ziemlicher Zeitaufwand auch. Ja, das liegt an meiner Frau, die ist voll motiviert, glaube ich. Und wenn die ein Projekt anpackt, dann geht man da Vollgas. Also da ist dann ist dann mit ein hundert Prozent dabei, dass ich auch sehr bewundernd und ja, es hat sich tatsächlich. Es ist wirklich anstrengend, das kann man nicht leugnen, aber es macht einfach unheimlich viel Spaß. Und das Tolle Ich tue jetzt vielleicht ein bisschen was vorwegnehmen. Am Ende unserer Kurse gibt es immer Feedback, mehr oder weniger Feedbackrunden. Und das sagen die Leute halt wirklich, dass ihnen das wirklich sehr geholfen hat und dass sie sich einfach sicherer fühlen oder manche kleinen Tricks schon angewendet haben. Und das ist halt ein sehr schönes Gefühl. Und wenn man auch nur einer helfen kann, dass sie sich sicherer fühlt, dann ist es das auch wirklich wert. Die Zeit, die man da reinsteckt. Also aus der Geschichte im Land und einen Kurs zu machen und dann das gemeinsam zu machen. Wie hat sich euer Ansatz entwickelt, dass ihr das gemeinsam macht und wie ist eure Herangehensweise an das Thema Selbstverteidigung in in euren Kursen? Ich würde sagen, der Punkt, der uns, der uns wahrscheinlich unterscheidet, oder der Punkt, auf den wir, glaube ich, sehr viel Wert legen. Insbesondere wahrscheinlich ich ist diese ja ist die Selbstwertarbeit mit den Frauen. Ich glaube, Selbstverteidigung. Um sich verteidigen zu können, muss man sich das mal überhaupt erlauben. Man muss sich selbst erlauben, den Stellenwert einzunehmen und sich das Recht herauszunehmen, sich selbst zu schützen. Und ich glaube, da fängt bei sehr vielen Frauen schon ein großes Problem an Ich glaube, wir wissen alle Grenzen setzen ist so das Thema der heutigen Zeit, wo sich viele sehr schwer tun. Es ist schon für viele eine große Herausforderung, überhaupt Nein zu sagen und ja umso. Also es wird nicht leichter, wenn es dann darum geht, sich wirklich zu verteidigen. Vielleicht, wenn es wirklich körperlich wird. Genau da ist es mir wirklich wichtig, mit einzugreifen. Der Stefan ist für den Part zuständig, den Leuten wirklich zu zeigen, Was sie dann tun können, welche Technik sie anwenden können. Und mir ist es wichtig, den Leuten zu vermitteln oder den Frauen zu vermitteln, dass sie wirklich einen. Also was für einen hohen Stellenwert sie und ihr Leben überhaupt besitzen und dass sie sich wirklich trauen dürfen oder die Erlaubnis geben dürfen, diesen Wert auch wirklich anzuerkennen und sich zu verteidigen, wenn es darauf ankommt. Und ich glaube, das ist ein Thema. Das beschäftigt mich auf der einen Seite sehr viel natürlich in meinen Beratungen und das ist aber auch gerade im Zuge unserer Kursen ist mir das nochmal bewusster geworden, wie viele Frauen wirklich eine riesige Hürde haben, wenn es um das Thema geht. Sich selbst, wie soll ich sagen? Sich und die eigene Sicherheit an erster Stelle zu setzen. Also da kommt dann eher eine Frage wie Ja, aber was ist, wenn ich denen tatsächlich geschlagen habe und er ist dann verletzt? Was ist, wenn der vielleicht wirklich nur nach der uhrzeit fragen wollte? Was ist, wenn ich dann angezeigt werde? Darf ich mich überhaupt verteidigen? Solche Fragen kommen wirklich am laufenden Band und das hat mich tatsächlich überrascht. Am Anfang ja. Mittlerweile ist ja, wissen wir das und wir wissen somit von Anfang an, wie wir vielleicht das gleiche mal aufgreifen. Aber das beweist für mich dann noch einmal wirklich, wie groß diese Hürde ist, sich da diesen Raum zu nehmen, wirklich auf sich aufzupassen, sich zu verteidigen, wenn es darauf ankommt. Und ja, da versuche ich wirklich einen großen Fokus darauf zu setzen. Ich stelle mir das nicht schwer vor, weil das sind ja Denkmuster, die man von klein auf mittlerweile vielleicht nicht mehr, aber früher als meine Generation und unsere Generation mit inbegriffen eingetrichtert bekommt. Immer nett sein, immer hilfsbereit sein. Und das spricht ja eigentlich komplett gegen das was was du sagst, dass man halt auf seine Sicherheit zuerst schauen sollte. Ein Riesenthema. Und ich glaube, das ist ganz klar, dass wir mit einem Selbstverteidigungskurs gerade unsere Kurse jetzt, die wir erhalten sind meistens an einem Tag. Weder das wird man mit den Leuten ein tiefsitzendes Muster komplett ändern können, noch dass sie jetzt eine Technik bis ins Detail beherrschen, auch wenn die so so leicht und effizient wie möglich sind. Aber wichtig ist einmal, dass ein Bewusstsein für viele Dinge bekommt. Zum einen und ich glaube ganz wichtig oder so ein Fokus ist oder was den meisten Frauen da oft fehlt, ist wirklich dieses sich überhaupt mal Raum zu nehmen und das ist auch immer ein Teil unserer Kurse. Also ich arbeite auch wirklich mit Meditationen, wo es wirklich darum geht, dass die Frauen mal wirklich nur die Verbindung zu sich ein stückweit aufbauen und das ist mal ein Start, das ist einfach mal ein Start. Aber wenn du es angesprochen hast, das ist wirklich ein riesen Riesending und es lässt sich nicht sofort verändern. Und der Stefan und ich arbeiten gerade an einem sehr großen Projekt in dem Zusammenhang. Wir würden ganz gerne oder wir wollen ganz gerne und wir werden auch mit Sicherheit ein Programm ins Leben rufen, das genau hier begleiten soll. Ein Onlineprogramm? Was? Wo es genau darum geht, diese Sicherheit, diese Stärke zu entwickeln, in sich und nach außen hin. Weil es eben einfach nichts ist, was von heute auf morgen einfach passiert, nur weil da das Bewusstsein plötzlich da ist. Wie unterscheiden sich eure Bereiche und wie überschneiden sie sich? Also Mentaltraining und Körpertraining, Wie bringt ihr das irgendwie zusammen? Eure beiden Themen tatsächlich Wir schaffen das eigentlich ganz gut zu verknüpfen, wie ich vorhin gesagt habe, eben, dass Selbstverteidigung schon im Kopf anfängt. Und wenn ich vorausschicken darf, mein Vater hat jahrelang fast vierzig Jahre im zumindest von den Insassen her größten Gefängnis Österreichs gearbeitet, beim Landesgericht Wien und als als Seelsorger dort. Und das hat mir auch ein bisschen die Möglichkeit gegeben, mit verurteilten Straftätern ein bisschen Informationen zu bekommen. Warum habt ihr euch den oder die überhaupt als Opfer ausgesucht? Und es war tatsächlich fast immer der Satz Also weil die sich nicht kannten, hat schon ausgeschaut wie ein Opfer oder hat sich so verhalten wie ein Opfer oder was? Das war einfach einfach. Das haben sie gesehen und das ist es auch. Die Täter suchen sich ja wirklich keinen Gegner, die suchen sich ein Opfer. Und wenn man schon mental vielleicht diese Einstellung hat, dass man oder das kann ja passieren, dass man einen schlechten Tag hat und der ganze Körper kann ja nicht nicht sprechen. Und wenn man das nach außen trägt, indem man die Schultern hängen lässt, den Kopf hängen lässt, am Boden schaut oder auf die Zehen schaut oder wie auch immer, dann hat man einfach. Man nimmt automatisch eine, ich nenne es jetzt mal Opferhaltung ein. Und wenn man aber mit sich selbst im Einklang ist, unter Anführungszeichen selbstbewusst ist und einfach offen durch die Straßen geht. Schultern zurück, Brust raus und den Blick vielleicht gerade hat. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man ausgewählt wird, um ein immenses schon mal niedriger. Und da braucht man auch gar keine Selbstverteidigung anwenden. Das ist einfach nur eine mentale Einstellung zum Leben und man hat den Kampf vermieden. Und ich sage immer, ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf. Wir dürfen nicht vergessen, wir sind hier in einer Selbstverteidigungssituation und in keiner Kampfsportsituation. Das heißt, der Unterschied ist ganz einfach Beim Sport gibt es Regeln. Bei der Selbstverteidigung gibt es keine Regeln und leider oder nichts gegen Kampfsport. Kampfsport ist super. Ich bediene mich auch der Kampfsport Elemente in meinem Kurs. Nur suggeriert Kampfsport vielleicht ein falsches Gefühl von Sicherheit im Straßenkampf, die so nicht Da ist. Ich habe, wie gesagt, wie in der Vorstellungsrunde. Ich bin tatsächlich jetzt schon. Ich bin schon acht und dreißig Jahre alt, bin mit siebzehn zum Militär gegangen. Das heißt, über zwanzig Jahre meines Lebens habe ich nun schon mit Gewalt zu tun im Beruf. Und ich kann euch sagen, von Profis, Leuten, mit denen ich jahrelang gearbeitet habe in einer Stresssituation, komplexe Techniken oder Kampfsport, das findet da kaum Anwendung. Es ist wirklich eher ein Gerangel oder ein. Und da muss man irgendwie rauskommen. Also es ist. Da hilft all das Training nicht oder viel vom Training hilft da nicht. Und es wäre utopisch zu denken, dass wir in kurzen Kurseinheiten jemanden so hinkriegen, dass das drillmäßig alles funktioniert. Und auch hier müssen wir am Mindset arbeiten. Einfach. Es klingt blöd, aber schonungslos real sein und ihnen nicht irgendwas versprechen, was sie nicht einhalten können. Eine komplizierte Hebeltechnik, um jemanden zu Boden zu bringen, braucht tausende Übungen. Aber vielleicht die Schultern zurücknehmen. Aufrecht gehen, Einfach Brust raus, geradeaus schauen. Das hat man vielleicht nach fünf Mal trainieren schon drinnen oder kann man sich ganz leicht wieder in Erinnerung rufen und schon hat man ein Auftreten. Ein anderes Mindset wirkt ganz anders, nimmt Raum ein. Hallo, ich bin da. Ich sehe dich bei mir. Hast keine Meter. Auf Wienerisch. Deswegen fängt das bei uns schon im Kopf an, würde ich sagen. Und auf dem bauen wir dann auf. Wir haben in der Themenvorstellung ja schon so diese typischen Sachen aufgezählt, die Frauen so machen. Also Schlüssel zwischen den Fingern, Telefonat mit der Freundin, Straßenseite wechseln, mal kurz stehen bleiben, in der Tasche schauen. Oh ja, ich gehe dir vorbei. Oder bleibt er hinter mir stehen? Einfach so ein bisschen, um abzuchecken. Wie schaut die Lage aus? Sind das Dinge, die tatsächlich einem helfen? Oder ist man dann eher abgelenkt und und ist dann schneller in diesen doch schneller ein Opfer unter Anführungszeichen? Ich glaube, alles was den Frauen oder einem selbst irgendeine Form von Selbstvertrauen gibt, ist gut, weil wie der Stefan vorhin gesagt hat ja, ich glaube, diese präventive Wirkung ist schon mal oder diese diese das eigene Selbstvertrauen, die eigene Haltung ist schon die präventivste Art der Selbstverteidigung. Großes Ding, oder? Was wir auch in jedem Kurs sagen das Handy ist ein riesen Hilfsmittel, weil egal. Natürlich, wenn du zu zweit bist, ist es natürlich noch mal eine Spur besser. Aber so, wenn du jemanden hast, also wenn du das Handy in der Hand hast, du bist gefühlt für den Täter nicht mehr alleine. Es ist einfach noch ein. Es ist einfach eine Hemmschwelle da, dich jetzt zu überfallen. Darum will sagen, dass du den Frauen ganz oft oder das ist eigentlich ja, wie du gesagt hast, das ist ein Tipp, ein Trick irgendwie. Den hat man irgendwie in der das das wird immer aufgegriffen entweder von uns, aber meistens schon von einer Kursteilnehmerin. Und auf jeden Fall können wir das nur bekräftigen. Du bist ja nicht alleine und du fühlst dich auch tatsächlich wohler. Ja, es hat ja auch einen Grund, warum man das tut. Das ist sicherlich etwas, was hilft, grundsätzlich auch so etwas wie die Straßenseite zu wechseln. Es ist gut, das zu machen, weil eben dann oft diese Frage kommt Ja, was ist, wenn der dann nur nach der uhrzeit fragen wollte? Ja, und uns ist es ein Anliegen, den Frauen bewusst zu machen Na ja, gut, wechsle einmal Straßenseite. Es gibt ja mehr. Es geht ja nicht darum, jedem jeden, der da irgendwo irgendwie in die Quere kommt, eine zu pfeffern. Aber ich gebe die Straßenseite. Irgendwann kannst du den Zufall wahrscheinlich ausschließen und dann darfst du auch den Mut haben. Oder Bitte habt den Mut und schützt dich. Diese Tricks, die helfen tatsächlich Zu dem Schlüssel. Das haben wir auch bei jedem Kurs, glaube ich, immer so? Ja, ich nehme den Schlüssel dann und wedel meinen Mittelfinger ein oder so, und dann? Ja, warum nicht? Wenn es dir Sicherheit gibt. Man muss auf die Eigenverletzung ein bisschen auch Bedacht nehmen. Es ist halt kein Allheilmittel jetzt, aber es ist sicher. Wie schon gesagt hat, es sind so kleine Tipps, die einem ein bisschen mehr Selbstsicherheit geben. Viele haben auch ein Pfefferspray. Tatsächlich, vom Pfefferspray kann man halten, was man will, aber wenn jemand Pfefferspray hat, er braucht es ja gar nicht einsetzen. Aber viele fühlen sich einfach sicherer zu wissen ich habe eins und wenn was passiert, dann benutze ich es. Abgesehen davon, dass die meisten es nicht benutzen können, weil sie es noch nie gemacht haben. Aber es gibt ihnen schon ein bisschen ein Gefühl der Sicherheit. Ähnlich verhält es sich mit dem Schlüssel. Und der liegt ganz richtig gesagt eben das Telefonat mit jemanden, auch das fingierte Telefonat suggeriert dem Angreifer. Ja, okay, da ist noch jemand dabei, mehr oder weniger. Der hört mit und ist eben schon wieder eine Hemmschwelle. Hemmschwelle mehr und wieder eher nicht das Opfer. Weil der verhält sich ja der Täter. Ich kann ihn ganz gut vergleichen mit einem Einbrecher. Ein Einbrecher wird nie die Sicherheitstür nehmen, sondern wird immer irgendwo eine Altbautür nehmen, die er mit einem Schwung aufknackt, bevor er da zehn Minuten an einer Sicherheitstür rum tut. Die wollen keine Aufmerksamkeit. Die wollen einfach schnell zu ihrem juristisch gesagt Erfolg kommen. Und das, das ist halt natürlich so schon wieder erschwert, wenn eine zweite Person am Hörer ist, also ein sehr guter. Die kommt auch immer bei uns an Selbstverteidigungskursen wird tatsächlich mal eine Schulklasse. Da haben wir die Schüler befragt, was macht sie in so einer Situation? Und die Mädchen haben durch die Bank gesagt, sie telefonieren oder fingieren ein Telefonat. Und die Burschen haben alle gesagt Ich laufe weg. Also ja, geht auch natürlich bei mir. Der Kampf ist ein gewonnener Kampf, aber die haben gar nicht ans Handy gedacht. Nie. Ich stelle jetzt mal die zweite große Frage Und die ist Was kann man von jedem von euch lernen? Und das haben wir schon so eine gute halbe Stunde mit euch gesprochen. Und was man sicher von euch lernen kann, ist ist eine Situation und die Situation von Menschen ganzheitlich zu betrachten und vielleicht ein bisschen mehr hinter die Kulisse zu schauen, als nur das Offensichtliche. Aber mich würde mal interessieren, was ihr glaubt, was man noch von euch lernen kann. Ich glaube, was mir wichtig ist den Frauen wirklich zu vermitteln. Und da habe ich das Gefühl, das funktioniert auch ganz gut. Wie ich vorhin schon gesagt habe, war so dieser eigene Stellenwert. Aber ganz generell vielleicht so dieses wohlwollende auch vielleicht miteinander umzugehen. Ich glaube, das ist ein Riesending. Was wir ganz gerne vergessen in der heutigen Zeit. Zum einen ja. Und uns wirklich Zeit für die Dinge zu nehmen. Es ist einfach, alles so schnell und auch wirklich nett zu sein zu anderen. Wir sind also es kommen auch ganz oft zu mir Frauen wirklich mit diesem Ziel. Ich möchte mich besser abgrenzen lernen. Und ich finde nicht, dass es falsch rüberkommt. Ich finde, das ist Es ist wichtig, sich gut abgrenzen zu können. Aber ich habe das Gefühl, in der heutigen Zeit wollen dann sehr viele plötzlich einen Stacheldrahtzaun hochziehen. Und ich versuche dann die Frau noch immer daran zu erinnern Wir sind alle nur Menschen und wir, wir brauchen Verbindung. Das ist ganz, ganz wichtig und versuche sie auch in den Kursen immer dazu anzuhalten, nicht nur zu sich selbst netter zu sein, sondern tatsächlich auch zu anderen. Versuch sie dazu zu animieren, vielleicht nicht mehr so sparsam zu sein, Komplimente auch zu machen. Ja, ich glaube, alle freuen uns darüber, wenn wir ein Kompliment bekommen. Und irgendwie haben wir. Also ich habe zumindest das Gefühl, dass wir uns so oft denken, was nicht alles toll an jemandem ist. Und sei es eine Kleinigkeit. Aber wir sprechen es einfach nicht an, warum auch immer. Ja, ich glaube, wir sind einfach nicht gewohnt. Und das ist etwas, das ich den Frauen versuche mitzugeben. Und das ist vielleicht ein Punkt, den ich hier erwähnen kann. Es klingt eigentlich lustig, in einem Selbstverteidigungskurs der Zusammenhang, nett zu sein. Es ist aber tatsächlich so! Ja, was kann man von dir noch lernen, Stefan? Was man von mir noch lernen kann. Abgesehen von von den ganzen Geschichten, die ich in unseren Kursen. Es ist tatsächlich so, dass mir aufgefallen ist, dass anscheinend das Vertrauen in die Polizei sehr erschüttert ist. Liegt wahrscheinlich an den Medien oder an der Entwicklung der Weltpolitik. Keine Ahnung. Wie auch immer. Und ich habe oft im Feedback gehört, dass die Leute mir gesagt oder mir mir geschrieben haben, dass sie wieder ein bisschen durch mich wieder ein bisschen Vertrauen, mehr zur Polizei haben. Und das finde ich auch gut, weil das Schlimmste oder eines der schlechtesten Sachen, die passieren kann, ist, wenn wir ein Problem haben, um Hilfe zu bitten, weil wir Hilfe brauchen. Und letztendlich sind wir dafür da. Und wenn ich es dadurch geschafft habe, durch unseren Kurs, dass sie vielleicht schneller zum Handy greifen und eins drei, drei vielleicht gar nicht für sich selbst, sondern auch für den anderen. Wenn Sie das mitkriegen, rufen dann Gott sei Dank. Weil es ist ja leider, leider beobachte ich das immer wieder oder habe es auch schon am eigenen Leib erfahren, dass unsere Zivilcourage eher zu wünschen übrig lässt in manchen Situationen. Und für uns Polizisten ist das aber unser täglich Brot. Und ich sag's euch, wir machen das auch gern. Also wir kommen und helfen gerne, Da brauchen wir aber diesen Anruf. Diesen Ruf nach Hilfe. Und wenn ich das dadurch erreicht, dass ich wieder ein bisschen Vertrauen aufbaue und das einfach funktioniert, dann finde ich das schon toll, weil dann können wir auch helfen. Glaubst du, dass das überhaupt wichtig ist, wieder zu lernen, um Hilfe zu bitten? Es ist nicht nur die Polizei, sondern überhaupt andere Menschen um Hilfe zu bitten. Ich denke, es ist ein massives Problem. Vielleicht ist das sogar geschlechterspezifisch, würde ich sagen, weil als Mann glaube ich, dass es immer noch so ist, dass es sehr schwer ist, um Hilfe zu bitten. Gerade vielleicht in einer körperlichen Situation, weil es vielleicht Schwäche vermittelt, weiß ich nicht. Es ist wirklich schwierig, um Hilfe zu bitten, nehme ich an? Für einen Mann. Und ich war mal in einer Situation da, weil ich gerade die Zivilcourage, die fehlende angesprochen habe. Da war ich Opfer eines Raubüberfalls, da war ich noch viel jünger. Und da ist ein Taxifahrer vorbeigekommen, den ich um Hilfe gebeten habe in der Situation und er mich angeschaut hat die Situation gesehen und hat sich gedacht, da mische ich mich besser nicht ein und ist weitergefahren. Und schon war ich wieder alleine. Also da habe ich mal wirklich meinen Mut zusammen genommen, um Hilfe zu bitten. Und dann bin ich enttäuscht worden und ich bin mir ziemlich sicher, dass vielleicht eine Frau in der Situation, wenn sie um Hilfe bittet, auch die Hilfe bekommen hätte. Kann ich mir gut vorstellen. Aber als Mann, Ich sage es jetzt aus der Perspektive es ist. Es ist schon eine gewisse Überwindung, in unserer Gesellschaft um Hilfe zu bitten. Der Mann muss ja stark sein, sage ich einmal oder soll stark sein. Und ich habe den Eindruck, dass da noch ein bisschen fehlt, dass wir da in der Gesellschaft noch ein bisschen weiter gehen müssen, dass Männer zu oft auch alleine gelassen werden. Vielleicht. Vielleicht vergisst man das manchmal. Aber dass Männer sehr oft ein Päckchen auch mittragen, das man nicht sieht und dass man generell einfach mehr um Hilfe bitten soll. Und ich bin mir sicher, wenn man um Hilfe bittet, wird einem gewährt. Deshalb bin ich vielleicht zu christlich erzogen. Also ich helfe immer gerne, wenn ich kann. Ich hoffe andere auch, wenn mal Not da ist. Also um das ganze Thema Selbstverteidigung vielleicht mal ein bisschen umzudrehen Was können Männer tun, damit sich Frauen im Dunkeln am Nachhauseweg nicht bedroht fühlen? Also ich habe jetzt schon öfter gehört, dass zum Beispiel Männer dann davor rufen, ich gehe nur auch in die gleiche Richtung oder sich dann umdrehen und einen anderen Weg nehmen. Sind das Dinge, die er auch weitergibt oder. Oder habt ihr da andere Ideen dazu? Tatsächlich haben wir so einen Tipp noch nicht gegeben, weil wir unsere Kurse eigentlich für Schüler machen. Schüler, Schülerinnen, Kinder und Frauen, hauptsächlich Männer, habe ich ganz bewusst oft nicht in meinen Kursen, weil ich auch Techniken herzeigen. In den Kursen, wo ich nicht möchte, dass dir ein anderer Mann kann, weil ich auch nicht will, dass Männer wissen, was vielleicht auf sie zukommt. Und als Tipp an die Männer, wenn sie merken, dass sich eine Frau vor ihnen unwohl fühlt. Am besten ist es wahrscheinlich, einfach einen anderen Weg zu nehmen, stehen zu bleiben. Aber nach Schreien weiß ich gar nicht, ob das nicht vielleicht kontraproduktiv ist in der Situation. Also in dem Moment gedacht, Wenn das rufen würde. Ja, ich gehe. Ich gehe. Ja. Nein. Oh nein. Also ich würde da einfach vielleicht selber Straßenseite wechseln. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Dass man zwei, drei Minuten verliert? Also ja, wenn du merkst, schon okay. Die fühlt sich extrem unwohl mit mir. Das wäre mir auch unangenehm. Also, da gehe ich dann einfach auf die andere Straßenseite. Bleib stehen. Aber mir ist es noch nicht passiert. Nicht bewusst zumindest. Keine Ahnung. Tipps in die Richtung hätte ich jetzt nicht. Außer wirklich einfach dem Bauchgefühl vertrauen. Vielleicht Nicht nachschauen. Ich finde es interessant, weil wir haben vor Jahren einmal mit einem gemeinsamen Freund darüber gesprochen, wie sich so manche Situation für Frauen anfühlen, die ihm gar nicht bewusst waren. Zum Beispiel, dass man nicht in der Straßenbahn sich in den hinteren Teil der Straßenbahn setzt. Alleine, wo kein anderer Mensch ist oder wo man sich in der U Bahn hinstellt oder nicht hinstellt. Und so weiter und so fort. All diese Dinge. Und ich war überhaupt nicht bewusst, dass praktisch der Alltag für Frauen einfach anders ist. Und da will ich mich, würde ich auch gerne von dir wissen, ob das nicht auch wichtig wäre in dem Zusammenhang auch Männern beizubringen, wie sich Dinge für Frauen anfühlen. Ja, es ist voll interessant, dass du das jetzt auch ansprichst, weil wie du sagst, ich glaube auch, das können Männer so gar nicht so nachvollziehen. Und es geht jetzt auch nicht unbedingt darum, wenn ich um acht am Vormittag in die Arbeit fahre und die BIM ist komplett voll, dann wird das auch jetzt nicht so einen Stellenwert besitzen. Aber wenn ich, wenn ich abends heim fahre im Winter und es ist dunkel oder gerade früher, jetzt mit zwei Kindern. Ich gehe nicht mehr so oft fort, aber früher, wenn du dann mit der Nightline heimfährst, ich glaube, da gelten dann doch andere unter Anführungszeichen. Regeln für Frauen und für Männer, oder? Ja, wir haben da andere Verhaltensweisen in uns, was wir immer machen. Wie der Stefan schon gesagt hat, unsere Kurse sind eben vorrangig für Frauen und was wir machen, wir reden mit den Frauen darüber. Was sind denn die gefährlichen Plätze? Was machst du, wenn du in eine U Bahn einsteigst? Oder du fühlst dich in dem Waggon unwohl. Also das sind Themen, die wir so grundsätzlich behandeln. Es wäre natürlich. Ich finde, das ist ein guter Punkt. Ja. Was kann man Männern hier mit auf den Weg geben? So einen Input dazu. Stefan als Mann. Ja. Hast du dich schon mal gefragt, ob das für uns anders ist? Ja, ich glaube, es ist tatsächlich auch ein bisschen evolutionär bedingt, muss ich ganz ehrlich sagen. Das ist auch in unseren Kursen sprechen wir immer von diesem Bauchgefühl, das Frauen einfach haben, die sind. Das ist eine sensible Antenne. Die Frauen haben die Männer einfach nicht so haben. Es ist einfach so und ich glaube, dass Männer das sehr plump sind. Vielleicht kann man das so sagen und denen das gar nicht bewusst ist. Und wie du schon gesagt hast, Frauen machen sich da viel mehr Gedanken. Wo setzen sie sich hin, wie kommen sie schnell weg usw, was ja nicht schlecht ist, es ist ja eine Art Überlebensinstinkt. Und die Männer, die ja, die wurschteln da irgendwie so rum. Wie gesagt, mir wäre das gar nicht bewusst, dass wenn ich in eine Straßenbahn einsteige, dass ich eine Frau ob meiner Anwesenheit unwohl fühlen könnte würde. Also wir denken da gar nicht so weit und vielleicht wird das in manchen Situationen von Frauen zerdacht, dafür aber natürlich, man soll nicht unvorsichtig sein und der unsicherste Platz in einer U Bahn ich weiß nicht, ob ich oder Bus oder wie auch immer, das sind diese Vierersitze, wo sich zwei gegenübersitzen am Fenster, weil da kommt man am schwersten wieder raus, wenn man es ist. Den Tipp kann ich geben, wenn er ein ungutes Gefühl hat. Um nochmal zum Bauchgefühl zu kommen Wenn sich etwas falsch anfühlt für eine Frau, dann ist es falsch. Das ist wie das Amen im Gebet. Also die spüren das und dann setzt euch nicht dorthin, sondern bleibt stehen und geht woanders normal. Ein kleiner Tipp von mir ist, wenn ihr ein Lokal betretet oder eine Bahn betrete, zu einem Bus betretet, nehmt euch kurz die Zeit ein, zwei Sekunden und checkt die Lage. Schaut euch die Leute an, wie auch immer und ihr werdet sehr schnell merken, wenn etwas nicht stimmig ist. Wenn ihr merkt Ah, die Person, das passt irgendwie nicht oder die Stimmung hier ist komisch aufgeheizt oder wie auch immer, dann geht es in ein anderes Lokal oder andere Team oder wie auch immer. Ihr habt eine kurze Anekdote, die ich von Christian erzählen muss, weil die passt gerade so perfekt. Gerne. Wir waren zwei tausend neunzehn gemeinsam in London, um einen Podcast aufzunehmen und sind dann mit der Bahn relativ weit gefahren und waren schon am Ende dieser U Bahn Strecke und waren eigentlich die einzigen in dem Waggon. Und gegenüber von unserem Angesessen, der irgendwie sagen wir mal gröbere Probleme mit der Welt hatte, glauben wir und hat sich innerhalb von drei Stationen zwei Liter Flaschen Wodka reingestellt und wir waren so okay. Gut, dass wir hier Deutsch reden können, weil uns versteht keiner. Haben gesagt okay, wir steigen meine Station aus, Das ist irgendwie komisch. Okay, so weit, so gut. Dann sind wir ausgestiegen und das war. Da war es stockfinster. Wir waren die Einzigen auf diesem Bahnsteig und haben uns am Ende noch unsicherer gefühlt. Ja, und als ich im Nachhinein weiß ich eigentlich nicht, was die eigentlich bessere Variante gewesen wäre. Ja, ich glaube, was das, was das sehr gut passt, was wir immer in den Kursen sagen Es ist ein Riesenunterschied, von der Gefahr davonzulaufen oder ob man in Sicherheit läuft. Wir geben das den Frauen wirklich immer mit zu schauen? Natürlich in dem Moment, wenn. Wenn der Adrenalinstoß schon da war, ist es immens schwer. Ja, das ist, das ist uns schon bewusst, aber auch im Vorhinein dieses Bewusstsein zu schaffen. Es ist ein Unterschied, wohin ich meine Aufmerksamkeit lege. Wenn ich weiß, es ist noch immer ein Unterschied, wenn ich jetzt weglaufe. Genauso wie du gerade beschrieben hast, wer weiß, ob, ob, ob es dann nicht noch schlimmer wird? Ja, ich meine hoffentlich nicht, aber wir wissen es einfach nicht. Das heißt wieder Stefan vorhin gesagt hat, wenn wir irgendwo sind, kurz einen Moment Zeit nehmen zu schauen, fühlt sich irgendetwas nicht stimmig an und dann okay, wo wäre denn ein Fluchtweg? Wo wäre dann vielleicht das nächste Lokal oder wo? Wo schaut es hell aus? Wo sind Leute? Ja, also immer den Fokus in Richtung Sicherheit legen, nicht nur von der Gefahr weg, sondern wirklich, Wohin möchte ich denn stattdessen? Das ist ein ganz, ganz wichtiger Ansatz, oder es kann ein großer Gamechanger sein, sage ich mal. Was ich gut finde an eurem Beispiel ist, dass ihr auf euer Bauchgefühl gehört habt. Tatsächlich? Weil das Schlechteste in der Selbstverteidigung, was man machen kann, ist das Erstarren oder untätig sein, sage ich jetzt einmal und ihr habt gespürt, okay. Ihr habt es gesehen. Gut, dass ich zwei Liter Wodka da rein geschossen. Das passt nicht. Das ist nicht stimmig für mich. Ich möchte aus dieser Situation raus. Und dann seid ihr in eine neue Situation gekommen, die es wieder neu zu beurteilen gibt. Natürlich. Aber die erste habt ihr einfach dadurch entschärft, dass ihr was getan habt, dass ihr aufgestanden und ausgestiegen seid. Weil sehr oft passiert es nämlich in der Selbstverteidigung oder in so Übergriffen, dass man eben nichts tut, dass man abwartet und hofft, Es wird schon nicht sein. So vielleicht, dass man auch nicht unhöflich sein will, so wie am Anfang gesagt. Und man darf ruhig unhöflich sein in manchen Situationen, um solche Situationen zu vermeiden. Wir haben jetzt schon relativ viel immer mal wieder eure Kurse angeschnitten. Wollte sie vielleicht kurz Erzählen, wieso Kurse von euch ablaufen. Was man sie. Was man erwarten kann, wenn man zu euch kommt. Wir fangen eigentlich, wenn ich jetzt mal den groben Aufbau durchgehen soll. Wir fangen einfach meistens an uns vorzustellen und erklären auch so, wie wir euch am Anfang erklärt haben, aus welcher Intention heraus wir sie gegründet haben. Und dann erklären wir sehr schnell eigentlich auch, wie wir es hier besprochen haben, dass die Selbstverteidigung im Kopf anfängt. Dann übernimmt die Alice gleich mal und erklärt ein bisschen etwas dazu zur Aufmerksamkeit auch auf der Straße und wie man vielleicht schon Sachen entschärfen kann, bevor sie überhaupt anfangen. Wenn es dann zum Körperlichen geht, sprich die ganzen Präventivmaßnahmen nicht geholfen haben. Und es kommt nun zu einem gewaltsamen Übergriff. Steige ich ein, steige ich ein, übernehmen den körperlichen Part, sprich ich zeige Abwehr und Angriffstechniken, wie man vielleicht eine Situation mit einem mit einer Aktion beenden könnte. Das wäre natürlich der Idealfall. Ist natürlich, wenn gar nichts ist. Aber sonst? Wenn wir uns wehren müssen, dann werden wir uns aber auch richtig. Ja, also da gibt es dann keine Schonung für das Gegenüber. Das wird dann tatsächlich recht ungeschönt kommuniziert. Das kann mitunter brutal sein, aber es muss halt effizient sein. Das ist wichtig. Deswegen die ganz komplizierte Hebeltechniken oder Drehangriffe oder Sprungkicks. Das wird man bei uns im Kurs nicht finden. Bei uns im Kurs findet man einfache, effiziente Sachen. Und der Unterschied ist auch, dass wir uns hier nicht an einer Kampfsportart orientieren, sondern ich mir aus allen möglichen Kampfsportarten die effektivsten und einfachsten Sachen herausgezogen habe, um wirklich ein individuelles Programm zu erstellen, das sowohl für alt, jung, dick, dünn, groß, klein, schwer, leicht wie auch immer funktionieren kann. Und jeder kann sich da etwas mitnehmen. Die Sachen sind einfach zu erlernen, einfach umzusetzen. Das ist das A und O in der Selbstverteidigung. Weil das ist ja keine alltägliche Situation. Das heißt, es wird einfach. Das Adrenalin wird kommen, Das ist nicht. Das ist wie das Amen im Gebet, das wird, das Adrenalin wird einschießen und dann sind wir nicht mehr zu ein hundert Prozent handlungsfähig. Wir können nur angreifen. Wir können nur fliehen oder wir können erstarren. Wenn wir angreifen, ist es gut. Wenn wir fliehen, ist es gut, wenn wir erstarren. Ganz schlecht. Und desto einfacher die Sachen sind, die wieder beibringen, desto leichter tun wir, uns das auch abzurufen. Und weil wir eben gerade von dem Erstarren geredet haben, das ist natürlich dann wieder diese Kopfsache, wo dann wieder die Alice ins Spiel kommt. Ihr seht also, wir spielen uns da den Ball eigentlich in unseren Kursen immer ziemlich zu. Und das ist unser ganzeinheitliches, ganzheitliches Konzept eigentlich, das ich durch den Kurs zieht. Das heißt, ihr werdet mit Techniken versorgt, ihr werdet mit dem richtigen Mindset versorgt, Ihr werdet mit der richtigen Achtsamkeit und dem Fokus versorgt, um aus Situationen rauszukommen. Und das nicht nur jetzt in Bezug auf Selbstverteidigung, sondern diese Tipps helfen auch sage ich mal, im ganz normalen Leben bei Bewerbungsgesprächen. Wie auch immer. Und da glaube ich, machen wir das ganz gut. Und vielleicht bin ich da ganz kurz noch einhaken kann. Grundsätzlich Ich glaube, die meisten Frauen, die einen Selbstverteidigungskurs kommen, denken an die Gewalt, die von einer fremden Person auf der Straße ausgeübt wird. Und im Endeffekt wissen wir aber alle, dass Gewalt ganz anders anfängt. Erstens Gewalt fängt weitaus früher an als bei körperlichen Übergriffen und vor allem auch meistens zu einem sehr großen Teil in den eigenen vier Wänden oder zumindest im Bekanntenkreis. Und das ist etwas, das mir ein riesiges Anliegen ist und ich auch relativ zu Beginn der Kurse immer kommuniziere, auch wenn das ein Selbstverteidigungskurs ist. Mir ist es ganz wichtig, dass den Frauen bewusst ist, dass Selbstverteidigung überall ansetzt, nicht nur auf der Straße gegenüber einer fremden Person. Es ist generell wichtig zu wissen, dass man sich schützen darf. Und ich glaube, dass präventiv, um sich zu schützen, ist wirklich die Arbeit am eigenen Selbstwert. Umso wichtiger ich mir selbst bin, umso mehr Wert ich mir selbst beimessen, desto eher bin ich auch bereit, wirklich gut auf mich aufzupassen. Und ein zweiter Punkt ist, dass Hilfe fragen Ja, was wir vorhin auch schon angesprochen haben Gerade wenn ich in einer Situation bin, in der ich Gewalt ausgesetzt bin und das kann ja durchaus sehr subtil sein, dass ich mich wirklich traue, mit dieser Situation nicht allein zu bleiben, Dass ich irgendjemanden hier mit ins Boot holen, das ist ganz gleich, ob das die beste Freundin ist, ob das eine anonyme Beratungsstelle ist oder sonst jemand. Hauptsache, ich bleibe nicht alleine. Und gerade ich bekomme das einfach in meiner Arbeit sehr oft mit. Die Frauen sind dann oft sehr verunsichert und wissen gar nicht mehr Bin ich jetzt da eigentlich die Verrückte? Ist das wirklich Gewalt? Ist er wirklich so schlimm oder. Oder bin ich ja schuld? Ja, das ist oft ganz eine große Verunsicherung da und es ist wirklich wichtig, hier anzusprechen. Wenn man verunsichert ist, dann stimmt etwas nicht. Ja, und das ist das Wichtigste sich Hilfe zu suchen, irgendjemand mit ins Boot zu holen. Ja, wenn man selbst nicht mehr weiß, ist das jetzt richtig oder nicht? Dann frag jemanden oder irgendjemanden, der da raus hilft. Also ja, Gewalt fangt einfach weitaus früher an und auch wenn wir einen Selbstverteidigungskurs sind, ist mir auch hier ein. wie soll man sagen ein ganzheitlicher Ansatz wichtig oder ein ganzheitliches Bewusstsein. Ich stelle euch jetzt mal die dritte Große mit Milch und Zucker Frage, die bei dem Thema ein bisschen weit ist, weil es doch eher ein ernsteres Thema ist. Aber die dritte große Frage lautet Was bringt euch zum Lachen? Also mich? Tatsächlich ist Humor ein riesiger Faktor in unseren Kursen. Also ich glaube, Humor ist das Allerwichtigste überhaupt. Und was oder wer mich vor allem sehr oft zum Lachen bringt, ist der Stephan, weil er einfach wirklich einen sehr guten Schmäh hat. Und das liebe ich und der kommt auch wirklich in den Kursen nicht zu kurz. Und ansonsten mach ich manchmal bringen mich auch einfach dann die einfachsten und dümmsten Dinge zum Lachen. Ich glaube, das war erst kurz. Vor zwei drei Tagen haben wir mal wieder eine Folge geschaut Two Broke Girls und ich kann einfach über diese Art von Humor einfach nicht mich zerkugeln. Umso leichter, desto angenehmer. Ja, dem kann ich mich anschließen. Also mich bringt sehr viel zu lachen. Ich glaube, ich kann von mir sagen, dass ich generell ein sehr leicht zum Lachen bringen der Mensch bin. Ich lache auch sehr gerne Und ja, mir taugt auch voll Situationskomik, wenn jetzt irgendwer weiß ich nicht ausrutscht oder so klingt blöd, aber so ganz banale Sachen. Ich weiß nicht. Ich bin jetzt nicht unbedingt schadenfroh, aber alles, alles was mich nicht traurig macht, bringt mich zum Lachen. Ist auch ein bisschen überzogen, aber ich lache einfach sehr gerne und sehr viel. Ich glaube, wir können auch gut über uns selbst lachen. Ja, das auf jeden Fall. Das auf jeden Fall oft genug. Wie kann man sich das bei den Kursen vorstellen? Weil irgendwie so, wenn ich so im Kopf habe, so klassische Selbstverteidigungskurse, wird da ganz oft so Situationen nachgestellt und so und das ist jetzt ich glaube, manchmal ist es auch lustig dargestellt. Deswegen stelle ich die Frage jetzt auch da. Aber in Wahrheit ist es ja eigentlich nicht lustig und eigentlich sollte man es auch nicht irgendwie runterddeln, oder? Also wie? Wie geht ihr damit um? Auch die Ernsthaftigkeit zu behalten, auch in Situationen, wo Leute sich unwohl fühlen und lieber darüber lachen würden. Ja, tatsächlich haben wir die Rückmeldung bekommen, dass wir das sehr gut schaffen, dass wir irgendwie doch auf humoristische Art am Anfang ein bisschen auflockern und die Themen, wo es jetzt sage ich mal, noch nicht so schlimm wird, ganz gut rüberbringen, aber die notwendige Ernsthaftigkeit dann doch immer da ist. Also wenn es dann ans Eingemachte geht, dann fällt mir schon auf, dass ich die Stimmung auch ändert, aber der Fokus voll da ist. Also es ist jetzt nicht so, dass wir Angst machen oder etwas, sondern wir sind einfach. Ich spreche sehr viel aus der Praxis, das heißt, das sind keine fingierten Beispiele oder irgend ein Schauspiel oder irgendein Hirngespinst, das wir uns da aufziehen, sondern es sind tatsächliche Sachen, die passiert sind und da oder auch wenn die Betroffenen die Kursteilnehmer sagen, es war die und die Situation, was hätte ich anders machen können? Dann nehmen wir das und arbeiten das gemeinsam auf. Und da ist dann ist auch da muss man schon aufpassen, da ist nicht viel Spielraum für Humor, ist ganz klar. Aber ich finde, er darf dennoch nicht fehlen. Und wenn der Humor da richtig gesetzt ist, ist der Kurs cooler. Die Leute freuen sich, wenn sie was gelernt haben, machen es gern, kommen gern wieder, werden offener, werden dadurch auch vielleicht ein bisschen. Haben sie mehr Selbstvertrauen und das nimmt eine super Dynamik an, dann eigentlich eigentlich mit den Humor an die richtigen Stellen gesetzt. Ohne die nötige Ernsthaftigkeit außen vor zu lassen. Funktioniert das wirklich tadellos, würde ich sagen. Ihr habt es ja vorher auch schon erwähnt. Man findet es auch auf eurer Homepage. Arbeitet ja auch mit Schulen zusammen und mit Firmen. Wie unterscheiden sich die Kurse mit Schülerinnen und Schülern? Und jetzt erwachseneren Leuten. Unsere regulären Kurse sind tatsächlich für Frauen. Bei Schulen arbeiten wir auch mit Burschen zusammen. Wenn das so. Also je nachdem, wie es gewünscht wird. Wir hatten es auch schon mal ganz spannend Eine Schulklasse, eine sechste Klasse AHS, die wir mit beiden Geschlechtern gemacht haben und sie aber dann für jeweils. Also ich glaube, für eine Stunde haben wir sie separiert und ich war mit den Mädels der Stefan mit den Burschen und natürlich der Fokus ist ein anderer. Also ich muss sagen, hier haben wir dann auch sehr viel Rollenbildarbeit mit eingebracht. Also wir überlegen uns dann schon sehr gut, was macht denn in dieser Alterskategorie dieser Zielgruppe dann am meisten Sinn, wenn es um das Thema Sicherheit und Stärke geht? Und das sind einfach unterschiedliche Sachen. Und mit sechzehn sind Chaothema bestimmt bestimmt ein größeres Thema als bei Achtjährigen. Ja, dafür ist vielleicht das Codewort mit der Mama ausmachen eher bei den Jüngeren ein Thema. Also ich glaube das sind einfach. Ja, wenn es um das Thema Sicherheit geht. Da gibt es einfach eine große Bandbreite, wo man ansetzen kann. Und das hat sich ja entwickelt. Dieses ganze Projekt. Und mittlerweile können wir sagen, wir haben wirklich viele Erfahrungen machen dürfen, auf ganz unterschiedlichen Ebenen, mit unterschiedlichen Zielgruppen. Und von daher ist auch unser Repertoire einfach gewachsen und wir wissen, was in welcher Zielgruppe am sinnvollsten ist. Wenn ich schon so schön über Zielgruppen spreche es wäre auch eine Frage Was sind eure Zielgruppen und wie kommt ihr vielleicht auch an Gruppen, an Frauen, die nicht von sich aus so leicht sagen Ich gehe jetzt einen Selbstverteidigungskurs, wo vielleicht auch der Mann was dagegen hat oder so, aber wie kommt sie an die Frauen dran? Das ist ein tatsächlich großes Thema, weil mich das selbst dann auch tatsächlich auf der einen Seite natürlich aus wirtschaftlicher Sicht dann interessiert und auf der anderen Seite natürlich auch. Das ist ein absolutes Herzensprojekt. Es ist nicht so, dass wir da gesessen sind und gesagt haben okay, welche Geschäftsidee ziehen wir da jetzt groß? Sondern es ist wirklich entstanden und wir machen das von Herzen. Und wir wollen damit etwas Gutes tun. Und wir wollen damit Frauen erreichen und natürlich insbesondere die Frauen, die es brauchen. Und das ist ganz, ganz schwierig oft. Und ich habe den Eindruck, Selbstverteidigung. Jede Frau denkt sich hier sollte man mal gemacht haben, aber es wirklich zu tun, das dann doch etwas anderes. Also was wir merken, weshalb wir auch einen großen Fokus mittlerweile auf Firmen gelegt haben. Wenn das dann. Die Hürden sollten so gering wie möglich sein. Also es ist sehr gut, wenn eine Firma sagt so, das biete ich jetzt für meine Mitarbeiterinnen an, dann ist die Chance schon mal viel größer, dass eine Frau sagt Ja, passt, jetzt wird mir das schon so am Tablett serviert. Jetzt sage ich ja. Was auch toll ist Wir arbeiten wirklich mit einem Verein zusammen, über den wir auch die Möglichkeit hatten, unsere Kurse bereits gratis anzubieten. Und da kommen wir natürlich auch an eine Zielgruppe heran. Eine sehr vulnerable, sage ich mal an die, an die es so gar nicht so einfach ist und worüber wir uns auch wirklich immens freuen. Aber da geht es natürlich um viele Kooperationen aufbauen, viel Netzwerkarbeit und auch Glück. Ja, und auch im Kleinen, weil wir haben tatsächlich auch Aktionen. Zum Beispiel wenn du mit deiner Freundin kommst, ist es schon mal günstiger. Vielleicht. Und ich glaube dadurch auch. Oft ist es nämlich so, dass man vielleicht eine Freundin hat, die sagt Dir wird es gut tun oder mit dir würde ich es gerne machen. Und da ist dann auch gleich die Hemmschwelle eine ganz andere. Man sagt ja okay, alleine hätte ich es vielleicht nicht gemacht, aber zu zweit. Sie muss dann durch und das ist dann auch super. Also so funktioniert das dann im Kleinen sozusagen. Ich will jetzt mal die letzte Große mit Milch und Zucker fragen. Das ist Reisen in die Zukunft. Das sind fünf Jahre vergangen. Wir haben das Jahr zwei tausend ein und dreißig. Wenn ihr auf die letzten fünf Jahre zurückblickt, was ist im besten Fall in eurem Leben passiert? Also, Österreich ist einmal Fußballweltmeister geworden. Na ja, liegt übernimmt gerne Fußball. Hätte man schon. Im Bestfall haben wir viel Zeit mit unserer Familie, mit unserer Familie gegründet, mit unseren Kindern. Auf geschäftlicher Ebene oder um auf sie zurückzukommen, wollen wir natürlich auch, dass das wächst. Also wir sind da, wie ich vorhin schon gesagt habe, wir sind da gerade an einem großen Projekt dran. Sicherheit. Ich habe das Gefühl, die Welt So wie Sie irgendwie. Es wird alles schneller, es wird irgendwie gefühlt, instabiler, unsicherer. Ich merke das persönlich. Ich merke das in meinem Bekanntenkreis. Ich merke das bei meinen Klientinnen irgendwie. Jeder sehnt sich nach dieser inneren Stabilität immer mehr. Dieses Kontrollbedürfnis wird irgendwie größer. Mehr Kontrolle werden wir nicht mehr kriegen. Aber ich glaube, umso wichtiger ist es, dass wir uns mit dem Themen inneren Stabilität auseinandersetzen und schauen, dass wir für uns Sicherheit in uns finden. Und ja, wir sind gerade dabei, hier wirklich ein großes Konzept zu erarbeiten, das wir gerne Ende dieses Jahres starten möchten. Was wirklich eine eine Begleitung sein soll von Frauen, die sich hier wiederfinden. Und in fünf Jahren konnten wir damit dann hoffentlich bereits tatsächlich noch mehr Frauen helfen als jetzt. Und zwar auch Frauen, die nicht in Wien leben und denen wir nicht über unsere Kurse helfen können. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Was würdet ihr euch allgemein wünschen, damit sich Frauen im öffentlichen Raum oder auch zu Hause sicherer fühlen können? Was ich mir allgemein wünschen würde, ist jetzt gar nicht so auf die Frauen bezogen, sondern eher auf die Männer. Dass die Männer einfach wieder ein bisschen mehr alte Werte hochleben lassen würden. Einfach ein bisschen mehr Gentleman Wie das sind. Und die Frauen wie Frauen behandeln. Also, wie das, was sie sind, behandeln. Und ich finde das da. Das ist ja für mich oft sehr erschreckend mit anzusehen, wie Frauen, Mädchen, Kinder behandelt werden. Also das. Also ich glaube das. Eigentlich ist es ja schade, dass es Selbstverteidigungskurse geben muss. Tatsächlich, in einer idealen Welt würde es das nicht geben. Aber da müssen halt alle zusammenarbeiten und vielleicht sollte man da vielleicht ansetzen, weil wir sind ja nur da. Also wir sind dafür da, dass die Frauen sich verteidigen können. Aber warum müssen sie sich überhaupt verteidigen? Das ist die Frage, die wir uns stellen müssen eigentlich, ob da nicht irgendwie ein sozialer Wandel her sollte, dass ob da nicht mal den Männern ein bisschen der Kopf gewaschen gehört, schon in der Schule vielleicht, dass die sich einfach vielleicht zusammenreißen, einfach einfach eine bessere Erziehung. Ich wurde so nicht erzogen. Ich werde meine Kinder sicher nicht erziehen. Also da, da finde ich, gehört der Hebel angesetzt. Tatsächlich nicht bei den Frauen, sondern bei den Männern. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Gut gesagt. Perfekt Dann, wenn ihr beide nichts mehr dazu zu sagen haben, sagen wir sind am Ende angelangt. Schon mal vorweg. Vielen, vielen Dank, dass ihr da wart. Es war so ein spannendes Thema. Ich rede wahnsinnig gerne drüber. Gibt es denn noch etwas, was ihr den Hörerinnen und Hörern gerne mitgeben möchtest? Wo findet man euch, Wie kann man eure Kurse buchen etc. pp. Also online findet man uns auf Xing Bindestrich die hellen T. Dort ist auch der Link zu Instagram. Genau. Da findet man uns unsere Kurse. Wir haben jetzt einen im April. Das wird sich nicht mehr ausgehen mit dieser Podcastfolge. Aber wenn sie. Wenn sie online genommen wird, wird auch schon ein neuer Kurstermin stehen. All die Infos dazu findet man vor allem auf der Website. Mit Instagram, muss ich sagen, waren wir ein bisschen nachlässig. Wie gesagt, zwei kleine Kinder. Also irgendwie. Man möge uns verzeihen. Jeder der Kinder hat immer zu wenig Stunden. Aber das ist etwas, was wir gerade wieder den Fokus verstärkt darauf setzen wollen. Das heißt, auch hier wieder wird man in Zukunft wieder mehr finden. Aber ich würde sagen, vorrangig mehr Infos, vor allem auf der Website derzeit. Dann bleibt mir noch zu sagen Vielen, vielen Dank, dass ihr uns in eure Welt mitgenommen habt, uns ein bisschen da auch die Augen geöffnet hat, wie man zum Thema Selbstverteidigung stehen kann und wo man Ecken und Kanten sind, die man vielleicht noch nicht überlegt haben. Also vielen, vielen Dank euch beiden an uns alle. Unsere restlichen Podcastfolgen findet man auf unserem Blog unter www. Mit Milch und Zucker, eat und auf allen gängigen Podcastplattformen.

Über diesen Podcast

Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken.

Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen.

Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage:

Mit Milch und Zucker?

von und mit Christiane Hurnaus, Brenda Annerl

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