mit Milch und Zucker

mit Milch und Zucker

Transkript

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00:00:00: Hi, Christiane hier.

00:00:01: Bevor wir starten und ich euch mit Willkommen zurück bei Mit Milch & Zucker begrüße habe ich noch ein persönliches Anliegen an Euch.

00:00:07: Ich hab meine große Leidenschaft das Schreiben in Form eines Instagram-Accounts öffentlich gemacht.

00:00:12: Unter Add die Körnerin schreibt veröffentliche ich regelmäßig Kurzgeschichten Texte, Alltagsgedanken Und nehme Euch mit auf meinem Weg ins Autorinnen Dasein.

00:00:20: Ab Juni begleitet ihr mich dort außerdem Auf unserem Wohnmobil Road and Trip quer durch die USA.

00:00:25: Wer wissen will wann ich wieder nach Österreich komme Wie mein Leben dort aussehen wird?

00:00:29: Die Antwort gibt es dort auch.

00:00:30: Den Link zum Account at die Körnerin schreibt findet ihr in den Shownotes.

00:00:34: und jetzt viel Vergnügen mit der heutigen Folge!

00:00:52: Willkommen bei Mit Mich und Zucker, wo

00:00:54: wir mit Menschen Kaffee trinken

00:00:56: damit ihr sie kennenleinen könnt.

00:01:02: Willkommen zurück bei Mit mich und Zucker.

00:01:04: neue Woche, neue Folge.

00:01:06: im Fenster über mir ist wie immer die Brenda Hallo.

00:01:10: Und im Zoomfenster unter mir kein unbekannter Max Hammel isst heute wieder bei uns.

00:01:15: Hallo, ich habe mich gerade voll gewundert, Brenda.

00:01:18: Weil du bei mir immer, wenn du mir Spahnreichten schickst, sagst du immer guten Morgen, guten Morgen oder hallo, hallo.

00:01:22: Das sagt sie bei mir auch immer.

00:01:24: Warum sagt es euch nicht mehr mit Milch und Zucker?

00:01:26: Ich habe mich so zweierlos erwartet!

00:01:29: Ich überdachte, dass Sie es gleich.

00:01:30: beide sprechen in den Zoom-Fenstern und machst gleich einen hallo halo.

00:01:34: Wahrscheinlich habe ich einzelne Begrüßungen für Podcasts und für Sprachnachrichten.

00:01:38: Ich glaube das ist so wie mein Kopf unterteilt.

00:01:40: Die beiden

00:01:41: Persönlichkeiten...

00:01:44: Aber immer noch many talents.

00:01:47: Begrüßungen bei Big Talent!

00:01:49: Ja genau, der Max war schon öfter bei uns.

00:01:52: Du warst bis jetzt insgesamt das vierte Mal bei uns.

00:01:55: zweimal warst du schon Gast und einmal warst so Host nämlich du warst Host unsere Geburtstagsfolge im Jahr zwanzig-vierundzwanzig also wir sechs Jahre alt geworden sind die Schulreife erreicht haben.

00:02:08: Zwanzig vierund zwanzich warst auch als Gast.

00:02:10: Wer das nachhören will, wir geben die Folgen mit dir alle in die Show Notes.

00:02:15: Damit man den Max Overkill bekommen kann werde ich aber trotzdem noch nicht kennt.

00:02:19: dem stelle ich dich jetzt ein bisschen vor, damit die Leute trotzdem auch wissen mit wem sie es heute zu tun haben.

00:02:25: Du bist seit dem letzten Jahr Creative Director und Leiter der Videoabteilung am Schauspiel Köln.

00:02:33: Dort hast du unter anderem das Free-Branding und die Kampagne für die erste Spielzeit unter dem Intendant Kai Vogels gemacht.

00:02:39: Von zwanzigzwanzig bis fünfundzwanziger hast du auch die Videoabteilung im Volkstheater Geleitet.

00:02:46: Von dort aus haben wir dann die Geburtstagsfolge aufgenommen, meine Kamincherinnen, da bist du in diesem Soundkastel gesessen.

00:02:50: Stimmt!

00:02:52: Du hast Videokonst aber auch unterrichtet u. a. an der Temple University in Tokyo, an der Universität für angewandte Kunst in Wien und der Universitäten für Musikunddarstellende Kunst in Graz sowie an der Kunstuniversität Links, fast aus dem Creative Director der Bierpartei von zwanzigzwanzig bis zwanzivvier.

00:03:12: Du warst im Bezirksrat in Wien, hast zwischen zwanzzigzehn und zwanzichzwanziger als Regisseur und Kameramann gearbeitet, hast eine Million Projekte realisiert, bist von Japan über Frankreich bis nach Brasilien gereist, wurdest auf Festivals, also deine Videos wurden noch Festivals gezeigt, hast Reise kassiert alles Mögliche!

00:03:31: Und jetzt bist

00:03:32: du wieder bei uns!

00:03:35: Homecoming.

00:03:38: Homecoming ist auch ein gutes Stichwort, weil die Brenda erklärt jetzt mal das Thema und dass es heute gehen wird.

00:03:44: Als Thema haben wir uns überlegt Gut bei Österreich Auswandern nach Deutschland.

00:03:49: Heute haben wir einen unserer Stammgäste zu Gast und wollen mit ihm übers Auswanderen sprechen.

00:03:53: Du bist genau vor einem Jahr nach Köln ausgewandert.

00:03:56: Neu Job, neue Tätigkeitsbereich neuer Stadt.

00:03:59: Auswandering ist ein großer Einstieg im Leben den Ort, an dem man lange gelebt hat zu verlassen, die Wohnheiten hinter sich zu lassen, sich mit neuer Bürokratie auseinanderzusetzen und nicht zuletzt Familie und Freundinnen nicht mehr im direkten Umfeld zu haben.

00:04:12: Für dich hat sich aber nicht nur der Ort verändert sondern auch der Job von einer Videoabteilung am Volkstheater hin zum Creative Director am Schauspiel Köln.

00:04:20: auf dem ersten Blick könnte man sagen vom Kreativbereich ins Büro.

00:04:24: Wir wollen aber heute mit dir darüber sprechen, was diese Veränderung für dich bedeutet und wie es sich anfühlt im kreativen Umfeld unter Anführungszeichen in Büro zu arbeiten.

00:04:35: Außerdem interessiert uns welche bürokratischen Hürden die beim Auswandern begegnet sind und ob Auswander nach Deutschland wirklich so unkompliziert ist, wie man das glauben könnte?

00:04:44: Wir wollen auch mit dir etwas vermissen und heim besprechen!

00:04:48: Und natürlich wollen wir wissen, ob du Kaffee gegen Kölscht getauscht hast Und ob du schon ein bisschen ein Piefger geworden bist.

00:04:56: Aber wir fangen wie immer an mit den Questions to go und die Christiane hat die erste.

00:05:01: Österreich oder Deutschland?

00:05:04: Nein, Entschuldigung!

00:05:06: Hotel oder Zelt?

00:05:07: Hotel ganz eindeutig.

00:05:10: Reden oder zuhören?

00:05:11: Zuhören.

00:05:13: Uli würde sagen reden.

00:05:14: Welcher Ort hat dich überrascht?

00:05:16: Ich muss mich für einen entscheiden.

00:05:17: jetzt glaube ich Köln lustigerweise.

00:05:19: Kölnen habe ich überrasacht.

00:05:22: Was ist mit efforting

00:05:24: Eferding kenne ich seit meiner Kindheit.

00:05:26: Da war weniger überraschend, sondern mehr... Ich hab versucht den Ort zu überraschen mehr als er mich überrascht hat glaube ich.

00:05:31: Was ist der beste Geruch?

00:05:32: Petrik Horr

00:05:33: Das hast du das letzte Mal auch schon gesagt.

00:05:35: Ja!

00:05:36: Ich habe mich gerade in der Sekunde gefragt, weil lustigerweise.

00:05:39: ich bin letztens in Köln in einer Bar gesessen und da ist einfach ein riesengroß Petrikor gestanden und ich hab gesagt so, mich lasst dieses Wort nicht mehr aus.

00:05:47: und dann war ich gestern nach dieser Premiere Stimme vor der Tür es fang zum Regen an und da sagt er so Boah wie heißt noch mal das wenn Wasser auf Stein trifft diese Geruch?

00:05:56: Und ich sag das gibt's doch nicht.

00:05:58: Das Wort ist einfach...

00:06:00: Ich muss dich tätowieren lassen.

00:06:03: Ich glaube, es gibt eine Band die heißt Boren in der Club of Gore.

00:06:07: Das ist so eine Band, die spielt so Jazz aber in Zeitlupe und ich bild mir ein dass die auch mal einen Geruchsnamen das Album Namen hatten.

00:06:14: Ist es Patjuli?

00:06:16: Weiß ich nicht mehr.

00:06:16: Ich glaube ich bleibe bei Petrikor.

00:06:18: Wenn du einen Feiertag erfinden könntest wofür wäre er

00:06:21: zum feiern?

00:06:22: Du hast mir gerade ein Loch ins Hirn gefragt vielleicht einfach jeden Montag zum Feiertage machen weil Das war der unerträglichste Wochenende, das ich weiß gar nicht.

00:06:30: Weil wenn ich sagen würde ein Feiertag für meine Mama wäre mein erster Amt dort gewesen und mir dachte ich kann eh einen Geburtstag feiern eigentlich!

00:06:35: Vielleicht ein Feiertag für den Tag wo der Orbern nicht mehr Präsident von Ungarn ist?

00:06:40: Dafür will ich ihn Feiertagein richten.

00:06:42: Wenn dann in den Tagen jemand anders sein könntest wer wäre es?

00:06:45: Ich habe mir letztens gedacht würde ich gerne lieber ein einziges Mal Sänger sein einer Band die im Wembleystadion spielt oder Fußballspieler eines Teams, das im Family-Stadion spielt.

00:06:58: Und ich glaube, ich wäre einen Tag der Dave Grohl beim Family- Stadionkonzert eher.

00:07:02: Danke sagen möchte ich!

00:07:04: So Formaten wie eurem dass es die immer noch gibt und man da einfach irgendwie als Auslandsösterreicher irgendeine Sachen, an denen man sich klammern kann, die immer wieder kommen so... Die eine mal ein bisschen wie die Sterne auf dem er schaut, die irgendwie auf den Nordhalbkugel zumindest überall die gleichen sind, da hat man so ein bisschen Erdungsgefühl.

00:07:23: Ja, danke schön.

00:07:24: Und die Lässefrage bei dem Quest to Go ist immer wie trinkst du da einen Kaffee?

00:07:28: Momentan wieder mit Kuhmilch.

00:07:31: Wie sagt man zu einem kurzen Kaffees mit Milch?

00:07:35: Espresso-Marquiatto.

00:07:36: Das ist gerade mein Lieblingssing.

00:07:37: Das mache ich mir jeden Tag in der Früh.

00:07:44: Perfekt!

00:07:45: Seid du das letzte Mal bei uns warst?

00:07:47: Stell dir nämlich jetzt gerade die S-Große mit mich und Zucker.

00:07:51: Was ist oder war der beste Kaffee, den du da getrunken hast?

00:07:54: Und daran anschließend gleich die Frage aus der Themenvorstellung.

00:07:57: Hast Du Kaffeeschon gegen das Kolsch getauscht?

00:08:00: Das wäre bedenklich!

00:08:02: Ja, es ist ja so lustig am Kolsch.

00:08:07: Ich habe selber nicht gekannt bevor ich hierher gezogen bin und es gibt auch viele Leute, denen ich das immer wieder erklär und vor allem wenn man das irgendwie das Gefühl Österreichern erklärt.

00:08:18: Es ist ja sehr verwirrend für Leute, dass man in Köln wirklich so ein Nullzweier Bier trinkt.

00:08:23: Aber es ist schon krass charmant!

00:08:25: Es besticht einen einfach damit, das man sich einfach denkt... Ach, ein Kölsch geht immer!

00:08:30: Das ist doch wurscht, das sind Null-Zwei-Bier.

00:08:35: Schief hingeschaut und das ist weg aus dem Glas.

00:08:37: Also man hat das Gefühl mit riesen Händen, wenn man das trinkt so.

00:08:41: Part of the funk!

00:08:42: Aber der beste Kaffee für mich ist immer der Reise-Kaffeekoffe.

00:08:46: Ich habe ja immer so den ersten Kaffeen woher hinkommt.

00:08:49: Und ich war letzten Sommer in Tokio einen Monat lang... ...und auch wenn Tokio nichts mit Kaffees zu tun hat.

00:08:54: Für mich ist wirklich immer der erste Kaffae, wenn wir irgendwo ankommen bei einer Reise.

00:08:57: Das ist einfach schon Magic.

00:08:59: Wahrscheinlich ist es nicht Platz eins Land der Kofelkultur?

00:09:03: mit viel der Kaffee lieber und so.

00:09:05: Aber wie ist es in Japan, da haben die überhaupt eine Kaffeetradition?

00:09:11: Haben sie schon?

00:09:12: weil irgendwie die Japaner gefühlt... Ich weiß nicht ob ich das aus irgendeinem anderen Land bis jetzt keiner gelernt habe aber die Japanern kopieren schon wahnsinnig viele kulturelle Dinge.

00:09:24: So du kriegst in Japan wo ja da weiß ich ganz viel so Pancakes oder Schaumrollen, also du kriegst Sachen wo du es kühl hast.

00:09:32: Moment mal das gehört für mich im Kopf eigentlich nicht dahin aber sie lieben immer diese Sachen und irgendwie so zu perfektionieren auf eine Art und Weise.

00:09:39: Also du gehst in einen Kaffee, du beschläßt dein Kaffeesprach der Zeitung bis er ist und dann kommt irgendeine Kaffeetasse mit dem Ur-Orgenmilchschaum Konstrukt in dem ärgsten Glas und man würde irgendwie so depot sagen, alles was du machen kannst.

00:09:54: Du wirst jemanden in Japan finden, der es besser kann.

00:09:59: Ich habe dort wirklich die ärgste Pancakes meines Lebens gegessen.

00:10:02: ich weiß nicht wie die das gemacht haben.

00:10:04: Die haben so diese Fluffy Pancakes, die so riesengroß sind und super luftig und keine Ahnung ist schon spannend.

00:10:12: also ich würd sagen so jetzt kein Kaffee Land per se.

00:10:14: Aber wenn du einen Kaffee willst, kriegst du einen extrem guten Koffeetor zu.

00:10:19: Wollen wir heute nicht über Japan sprechen?

00:10:21: Auch wenn es sehr interessant ist... Ich auch die

00:10:23: zwei Wochen hinfahre wieder!

00:10:25: Echt?!

00:10:26: Ja ich freue mich voll.

00:10:29: Ich begleite die Uli meine Frau weil sie dort eine Ausstellung hat und ich hänge mich einfach an und bin ihr Assistent.

00:10:37: Sehr cool aber dann müssen wir halt mal mit euch beiden über Japan reden.

00:10:43: Da werden die Fragen sogar eher über reden als bei Zuhörn bei mir.

00:10:50: Aber wir wollen eigentlich immer in dem Fall deine Reise nach Köln sprechen, weil ich hab's ein bisschen mitbekommen wie das so war.

00:10:58: aber wir wollen es gerne mit unseren höheren und höherem teilen.

00:11:01: Wie war das für dich?

00:11:02: Wien zu verlassen Zelte abbrechen Und den Kölnen Zelte aufbauen und ankommen.

00:11:08: Es

00:11:08: ist irgendwie interessant Weil so gefühlt Denkt man sich vorne weg, so was kann daran zu schwer sein.

00:11:14: Weil das Lustige ist.

00:11:15: wir wollten eigentlich generell auswandern also einfach nicht jetzt so auswandert im Sinne von für immer weg sondern Wir haben schon länger so am Plan gehabt.

00:11:23: lassen es doch mal irgendwo anders wohnen Einfach nur um ein bisschen die Käseglocke österreich vom außen zu betrachten.

00:11:29: und Am Anfang war am plan Mexico City irgendwas ganz verrücktes irgendwas keine Ahnung.

00:11:35: Und dann ist das Job angeboten Köln gekommen.

00:11:37: Es war irgendwie so, warum nicht?

00:11:39: Köln hätte mir jetzt gar nicht im Schirm gehabt.

00:11:40: Ich habe vorher in meinem Leben noch nie über Kölne nachgedacht und dann dachte ich, okay, da machen wir Kölnen und dann vielleicht das andere ist.

00:11:46: Und ich habe schon ein bisschen unterschätzt wie ... Heftiges trotzdem ist, in ein anderes Land zu ziehen.

00:11:53: Auch wenn es nur Deutschland ist und das Gefühl hat... Es gibt so viele Basics die man kennt.

00:11:57: Man kennt so halbwegs die Kultur und man kennt so Halbwegste Sprache.

00:12:01: Aber es war dann doch einfach ein Ritt!

00:12:03: Am Anfang macht man sich sogar gar nichts Gedanken weil sie seh alles aufregend immer fahrt eh hin und so.

00:12:07: Und da kommt man da an und dann passiert's mir echt sieben mal mit dem Zeug um und Uli ist am Anfang.

00:12:13: also meine Frau ist im Anfang noch nicht direkt mitgekommen sondern ist noch eine Zeit lang in Wien geblieben und da war ich in Köln und da bin ich da gesessen.

00:12:18: Da bin ich erstmal drauf gekommen Ja, was mache ich jetzt eigentlich?

00:12:23: Mein Job geht noch nicht los.

00:12:24: Es ist noch keiner da.

00:12:25: Ich habe keine Freunde hier.

00:12:27: Keine Ahnung!

00:12:28: Und dann geht man mal so irgendwie ein bisschen da gesparzieren und das ist so... jaaah!

00:12:32: Dann setzt man sich in den Bar rein, dann geht mir wieder heim und es ist doch anfangs so.

00:12:36: Man merkt so dass man, dass es irgendwie gefühlt Christiane meine ich so wirst du es wahrscheinlich verkennen von nach Amerika ziehen.

00:12:44: Man hat so überhaupt keine Habits, die mir jetzt irgendwie so automatisiert in der neuen Stadt machen kann.

00:12:50: Man muss irgendwie am Anfang sich alles neu erarbeiten und ich hatte es überrascht wie sehr das in Köln auch sowohl so nahe liegt weil ich bin schon mal nach Paris gezogen und habe dort eineinhalb Jahre gewohnt Und da ist man irgendwie logischer vorkommen dass man sich nicht so auskennt.

00:13:05: Aber es ist auch sogar in Deutschland so, dass du... Du musst kurz irgendwas aus der Apotheke holen und dann kommst du drauf.

00:13:12: Warte mal!

00:13:13: Das gibt's in Deutschland gar nicht in der Apothekis und da muss man einen anderen Shop gehen und dann suchst du den Shop und dann... Kommst du darauf?

00:13:19: Warte, die haben das in ganz anderen Mengeneinheiten.

00:13:21: Ich muss da was anderes kaufen.

00:13:22: Das heißt anders.

00:13:24: Man hat das Gefühl am Anfang alles ist irgendwie effort.

00:13:28: Es ist alles irgendwie strangely energiesaugend bis man da irgendwann einmal reinkommt und sein Alltag hat.

00:13:34: Aber andererseits ist es der krasse Kontrast von mich im Vergleich vom Österreich nach Paris gehen, zum Österreich nach Deutschland gehen.

00:13:42: Weil ich jeden scheiß Chatchi BD gefragt habe!

00:13:44: In Deutschland hat's uns zuerst einmal gleich heißen kannst du mir deine Steuernummer sagen?

00:13:48: und die sage ich hab doch keine Steuernummer.

00:13:50: Und dann doch die kriegst du mit der Wohnsitzmeldung.

00:13:53: und in Chatcha BD wo melde ich den Wohnsatz an?

00:13:56: Wo hab' ich auf der Wohn-Sitzmeltungen meinen Steuernommar gekriegt oder so... Und ich habe meinen Job angefangen und dann kriege ich eine Mail von meinem Arbeitgeber mit, wo ich mich versichern will.

00:14:07: Ich kann entscheiden wo ich mir versichere?

00:14:09: Ich weiß doch gar nicht!

00:14:10: Keine Ahnung... Ich bin das nicht gewohnt und ich frage mich manchmal wie ich das vor Chatchapity-Zeit eigentlich gemacht hätte.

00:14:16: Weil ich hab mir alles einfach ... Riesenunterhaltungen über mein ganzen Umzug.

00:14:20: nur über Hallo Chachapity Was für Versicherungen kann ich denn in Deutschland überhaupt nehmen?

00:14:26: Wo muss sich das angeben und muss ich da was ausfüllen?

00:14:29: oder?

00:14:29: Und dann kommt man drauf, dass in Deutschland das richtig kompliziert ist.

00:14:33: Wenn du eine private Versicherung nimmst und die dir zu teuer wird, dann kannst du aber nicht mehr auf eine öffentliche Umsteigen oder nur auf manche.

00:14:39: Und wenn du in die eine Versicherung gehst, dann sagen die anderen nehmen sie dich nicht mehr weil die versicheren wollen irgendwie so ein Exklusivitätsstatus.

00:14:45: Dann musst du da vorher das ganz genau überlegen und im Endeffekt macht man ja eh alles aus dem Paar heraus.

00:14:50: Aber es ist trotzdem stranger gewesen als ich gedacht hätte.

00:14:53: Hatte ich das abgeschreckt oder genervt?

00:14:57: Es klingt so, als hättest du es die einfache vorgestellt!

00:14:59: weißt du es dann, die meinte viel klar.

00:15:01: Ja ich habe abgeschreckt nicht direkt weil man doch trotzdem irgendwie das überwiegt dass man denkt brauche ich bin jetzt in einem neuen Ort und muss Leute kennenlernen und so.

00:15:11: aber es hat mich einfach umfassbar müde gemacht.

00:15:14: Ich war am Anfang unglaublich viel sofort am schlafen am Abend und lang schlafe am nächsten Tag.

00:15:20: irgendwie fühlt der Körper sich... Man merkt wie man mehr hinterher arbeitet als man sich das eingestehen will.

00:15:27: Gibt es einen Punkt, wo man sich hinterfragt?

00:15:30: Eigentlich war das in Österreich schon besser.

00:15:32: Oder legt man irgendwann ab, dass Vergleichen wieder in dem Land ist oder versucht man immer doch irgendwie vorwärts an das Beste und einfach mit jeder Situation von neu klarzukommen?

00:15:43: Ich habe

00:15:43: mir richtig versucht auf die Finger zu klopfen, dass ich nicht andauernd alles vergleiche.

00:15:49: Man macht das dauernd und vor allem du bist drei Tage da eine Autofahrt beruht über die Ampel Also du bist bei jedem Scheiß, sagt man sofort.

00:15:59: Es ist am Anfang alles stellvertretend für das ganze Land und die ganze Kultur und die gesamte Gesellschaft.

00:16:04: Und ich hab mir da richtig am Anfang vorne, wir müssen bei Max vergleichen zumindest nur Köln mit Wien und nicht Deutschland mit Österreich weil du bist trotzdem nur in einem kleinen Teil dieses Landes unterwegs.

00:16:16: Aber es war schon am Anfang für mich im Kopf immer als Alter der Deutschen.

00:16:19: Das gibt's ja net.

00:16:21: Das räumt nicht aus!

00:16:23: Du weißt jetzt hier davor schon, wenn Kölnen oder?

00:16:25: Nein.

00:16:26: Nicht?

00:16:26: Okay, wie war der erste Eindruck von Köln?

00:16:28: Weil ich finde eine polarisierende Stadt weil ich persönlich liebe Kölni und war ein paar Mal in Kölnen und habe mich jedes mal gedacht geil da könnte ich mir tatsächlich gedacht da könnte Ich mir vorstellen zu wohnen.

00:16:41: Und dann hab' ich das verschiedenen Leuten erzählen.

00:16:43: die waren halt so was ich hasse Kölne.

00:16:46: In meiner Bahnheim gab es nur diese zwei Aussagen und dazwischen war nichts.

00:16:51: Kölner liebt man aber hasst man.

00:16:53: Ich glaube, Köln ist ja lustigerweise wenn ich es Leuten erkläre sag' ich immer.

00:16:56: Es ist für mich wirklich so ein bisschen Anti-Wien weil du hast alles... So ein bisschen das Gegenteil verkehrt.

00:17:03: Kölne hat eine Infrastruktur die überhaupt nicht funktioniert und Kölnen hat gleichzeitig eine Menschlichkeit die extrem gut funktioniert.

00:17:11: Und ich habe das Gefühl dass es so genau das Gegendeil von Wien wird.

00:17:15: Du kommst in Wien an und du hast erst mal eine Infrastruktur die weiß ich nicht wie ein Urwerk rennt.

00:17:22: Aber mit den Menschen klarkommen in Wien, ich glaube hier ist es für Leute die dahin sind am Anfang heftig.

00:17:28: Das kann ein Schock sein!

00:17:29: Ich habe das genau umgekehrt erfahren... ...ich hab das Gefühl gehabt, in Köln kommst du an und alle sind scheißefreundlich nett zu dir wirklich die weirdesten Erlebnisse.

00:17:38: Ich bin Skateboard gefahren auf der Straße und so eine ältere Frau ist auf die Straße gesprungen und hat mich so aufgehalten mit beiden Händen in der Luft.

00:17:46: Und ich habe mir gedacht, oh Gott, das ist... Man ist so von Wien in dem Modus.

00:17:50: jetzt gibt es eine Diskussion, weil ich da irgendwie nicht Skateboard fahren darf oder was?

00:17:53: Und sie hat mir einfach nur gefragt so, Entschuldigung, darf ich auch mal Skateboards fahren?

00:17:56: Aber du musst mich halten!

00:17:57: Du musst mich... Und dann hab' ich sie so gehalten, sie ist auf mein Skateboarding gestiegen Ich bin mit der Straße herunter gelaufen und beide verklachten.

00:18:02: Sie war so, oh danke, das war so lustig.

00:18:04: und dann ist sie wieder abgehaut.

00:18:05: Oder ich bin beim Hund spazieren gegangen und dann habe ich mich vorhin im Supermarkt gestellt und hab' der Quater davon freund von mir.

00:18:12: Und dann kommt der Security vom Supermarkt draußen und sagt so, hey wir haben so viele Essensreste.

00:18:16: Magst du nicht ein bisschen was für deinen Hund haben?

00:18:19: Ich hab mich erst gedacht, er will mich verstarben oder einen Bus, der so wegfährt und die Kinder laufen nach und winken den Bus und er bleibt plötzlich mitten auf der Straße stehen und macht die Tür auf und man ist das Wien immer sofort eingestellt aus auf so.

00:18:31: oh Gott es gibt's wieder Ärger!

00:18:32: Der hat nur diesen Bus raus.

00:18:33: so na künder müsste ein bisschen schneller sein wenn sie einsteigen wollen und jetzt noch rein lassen in den Bus.

00:18:39: Es ist wirklich eine super herzliche Stadt Aber umgekehrt im Vergleich zu Wien muss man echt darauf klarkommen, dass du dich auf die Infrastruktur nicht verlassen kannst.

00:18:48: Aber auf die Leute dafür umso mehr!

00:18:49: Das ist einfach... und ich glaube je nachdem wo im Leben so dein Herz irgendwie liegt oder was deine Bedürfnisse sind kommst du dann auf Köln klar?

00:18:57: Oder nicht?

00:18:58: Weil Stadt ist halt kaputt aber irgendwie macht man sich so schön wie es geht.

00:19:02: Einer der Dinge, die du mir am Anfang gesagt hast, die dir aus Wien abgehen, ist das du keine Pizzaschnitten kaufen kannst.

00:19:08: Hast du mittlerweile Pizza-Schnitten gefunden?

00:19:10: Nein

00:19:11: Oh no!

00:19:12: Es ist wirklich kein Ding hier lustigerweise.

00:19:14: Es gibt eine große italienische Community in Köln, aber die hat sich auf Pasta spezialisiert.

00:19:21: Pizza ist nicht so ein Ding wie in Wien.

00:19:23: Das ist in Wnen viel, viel facettenreich also.

00:19:28: Pizza gibt es ja nur näher politanisch und richtig mit Wein dazu und keine Ahnung was, aber so als Snack ist das kein Ding.

00:19:36: Street food ist generell nix Kölnsches.

00:19:38: irgendwie Willst du sagen, du bist jetzt schon angekommen?

00:19:41: Oder ist es immer noch so ein bisschen wie der Vogel.

00:19:44: Ich glaube auf eine komische Art und Weise schon bei mir seit einem Monat ab und zu ein bisschen Heimweh kommt Und ich habe das Gefühl Das liegt ein bissel daran Dass sich für mich Köln schon langsam normalisiert hat und ich zum ersten Mal wieder etwas über die Heimat nachdenke.

00:20:00: Man kommt an, man ist so überfordert mit allem dass wir einfach eh nur keine Ahnung Neu... Ich hab ja auch einen komplett neuen Job angefangen.

00:20:07: Es war alles irgendwie neue Leute, keine Ahnung was.

00:20:10: Und jetzt, wo es anfängt, dass sich so langsam ein Alltag einsetzt und man irgendwie ist cool, ob man weiß wo man hingeht wie man in die Arbeit kommt.

00:20:16: Man kennt alles.

00:20:18: dieses Ankommen bewirkt plötzlich das ich zum ersten Mal so in so Momenten denke so Jetzt kann ich den und den Freund nicht sehen.

00:20:24: also auf der Art und Weise schon glaube ich, dass ich langsam ankomme da.

00:20:28: Das hier macht natürlich dann immer gleich so einen großen Aussortierungsprozess.

00:20:32: Wie geht es genau mit dem Heimweh um?

00:20:34: Es ist ja in Zeiten wie diesen das Gute, dass man menschlich schnell erreicht und nicht mehr so schwer auch in Kontakt zu bleiben.

00:20:43: Wie gehst du damit um?

00:20:44: Spazieren gehen ist mein Medizin für alles.

00:20:47: und gestern habe ich so mit einem Freund telefoniert Ein bisschen, es war mir nach, na, würde ich denn jetzt gern besuchen?

00:20:54: einfach.

00:20:55: und dann bin ich so rausgegangen spazieren gehen.

00:20:57: Ich habe mein Musik-App angemacht und die erste Musik, die einfach so im Autoplay gekommen ist, war Quit Your Job and Run.

00:21:05: Dann hab' ich einen Song weitergeschalten, dann war der zweite Song ist kein Scheiß The Beauty of Loneliness Und da hab' noch mal ein Song weiter geschalten und dann war er der dritte Song Everything is Scary von the band German Error.

00:21:17: Und ich war so, was ist denn los?

00:21:21: Der Algorithmus, das Handy hört auch dazu irgendwie anscheinend.

00:21:25: Keine Ahnung... Heimweh ist schwierig!

00:21:29: Ich glaube ich habe dann viel drüber nachgedacht was eigentlich Heimwehr ausmacht und ich glaub dass Heimwee für mich zumindest sowas ausmachts von Selbstverständnis.

00:21:38: Das ist so wenn ich irgendwo ankomme wenn ich zum Beispiel jetzt die falls meine Eltern auf Besuch.. Ich bin öfter bei meinen Eltern auf besuchers zurück in Wien weil sie leichter zu erreichen sind im Köln.

00:21:47: Dann kommt man da rein und dann weiß man in seinem Elternhaus einfach, wie alles funktioniert.

00:21:51: Du weißt wo du dich hinsetzen kannst?

00:21:53: Du weisst, wenn du schlecht gelandt bist, dass die wissen, wie sie mit dir umgehen... ...du weißt, wo der Kühlschrank ist.

00:21:58: Keine Ahnung, das ist irgendwie nix.

00:22:00: Nix ist eine Frage irgendwie!

00:22:01: Und dadurch, dass ich mich so selber sein kann, glaube ich fühlt man sich wohl zu Hause.

00:22:10: Mir ist es dann in Köln so gegangen.

00:22:11: Mein erstes richtig großes Heimweh war, wie ich mir von einer Partie Wiener Besuch gekriegt habe und gemerkt habe das der Humor ganz anders funktioniert als wenn man mit Wienern redet als mit Kölnern.

00:22:20: Ich finde Kölnen auch super lustige Leute.

00:22:22: aber zu dieser Winnerschmäh den du zwischen den Zeilen hast dass ich den zum ersten Mal wieder gehabt hab seit so langer Zeit deshalb mich ein bisschen vermissig dass man einfach mit Leuten Schmähe führen kann Und dann weiß ich nicht, wie man damit umgeht.

00:22:36: Ich glaube das muss man auch ertragen irgendwie oder tragen können.

00:22:38: Das ist so ganz klar dass es kommt für irgendwie bescheuert wenn man nie Heimweh hätte.

00:22:43: So kleine Dinge wurde dir dann wie ein Unbewusst zurückgeholt hast weil ich hatte so einen Moment dieses Wochenende glaub' ich.

00:22:49: Da sind wir kurz stehen geblieben und ein paar Tage war irgendwas einkaufen bis zurückgekommen und hat so Nussschnecken mit gehabt.

00:22:55: Dann hat sie einfach randomly Nuss-Schnecken gegeben in dem Supermarkt und ich hab reingebissen großartig Nusschnecken gessen, aber das war a little different.

00:23:06: Das glaube ich.

00:23:08: Auf jeden Fall so zeige ich es.

00:23:11: Man schätzt Sachen anders und ich glaube auch wenn ich jemals nach Wien zurückkomme dass man auch in Wien oder Österreich ganz anders schätze.

00:23:17: Mir ist es beim letzten Mal sogar noch wie nach Paris gezogen bin und dann zurück.

00:23:21: Ich hab plötzlich eine ganz andere Art von Wien-Liebe entwickelt, weil man irgendwie so plötzlich merkt dass das alles nicht so vergruntet ist auch was man dafür zeugt hat.

00:23:31: Was man für Zeug liebt.

00:23:32: Irgendwie wenn man so Sachen erfindet in Köln ich kenne es auch dann wird man plötzlich Fan von Sachen die man nie gemacht hat.

00:23:37: Ich

00:23:38: bin sehr witzig dass du sagst dass du nach Wien heimweh hast obwohl ja eigentlich zeitmäßig du ja also kommst.

00:23:43: denk her so höchstreich?

00:23:45: Ich glaube dass Wien für mich irgendwie immer schon so ein Heimat war.

00:23:49: Ich meine ganz, ganz frühe Kinder, die ich mich nicht mehr erinnern kann.

00:23:51: Zum Teil in Wien war und ich stand über meinen Kindern den Weg andauern, weil meine Eltern zu Wien verbunden sind.

00:23:58: Und in meiner Jugend dann immer mehr.

00:24:00: Je mehr ich halt einfach so alleine reisen konnte... ...und ich bin wirklich...ich hab die Matura gemacht und zwei Tage später bin ich in Wieneinzogen in eine Wohnung.

00:24:07: Also ich habe da irgendwie das ist so mein Wahlheimat glaube ich.

00:24:11: Ich verbinde ganz viel mit Wien und mit der Wiener Kultur.

00:24:15: Gehen wir mal zu dem... Grund, warum du nach Köln gegangen bist wegen dem Jobwechsel.

00:24:20: Wie hat sich das ergeben?

00:24:22: Also wie ist es da zustande gekommen?

00:24:24: So random wie man sein kann.

00:24:26: Ich war in Wien am Volkstheater und habe die Videoabteilung geleitet.

00:24:31: Es war ein sehr ungewöhnlicher Job, weil es Videoabteilungen nicht so viel gibt in den Theatern und wenn sie sie gibt dann gibt sie sie nicht so wie wir das im Volkstheaten hatten, denn wir hatten fix angestellte... Videokünstler, also im Theater muss man sich das vorstellen.

00:24:44: Es gibt so verschiedene Departments, es gibt das Kostümdepartment, das Maskendepartment und das Lichtdepartment.

00:24:50: Und dann gibt's eben auch das Videodepartment, also jetzt immer mehr weil es einfach immer ein wichtiges Ding wird in Theaterstücken.

00:24:57: Wir haben das am Volkstheater damals einen Schritt weitergedacht und gesagt wir wollen ein künstlerisches VideodEPARTMENT.

00:25:03: Wir wollen dass die Videokünsterinnen und Künstlern in ihrem Haus arbeiten auch aus dem Haus kommen, damit das alles so eine Handschrift folgt.

00:25:13: Und damit habe ich irgendwie fünf Jahre lang Spaß gehabt und am Schluss dann aber nicht mehr.

00:25:16: so weil ich es Gefühl hatte Video im Theater ist so ne verhasste Kunstform.

00:25:22: Es gibt Leute die lieben so leute die hassen es.

00:25:24: Das Video im Theatre gibt er so.

00:25:25: es gibt Leute für dieses Ende der Theaterkunst wenn irgendwie Video vorkommt.

00:25:30: Dass ich irgendwie mal nach fünf Jahren dachte Boah ich brauche meine Pause von dem dass man sich die ganze Zeit in seinem Job rechtfertigen muss dass es dich gibt.

00:25:37: Der Intendant von Volkstheater ist nach Köln gewechselt und hat gesagt, hab mich gefragt ob ich mitkommen will.

00:25:42: Und ich habe gesagt theoretisch schon aber ich hab keine Lust wieder diese Videosache zu machen.

00:25:49: Es war irgendwie cool aber ich brauch eine Pause davon.

00:25:51: Dann hat er gesagt naja dann kannst du das Marketing übernehmen wenn du Bock hast.

00:25:55: So ist es passiert und ich hab gesagt ja!

00:25:58: Ich war noch nie in Kölnen vor.

00:25:59: Ich bin einmal durch Kölne durchgefahren und eine Nacht da stehenblehm.

00:26:02: Aber ich hab Kölner nur bei Nacht einmal gerannt.

00:26:05: Das ist auch schon zwölf Jahre her.

00:26:08: Also ich hatte keine Ahnung!

00:26:10: Ich hab mir gedacht, naiv wie ich bin?

00:26:13: Ich gehe jetzt in eine deutsche Stadt die ein bisschen ab vom Schuss ist, niemand kennt Köln.

00:26:17: also habe ich mir gedacht ich köll nicht kennen wo wahrscheinlich billige Mieten kleine simple Stadt super.

00:26:23: Ich wusste ja nicht dass Kölnen sich selber so wahrnehmen das die Medienhauptstadt Deutschlands und dass sie die explosiv höchsten Mieten haben und dass da richtig viel passiert in der Stadt.

00:26:35: Also, in Kunst- und Kultur, immer in ganz anderen Bereichen als in Wien.

00:26:38: aber das ist eine richtig, richtig lebhafte Stadt, das wusste ich nicht.

00:26:42: Jetzt wenn man die Geschichte so ein bisschen betrachtet, wie jetzt mit deinem Weg von Wien nach Köln oder?

00:26:48: In Wien zum Volkstheater dann zum Schauspiel Kölnen könnte man sagen du hast irgendwie den Kreativberuf eingetauscht gegen den Bürojob also in der Marketingabteilung.

00:26:57: Wie siehst du das?

00:26:58: Wie ist es was für dich, also richtig zu wechseln von... Also die Bereiche auch so krass zu wechseln.

00:27:03: Vor allem weil Video einfach deine Leidenschaft ist.

00:27:06: Irgendwie so, ich hatte einfach mal Bock, das zu probieren, weil ich eigentlich seitdem ich aus der Schule gekommen bin noch nie einen festen Job hatte.

00:27:14: Dann im Volksseater diesen festen job angefangen hat er aber eigentlich eher ein sehr loser fester Job war.

00:27:19: Es hat als fest angestellter Videokünstler am Volksseiter Projektweise sich vorangearbeitet und dann hat es mal Phasen gegeben, da arbeitet man achtzeig Stunden die Woche.

00:27:29: Und dann gibt's Phasend, da arbeiten wir gar nix so.

00:27:31: Also das war ein bisschen die Soft-Version von einer Festanstellung.

00:27:37: Und irgendwie habe ich im Vergleich zum Freiberuflich sein gedacht zu boah schon praten wir ganz angenehm nach zehn Jahren dass mir irgendwie so ein geregeltes Team hat und geregeltes Einkommen aber vor allem dieses eben geregelte Team weil im freiberuflichen Dasein musst du dich anderen neu beweisen, neue Verträge aushandeln.

00:27:56: Neu irgendwie das Vertrauen von Leuten gewinnen und irgendwie in der Festanstaltung ist es dann irgendwann einmal gesetzt?

00:28:04: Und wie das Ding mit Marketing gekommen ist ich mir einfach gedacht zu warum nicht noch einen Schritt weiter mal probieren?

00:28:10: in die Richtung kann ja im Leben immer alles auch rückgängig machen.

00:28:13: also den Satz stimmt nicht ganz.

00:28:18: aber Ich habe mir gedacht, ich kann ja den Job auch wieder wechseln nach einem Jahr, wenn es mich nicht tagt.

00:28:22: Und irgendwie finde ich das jetzt ganz lustig weil dieses Büro-Jobbige irgendwie... Ich weiß nicht!

00:28:28: Das hat einfach seine ganz anderen Qualitäten die super spannend sein können.

00:28:32: Ich bin immer super sprungenhaft und kann mir nie vorstellen also dass was ich jetzt mache mein Leben lang mach.

00:28:36: aber ich find's jetzt gerade irgendwie ganz lustigt, dass man so eine fixe Base hat mit dem fixen Schreibtisch wo man jeden Tag hinkommt, wo man weiß Da sind Kollegen, die man mag und mit denen man irgendwie an einem Projekt weiterarbeitet.

00:28:48: Und wo man aber gleichzeitig ... Ich hatte das noch nie in meinem Leben, dass ich mir einfach sagen kann, was ich bis zu achtzehn oder neunzehnt Uhr nicht geschafft habe, arbeite ich am nächsten Tag weiter.

00:28:58: Das gibt es in der Kunst nicht!

00:29:01: Du bist dann entweder in deinem Tunnel, du hast eine Abgabe, In dieser ganzen Theaterkunsten, in fixes Prämierendatum.

00:29:08: Du kannst dem irgendwie nicht auskommen und es gibt keinen.

00:29:11: Ich gehe jetzt heim, obwohl ich noch nicht fertig

00:29:13: bin.".

00:29:14: Und das ist schon ein ganz anderen spannenden Zyklus wie man dann arbeitet.

00:29:19: Das ist trotzdem eine sehr projektbasierte Arbeit was noch immer, finde ich, der krasseste Unterschied ist zu einem ganz normalen Bürojob.

00:29:26: hast du Projekte oder nicht?

00:29:28: Weil diese Projekten immer so Mini-Zyklien haben wir.

00:29:33: Es ist trotzdem irgendwie noch eine sehr projektlastige Arbeit, aber es ist irgendwie... Ich find's nice.

00:29:38: Liebe für Bürojob!

00:29:39: Da kommen ja auch viele, also allein durch diese Arbeitszeiten und wie du sagst so wenn ich um neunzehn Uhr nicht fertig bin, kann ich das am nächsten Tag auch machen, aber ich kann nach Hause gehen.

00:29:48: Das ist ein kompletter Lifestyle-Change der da einen herkommt.

00:29:53: was ist dir da am meisten aufgefallen?

00:29:56: Diese fixen Bürozeiten.

00:29:58: Also das Lustige ist dass sich wirklich plötzlich checkt was Hobbys sind.

00:30:03: Ich hatte das nicht in meinem Leben und jetzt plötzlich weiß ich einfach, ich nehme gerade Klavierunterricht.

00:30:08: Und ich kann einfach ... Ich weiß einfach wann ich den ansetzen kann?

00:30:11: Ich weiß wann ich Zeit habe dafür!

00:30:12: Es gab es nicht vor allem im Leben.

00:30:14: Ich wollte gern Fußball spielen, ich will gern Fixen am Team spielen wie ihn.

00:30:17: Das klappt einfach nicht.

00:30:18: für die Hälfte der Trainings einfach nicht stattfinden bei mir.

00:30:21: Ich hab jetzt eben ... Ich lese plötzlich was... ich lese wieder Bücher weil ich irgendwie Zeit habe dazu, weil's nicht so ein ist.

00:30:27: Aber ich les kurz vom Bett gehen soll und ich kann sagen morgen mich Bock zu lesen.

00:30:30: Geh einfach um siebzehn Uhr heim setze mich am Balkon und lese noch ein bisschen oder so.

00:30:34: Und diese Art von Lebensrhythmus gab es nicht, und ich merke auch jetzt erst wie viel kreative Energie man rausschöpfen kann wieder aus dem, dass man einfach wirklich eine bewusst gesetzte Pause hat vom Job-Life.

00:30:46: Ich finde dich auch anders, dass du jetzt praktisch nicht mehr im künstlerischen Videobereich arbeitest sondern Videos wieder als Hobby machen kannst wenn du willst?

00:30:54: Hat das auch was mit deiner Kunst gemacht?

00:30:56: Ja extrem!

00:30:59: Das Schwierige für mich ist immer so, ich habe mit den ersten zehn Arbeitsjahre von meinem Leben selbstständig gearbeitet und hab einfach ein bisschen Projekte da und dort gemacht.

00:31:08: Manche war schwieriger, manche war leichter... Aber es waren alles meine Projekten!

00:31:12: Und dann habe ich das Angebot gekriegt, dass sich als Videokünstler fest angestellt wird und dachte mir, geilste Ding auf der Welt?

00:31:19: Ich kann nur noch Kunst machen und werde dafür fix bezahlt.

00:31:25: gelernt haben über die Jahre ist, dass das schwieriger ist.

00:31:27: Wenn du in einem Kulturbetrieb arbeitest und du machst so deine Kunstprojekte für einen Kulturbetrieb dann musst du trotzdem im Sinne für diesen Kulturbetrieben funktionieren um.

00:31:38: was so ankenne ist daran ist dass du quasi das was du gerne leidenschaftlich machst nämlich künstlerische Arbeit machen für Deadlines machen muss.

00:31:47: Und auf einmal ist das gar nicht mehr so lustig, weil vorher, wie ich frei beruflich auf der einen Seite irgendwelche Werbungen gedreht habe... ...für irgendwelchen großen Firmen oder irgendwelcher Interviews für keine Ahnung irgendeinen Fernsehsender.

00:32:00: dann war das eine normale Videochop.

00:32:02: und wenn es um Kunst ging was irgendwie mein Leidenschafts-Ding ist einfach Videoquatsch machen.

00:32:08: Dann war das aside, da war das von meinen Dingen so.

00:32:11: Im Volkstheater war plötzlich dieses Videoquatsch machen, Teil von meinem Beruf.

00:32:15: Da war... Es ist ja auf einer Art und Weise geil!

00:32:17: Es war gefordert.

00:32:19: Ich habe am Volkstheater die Aufgabe gehabt zu machen, was anregend lustig ist für die Bühne, was irgendwie Videokunst-Quatsch ist, was im Hintergrund der Bühnen läuft während im Vordergrund Schauspieler spielen.

00:32:30: Und plötzlich habe ich das, was ich eigentlich immer so mit Freude gemacht hab, mit einer Deadline machen müssen.

00:32:37: Das hat keinen Spaß mehr gemacht.

00:32:39: Jetzt habe ich plötzlich wieder das.

00:32:40: ... unfassbar lustiges Büro mit lustigen Leuten, einen kreativen Beruf.

00:32:48: Aber es ist wieder eine Arbeit die ich nicht so meinen Herzblut angreift.

00:32:54: Sondern da mache ich einfach mal ein Ding und dann irgendwer sagt... Boah!

00:32:57: Das Video das ihr da gemacht habt ist echt scheiße, dann denke ich mir ja ok Und dann weiß ich nicht, wenn er geht heim macht trotzdem meinen Kunstschuss für mich selber weil das komisch ist.

00:33:07: was man oft unterschätzt auch selber finde ich Ist dass wenn du Wenn du etwas Künstlerisches machst, was irgendwie sehr viel damit zu tun hat, dass du quasi auf irgendeine Art und Weise in die Realität umsetzt, was du in der Welt siehst.

00:33:23: Du hast einen Eindruck von irgendwas, einem Gefühl, keine Ahnung was du machst aus dem Video oder ein Bild oder ein Song.

00:33:29: Dann hat man ein bisschen das Gefühl, du materialisierst was raus in die Welt.

00:33:33: Was ein bissel aus deiner Seele kommt.

00:33:34: und wenn das weh kritisiert, tut es viel mehr weh als wenn wir einfach zu dir sagen, hey kannst du mir einen coolen Song schreiben für mein Projekt?

00:33:42: Und du machst dem einen coolem Song fürs dein Projekt.

00:33:44: oder ist irgendwie nicht dein Ding!

00:33:47: Da war für mich so die Arbeit am Volkszeit zunah beieinander.

00:33:50: Das irgendwie witzig ist weil ich hab schon das Gefühl... super gut funktioniert.

00:33:58: Es sind wirklich Projekte rausgekommen, die mich bis heute noch immer wieder begleiten, die irgendwie was gemacht haben in dieser Welt und deswegen gibt es ganz viele Leute, die mir wirklich immer wieder fragen warum ich das aufgegeben habe.

00:34:11: aber es fühlt sich für mich nicht so anders hätte ich etwas aufgegeben.

00:34:15: So ein Gefühl war eine lustige Station im Leben aber ich hab genug davon.

00:34:19: Das passt ja gut zu unserer zweiten Großmitmichern-Zuckerfrage.

00:34:22: ist das, was kann man von dir lernen?

00:34:24: Und es haben wir schon ganz viel von dir gelernt und es gibt doch schon drei Folgen, wo sich's anhören kann.

00:34:27: Was males von dir lernen kann?

00:34:29: aber

00:34:30: so von der Geschichte du bis jetzt erzählt hast in dieser Folge glaubst du dass man von Dir Veränderungen lernen kann und auch Veränderung für seine eigene Leidenschaft irgendwie sich einzusetzen.

00:34:43: Ja ich hoffe zumindest war jetzt.

00:34:45: Mit meinem neuen Beruf habe ich viel mehr Verantwortung für andere Leute.

00:34:49: Ich habe ein viel größeres Team, und ich glaube immer so als Leiter von dem Team ist das Aller allerwichtigste, dass man einfach möglich macht, dass sein Team irgendwie so gut wie möglich arbeiten kann.

00:35:01: Es hat sehr viel damit zu tun.

00:35:03: im Vergleich zu dem wo ich selber für die Bühne gearbeitet hab geht es jetzt darum, dass ich anderem möglich, dass sie so gut, wie möglich für dieses Theater oder diese Bühnen arbeiten können.

00:35:12: Insofern beschäftige ich mich momentan am meisten damit, wie ich anderen Leuten den Raum im Leben geben kann.

00:35:17: Denn sie brauchen, damit sie funktionieren so und ich glaube dass das bis jetzt ganz gut aufgeht.

00:35:24: also wir haben einfach... Ich habe super, super kreative coole Leute bei mir im Büro und hab das Gefühl, dass die halbwegs gut klarkommen mit ihrem Leben da.

00:35:34: Ist du dann bei Disney ja schon länger in Köln schätze ich?

00:35:39: bis du dir dann vorkommst, als jemand der zu einer sehr spezifischen Gruppe dazukommt und da jetzt irgendwie sich erst mal Platz schaffen muss oder war das eher sehr welcoming?

00:35:50: Das war für mich die größte Furchtfrage am Anfang.

00:35:53: Weil wenn du sagst, du machst Marketing was gerade so mein Hauptberuf ist... ...das ist ein super Wahges, eine große Gedanken Wolkern, was es sein kann.

00:36:03: Du kannst ja alles Mögliche machen!

00:36:05: Du bist ja als Marketingjemand der das Geschenkspapier vom Weihnachtsgeschenk macht.

00:36:09: So du kannst, wenn ich da Kaffee voll schenke kann ich sagen ich gebe es einfach in ein Kartonbox.

00:36:15: oder ich kann sagen ich gibt es in eine schöne Box und ich mache die Box selber.

00:36:18: Ich kann sagen, ich schaue dass die box viel geiler ist als das geschenk, weil das kaffeever ist echt schier was ich da gekauft habe.

00:36:23: ... dem Kaffee was schmeichelt oder dass es irgendwie schon dich vorbereitet drauf, was da drinnen ist.

00:36:31: Ich kann mir überlegen wann ich dir das gebe?

00:36:33: Ob ich dir dieses Versteck... ...oder ob ich dir dies einfach persönlich übergebe... ...ob ich noch einen Spruch dazu gebe oder eine Karte dran stecke.

00:36:39: Ob ich der Zuschauer beim Lesen von dieser Karte bevor du das Ding auspackst oder nicht.

00:36:44: und das alles ist irgendwie so ne Marketingfrage und ich glaube sehr stark, dass quasi dass man erst, wenn man so ein Betrieb neu anfängt.

00:36:55: Wir haben wirklich gesagt wir hebeln diesen Betrieb mal von Grund aus auf und machen einfach versuchen den Neu zu denken, diesen Theaterbetrieb zu denen wir da kommen, weil es waren wirklich ein großes Team gewesen das aus Wien auf dieses Theater gestülpt wurde mit dem arbeiten muss.

00:37:13: Und dann ist diese erstmal eine Zumutung für die Leute, die dort schon länger arbeiten.

00:37:16: oder du kommst da an Und die haben schon fünfzehn Jahre vorher mit irgendeinem anderen Marketingleiter oder Leiterin gearbeitet.

00:37:24: Oder sind einfach schon länger in den Betrieb.

00:37:27: und jetzt komme ich von außen her als jemand, der noch nie Marketing gemacht hat vorher in dem Sinne.

00:37:32: Ich habe in ganz vielen Kampagnen mitgearbeitet in meinem Leben aber ich hab noch nie per se Marketing gemacht, ich habe noch nie in Büro gearbeitet.

00:37:40: Ich hab noch nie so ein Riesenteam über längere Zeit geleitet und erzählte ihnen jetzt wie ihre Arbeit funktioniert.

00:37:46: Und das war am Anfang mein ganz großes... Wie machen wir das?

00:37:51: Also wie gehe ich daran?

00:37:54: vorsichtig damit ich die alle irgendwie aufstelle, wie ich das Gefühl habe dass es funktioniert aber gleichzeitig dieses Gefühl um das Zitterin irgendwie sich wieder erkennen Ein Ding, das da ganz viel mithilft.

00:38:11: Dass es wirklich gut funktioniert und dass ich mich mit meinem Team so gut verstehe einfach, dass Kölner an sich einfach super aufgeschlossene offene Menschen sind die dich erst mal mit einer Umarmung empfangen.

00:38:24: Das sind erstmal interessiert was du machst tun extrem viel Quatschen, aber extrem wenig Smalltalk lustigerweise.

00:38:32: Und die wollen immer sofort wissen was du da machst.

00:38:34: Du kannst in die Apotheker reingehen und der Apothecker fragt, fang mit dir einfach zum Quatsch an über Alltagsthemen.

00:38:40: Das ist nicht so ein ja holo schönes Wetter heute, sondern die Kölner sind super super investierte Leute auf einer menschlichen Ebene.

00:38:47: Ich glaube dass ich mich da wahnsinnig gut mit denen gefunden habe weil ich glaube das ich selber einfach sehr gern menschel mit Leuten.

00:38:57: was du erzählt hast, und zwar dieser Wechsel von kreativen Job zu Bürojob und auch diese Verantwortung haben.

00:39:05: Es ist ja interessant wenn man sich so weiter denkt dass jetzt wo der im Büro job ist und Marketing machst das die Kreativität daherkommt dass du nicht Videos machen musst.

00:39:16: Ist es eigentlich für dich eine bessere Anleitung in dem Leben?

00:39:18: Wenn ich bessere Kunst schaffen will dann brauche ich da etwas Abgetrenntes vom Job davon um kreativer auch im Job zu sein.

00:39:27: Ich glaube auf jeden Fall, dass das Wichtigste ist wenn du einen Kreativberuf machst.

00:39:35: Das ist so ein komplexes Thema!

00:39:37: Wenn du deine eigene Kunst irgendwie auf die Welt bringen willst... Dass man sich keinen Gefallen tut, weil man sich zuschneidet davon abhängig macht, dass es irgendwie funktionieren muss.

00:39:47: Also ich habe mir auch gedacht zu einem Selbständiger Die missratendsten Projekte waren die, wo ich irgendwie mich zu abhängig gemacht habe von irgendwas und irgendwas unter Druck machen musste.

00:39:56: Ich glaube das ist das schwierigste, weil ich glaube jetzt wenn du irgendeinen Musiker X nimmst, die haben meistens diesen Lebensweg, wo sie am Anfang super frei was gemacht haben, was sie wollten dann hat irgendwann irgendetwas funktioniert.

00:40:09: und da hab ich gesagt ah das funktioniert!

00:40:11: Ich schmeiß meinen Job hin und versuch das jetzt so institutionalisieren um daraus etwas zu machen.

00:40:17: Geld zahlt und dann ist das plötzlich auch meine einzige Einnahmequelle.

00:40:21: Dann ist plötzlich für dich selber alles, was du da machst super überlebensnotwendig und plötzlich verlierst du die ganze Freiheit dahinter.

00:40:28: Und ich glaube dieser Schritt ist so superschwierig also dass man irgendwie über diesen ganzen qualvollen Teil hinwegkommt wo man irgendwie sich Freiheiten arbeiten muss und ich glaub das ist glaube jetzt aller schwierigste wenn man irgendwas macht wo irgendwie seine Seele so drin steckt.

00:40:45: Und ich glaube, Kreativität ist nochmal getrennt davon auf der anderen Seite eher ein Muskel, den man einfach aktivieren kann und die ganze Zeit wieder aktiviert und dem er wie einen Muskel auch Pausen geben muss, dass er keinen Muskelkater kriegt.

00:40:57: Ich glaube das ist so... Kreativity an sich ist eher mehr.

00:41:01: glaub ich finde in Training oft, dass man einfach sich diesen kindlichen Geist bei behält und einfach ganz locker wird im Kopf und wenn man Klavier spielt total locker bleiben muss, Technik haben muss und das ist bei Kreativität glaube ich auch so.

00:41:17: Ich glaube dann ist die schwierige Frage ob man Kreatividät oder einen Beruf macht der dich kreativ fordert an einem Punkt wo dein Ego nicht weg kann weil ich habe das Gefühl wenn ich selber Videos mache ich tue mal urschwer mit meinem Ego wenn dann Leute mir dazu viel rein quatschen.

00:41:33: deswegen denke ich mir es ist für mich persönlich besser ich mach meine Videosachen für mich eher ohne Video, wo ich Geld verdienen werde.

00:41:43: Dann kann ich irgendwie mit meinem Ego besser händeln für

00:41:45: euch.".

00:41:45: Ist das nicht auch ein Problem?

00:41:46: Aber genau dann, wenn du erklärst, ich mache meine Videos für mich und der Job ist davon abgetrennt dass Leute vielleicht unterstellen würden, dass Marketing... nicht kreativ ist?

00:41:59: Ich glaube, dass lustigerweise Leute total Marketing mit Sales verwechseln.

00:42:04: Es ist einfach ein undankbarer Begriff.

00:42:06: Das ist immer so wenn Berufe irgendwie so einen Wagenbegriff haben weil du kannst Marketing aus alles verstehen eben wie vorher mit diesem blöden Beispiel mit dem Geschenkspapier.

00:42:16: Du kannst alles machen was wir.

00:42:18: das erste was unser allererste tat war ist, dass wir die ganze Systemik von unserer Homepage komplett verändert haben.

00:42:27: Ich glaube, das Theater-Homepage ist so wie sie sind nicht funktionieren.

00:42:30: Ich habe die steile These, dass eine Theater Homepage komplett anders aufgebaut sein muss und wir haben dann mit einer Berliner Agentur zusammengearbeitet, diese Theater Home Page umgesetzt hatte uns auch gesagt hat ihr wisst aber schon, dass niemand so ne Homepage hat.

00:42:42: Das ist kompletter Quatsch eigentlich.

00:42:44: also es ist nicht kein... Und ich glaube, dass das aber lustig ist zu probieren und ich sehe darin viel mehr den Marketing Job.

00:42:49: genauso wie wir gesagt haben unser Theater Programm hat total, hat eine ganz bestimmte Haptik und Richtung und politische Ästhetik, die wir vermitteln wollen.

00:43:01: Und wir wollen dass man wenn mal bei dem Theater reingeht sofort in dieser Welt drinnen ist und deswegen ist Teil von meinem Job auch mit so belegen wie sieht ein echtes Theater aus indem das mal rein geht?

00:43:11: Das kann auch genauso Marketing sein wie ich sage.

00:43:14: Ich kann auch als Marketing-Beruf verstehen dass ich sage ich bucht drei Google Ads und hängt seinen Brust auf.

00:43:18: Für mich ist quasi in einem Theater ist es auf der Bühne Inhalt, mein Produkt, mein Ding.

00:43:26: um das geht.

00:43:27: Das muss ich in und auswendig kennen.

00:43:29: Ich muss selber da zu den Proben hingehen, ich muss mir durchlesen was es geht... ...ich muss im besten Falle die Textekende besprochen werden Und aus dem heraus entwickelt man eine Idee wie eigentlich die Welt drum herum aussieht Wie das Geschenkspapier um dieses Theater-Stück aussieht Dass man irgendwie auspackt bevor man da reingeht.

00:43:45: Und ich kann entweder... Ich kenne Marketingleute, die einfach sagen ist doch scheißegal!

00:43:50: Ich buche einfach zwei Insta Ads und dann ist das auch voll total innertliche Arbeit.

00:43:55: Ich muss mich wirklich auseinandersetzen mit dem Material, das ich hab, dass irgendwie was marketingmäßiges entwickeln kann und was irgendwie wirklich dem gerecht wird weil so diese dauernden falschen Versprechungen einfach glaube ich die Leute in eine falsche Richtung erziehen.

00:44:09: oder finde Marketing auch sehr viel damit zu tun sein Publikum mitzuerziehen.

00:44:14: Es gibt halt bei einem Plan A der jetzt durchgezogen wird in allen Theatern, was für sich war.

00:44:21: So funktioniert das.

00:44:21: Da hast du diese Werbe-Kampagne, machst dieses jenes bla bla bla und es ist dann aber immer das gleiche.

00:44:26: Es ist wahrscheinlich eher auch wenn du als neuerer herkommst nicht aus Köln, nicht aus dem Bereich... Ist ja schon ein ordentlicher Vorteil mit einem ganz neuen Blick oder halt auch mit diesem Videoblick hinzuschauen?

00:44:40: Ja ich frag mich manchmal irgendwie fern.

00:44:42: Das war bei mir beim Film aber lustigerweise damals auch so dass ich einfach... Ich schaue nicht zu viele Filme Geh kaum ins Kino und hab nicht so viel theoretisches Wissen.

00:44:54: Und deshalb glaub ich, ich hab das machen viel lustiger gefunden immer.

00:44:58: Dann haben wir ganz viele Leute gesagt, wahrscheinlich ist auch das was deine Projekte ausmacht, dass du dich eigentlich nicht auskennst in der Branche.

00:45:04: Bei mir geht's bei Markerlin genauso.

00:45:07: Aber ich habe das Gefühl, dass ich es trotzdem mit hinmachen versuche.

00:45:10: Also für mich ist das wirklich ein Ding wo ich das Gefühl hab, ich lieb's mich daran festzubeißen... etwas Cooles zu erschaffen irgendwie mit den anderen Leuten.

00:45:20: Dass das für ganz viele so verstörend ist, dass ich gerade erst wieder letztes Wochenende, hat mich der O-Ton gefragt wie ich mich so degradieren habe lassen können im Leben?

00:45:31: Dass sich von einem Künstlerberuf zu einem Marketingberuf wechseln.

00:45:35: und für mich funktioniert es im Kopf nicht so.

00:45:37: Keine Ahnung nur weil die Leute weirder Labels im Kopf haben für gewisse Sachen heißt es nicht ,dass ich die Welt so simple sehen muss abgesehen darf und dass er mich gar nicht mal gefragt hat, ob es mir gut geht mit dem Beruf oder irgendwas.

00:45:49: Das war einfach so eine richtige Boomer-Frage.

00:45:51: Du hast vorhin schon vom Wienerschmieg redet der dir dann doch irgendwie abgeht.

00:45:58: daher die dritte große mit mich in Zukunft frage was bringt dich zum lachen?

00:46:02: Mich hat letztens ganz krass eine Freundin zum Lachen gebracht eben aus Wien weil von dieser wiener bagage steht.

00:46:07: da waren Es waren zwei Freunde da das sind zwei bildende künstler aus wie ein.

00:46:11: wirklich ganz liebe leute der Ironimus-Kloss und die Matita-Klos.

00:46:16: Und die haben mich irgendwie besucht in Köln, weil sie mitgearbeitet haben an unserer ZEI, weil wir wollten, dass das irgendwie aus stabilem Kunst kommt.

00:46:24: Dann habe ich mit denen noch so drei Tage in Kologne verbracht und dann sind wir im Lokal gesessen und das Lokal hat geheißen

00:46:33: –

00:46:33: Der Goldene Schuss!

00:46:36: Ich war zu glacht und hab halt irgendwie gemeint, es ist irgendwie so witzig.

00:46:39: Mir gefällt das Lokale und vielleicht gefällt's mir so gut... weil es mich so ein Wiener erinnert, zu der Name anso.

00:46:45: Und dann hat immer Dieter gesagt ... Ach, der goldene Schuss!

00:46:48: Das ist eigentlich überhaupt nicht Wien.

00:46:50: Das ist urdeutsch, das ist urkonkret.

00:46:52: in Wien wäre es eher Kaffee-Defizit oder sowas.

00:46:57: und ich hab's so gelacht über diesen... Ich muss da so viel drüber nachdenken, weil da ist mal richtig... Da hat man so ins Herz getroffen die Aussage gedacht habe genau diese Wienersäle fehlt mir manchmal dieser morbide lustige Todeszehnsüchtige Humor irgendwie, diese sich tuner bis zu ohne.

00:47:18: Das bringt mich schon sehr zum Lachen.

00:47:19: Ich glaube das hat mich auch schon immer so früh in Richtung Wien getrieben dass einfach schon die Stadt einen super lustigen Humor hat sondern ganz feinen

00:47:30: Der haben halt doch wirklich eigentlich nur in Wien verstanden werden die überall sonst ein bisschen merkwürdig aufgefasst wird.

00:47:37: Man kann ja noch nicht gut auf Englisch übersetzen

00:47:39: Na überhaupt nicht.

00:47:41: Das ist irgendwie witzig und man kann auch verstehen, dass Leute sich da urstören.

00:47:45: Ich habe auch wirklich Probleme gehabt.

00:47:47: immer wieder oder hat jeder glaube ich den Wind und man mit dieser Scheißlaune die ganze Zeit also.

00:47:52: aber irgendwie auf eine Art und Weise kann man damit auch flohnen.

00:47:56: Jetzt ist der Köln für ein paar Sachen berühmt.

00:47:58: Also den Kölner Domecammer und das Kölschdermittschand...

00:48:00: Die heiligen drei Könige, die dort begraben liegen.

00:48:02: Das finde ich den wichtigsten Fun Fact!

00:48:05: Dinge, die ich nicht wusste.

00:48:06: Danke.

00:48:07: Niemand mag lernen kann.

00:48:08: Wo sind die heiligen drei Könige begraben?

00:48:10: Finde ich super!

00:48:21: Aber für was Herr Köln auch noch sehr berühmt ist, ist da keine Wahl in Kölnen und den hast du ja schon miterleben dürfen.

00:48:27: Hast du das lustig gefunden?

00:48:29: Ich finde es schon erstaunlich lustig.

00:48:31: Ich habe ein Teil vom Karneval dieses Jahr leider verpasst, aber das war wirklich nicht Absicht und ich wollte da gerne da sein.

00:48:37: Aber es ist ja einfach nicht ausgangene andere blöde lange Geschichte.

00:48:41: Aber ich hab in letztes Jahr schon miterlebt und dieses Jahr zum Teil.

00:48:45: Und... ...ich find den erstaundlich anders als ich mir ursprünglich gedacht habe.

00:48:51: Weil ich dachte immer so... ...Karneval war in meinem Kopf abgespeichert unter irgendwo neben Ballermann und Oktoberfest.

00:48:59: Und es gibt natürlich auch Karnevalsseiten, die einfach nur besauft und Leute hemmungslos auf der Straße herumlaufen und rumkröllen.

00:49:10: Aber Karneval ist lustigerweise so was auch mega-politisches, mega-schönes ... Ich hab mich noch nie ... irgendwo unter besoffenen Leuten so beschützt und wohlgefühlt wie in Köln am Karneval.

00:49:27: Das ist ganz schräg, weil die Leute irgendwie... Weil der Kölner Karnewal extrem viel zu tun hat mit Wir halten jetzt zusammen!

00:49:33: Wir stellen uns gemeinsam auf die Straße.

00:49:36: Die Straße gehört uns In der Südstadt.

00:49:39: da wo ich wohne im Kölnen sind überall so Banner gehangen.

00:49:43: hier ist kein Platz für Rassismus.

00:49:44: Die Leute halten sich die ganze Zeit so im Arm und schunkeln und singen zusammen.

00:49:49: Es war wirklich Man muss das einmal gemacht haben, weil irgendwie ... Es sind ganz viele Leute auch jetzt von unseren Wiener Theaterkollegen, die mit nach Köln gekommen sind so.

00:49:59: Dass sie nachher gesagt haben, ich hab mir das richtig schrecklich vorgestellt und ich bin jetzt so Karnevalverliebt nächstes Jahr wieder unbedingt so ein schönes verbindendes Erlebnis.

00:50:08: Und Karnewal hat ja – da muss ich aufpassen, dass ich nicht rumschwurbel – aber Karnevol hat ja auch eine politische Geschichte.

00:50:13: Ich glaube, die haben sicher zum Teil angefangen so zu verkleiden und gewisse Karnevalsregeln einzuführen um quasi Protest verkleiden zu können, um quasi zu Zeiten wo irgendwie Protest auf eine Art und Weise verboten war.

00:50:26: Zu sagen na das ist aber nur wir Verkleidung sind weil wir lustig sind.

00:50:29: und also es hat eine total politische Geschichte irgendwie und macht Spaß dass man das immer noch spürt, dass das nicht für die Kölner eine wirklich wichtige Angelegenheit ist da auf die Straße zu gehen gemeinsam und einfach zu leben irgendwie da draußen.

00:50:44: Köln ist auch wahnsinnig.

00:50:47: ich war noch nie in einer Stadt jetzt außerhalb so Italien, wo man so sehr das Gefühl hat.

00:50:53: Die Leute, denen gehört einfach die Straße.

00:50:57: Sobald die Sonne scheint stehen die alle irgendwo draußen trinken ein Bier aber wirklich alt und jung von Kindern bis zu den Omis und Opis stehen sie einfach auf der Strasse rum, stellen ihre Bierflaschen auf Fensterbänke oder haben alles was irgendwie nur andersweise wie ein Tisch aussieht hat ein Brett oben raufgenagelt, so damit die Leute sich da ihr Bier aufstellen können.

00:51:18: Die Leute parken einfach wie sie wollen und wenn Fußballspiel ist und einen lokal Fernseher vor der Tür steht dann stehen die Leute einfach auf der Straße davor und die Autos müssen drum rumfahren.

00:51:27: Dann ist einfach die Straße zu!

00:51:29: Und wenn ein Straßenfest ist, dann kommst du auch nicht in die Arbeit.

00:51:32: Da gibt es kein Verkehrskonzept sondern da wo das Straßfest sich hin verlagert... ...ist einfach jetzt Straßenfest.

00:51:39: Das ist irgendwie total witzig weil in dieser ganzen Richtig zerstörter Infrastruktur hat man irgendwie das Gefühl, es ist so Leben und Leben lassen.

00:51:47: Dass die Leute sagen du wenn ihr uns unsere Dinge machen lasst dann lassen wir euch euer Ding machen.

00:51:53: Dann nervt's uns nicht mit Auflagen bei irgendwelchen Feiern und nerven wir euch nicht dass die Straße kaputt ist.

00:52:00: Was du zwei Fragen warst du verkleidet zu Karneval?

00:52:04: Und zweite Frage als was?

00:52:07: Als Fred Feuerstein.

00:52:10: Und mein zweites Kostüm, wenn man braucht mehrere Kostüme weil es über mehrere Tage geht.

00:52:13: Mein zweites kustüm wäre eigentlich ein Gespenst gewesen einfach mit einem Leintuch und ich wollte mich so gerne das Drache verkleiden.

00:52:19: aber das hab' ich auch leider nicht gemacht.

00:52:21: Aber Fred Feuerstein da gibt's sogar Beweisfotos

00:52:24: Zu sehen.

00:52:24: bei uns dann auf Instagram

00:52:27: Sind in den Show Notes

00:52:29: Wenn man die so zuhört und wir kommen schon so gegen Ende Wirkt die Köln wie Eine sehr bereichende Stadt und eine offene Stadt.

00:52:37: Und auch eine inspirierende Stadt.

00:52:40: Ich glaube so, dass das genau diesen Einfluss hat auf die Medienwelt, die du vorher gesagt hast.

00:52:45: Dass sich da einen Köln angesiedelt hat.

00:52:47: Auch für dich in deinem Beruf am Theater.

00:52:50: Dass das Theater auch anders beeinflusst als wie in der Stadt, wo es ein bisschen anders funktioniert.

00:53:00: Es ist durchaus spannend!

00:53:05: selber viel drüber nachdenken und immer noch nicht ganz entschlüsselt habe.

00:53:07: Ich hab gerade gestern wieder einen Kölner gefragt, warum eigentlich Köln so krass die Medienhauptstadt da geworden ist und warum soviel passiert?

00:53:15: Es ist was... Da kann ich mir momentan nur hin puzzeln!

00:53:17: Es ist auf jeden Fall Kölnen am Anfang soweit ich das gecheckt habe relativ stark am Reisbrett entworfen worden als kurze Aufenthaltsstätte für Leute aus Rom.

00:53:31: In Norden fahren Leute, die aus Norden und Süden kommen.

00:53:35: Die Römer haben sich damals eine Kolonie gebaut.

00:53:39: Da kommt der Name her, wo man gesagt hat das ist nicht gegen da, es ist nie super kalt oder warm weil sehr viel ... durch den Rhein sehr viel warme und also sehr viel ausgleichende Luft reinkommt.

00:53:52: Da kann man gut Wein anbauen, wenn der Boden richtig ist dafür.

00:53:55: Es ist viel Niederschlag für ein Wein.

00:53:57: da gibt es einfach ganz viele lokale und kleine Bars und kleine Events für Leute die kurz vor zwei, drei Tage stehen bleiben und wieder wegfahren.

00:54:05: Und irgendwie hat Köln das richtige im Herzen diese Kultur dass man sagt sie sind sich einfach bewusst, dass Leute kommen und gehen, dass man sich hallo und tschüss sagt.

00:54:14: Wenn du zum Beispiel in Köln in eine Bar gehst am Abend, ist es dann nicht so üblich dass du auf einem Einzeltisch irgendwo im Rand sitzt und man knödelt sich immer zusammen.

00:54:23: Aber ohne dass die Leute auseinander am Nerv gehen.

00:54:25: Wenn du der letzte Besucher bist also wenn du in einer Bar sitzt und du bist alleine, dann kommen drei Leute rein.

00:54:31: Dann ist es eher üblig das ich dich auf dem nächsten Tisch zu dir setze damit man quasi einfach nicht alleine ist.

00:54:37: Du hast ein richtiges Ages Community-Gefühl.

00:54:41: Man hat das Gefühl, die Kölner sind wahnsinnig gewohnt, dass da auch Künstler aus und einfahren.

00:54:47: Und einfach kurz stehen bleiben und irgendwas machen oder weg fahren.

00:54:51: Die Stadt begegnet der Kunst auf jeden Fall zuallererst mit Neugier.

00:54:56: Das ist wirklich der entscheidende Unterschied von Wien.

00:54:58: lustigerweise, weil wie wir am Volksrat in Wien angefangen haben... war alles erst mal mit einer Superscapsis empfangen worden.

00:55:07: Das war in der Zeitung, wenn wir irgendwann ein neues Festivelformat oder Theaterformat angefangen haben, dann hat man immer erstmal kreisen so, na ja schauen wir mal wie sich das Volk sagt und zwei anderen damit tut.

00:55:16: also ob das so eine gute Idee ist.

00:55:18: Und in Köln hast du das Gefühl, wenn du in der Zeitung liest über die Arbeit, die wir im Theater machen, dann ist da erst mal immer eher so etwas wie interessante Idee.

00:55:26: Wir wünschen ihm herr Fokus mit seinem Schauspiel-Kölln viel Glück und schauen mal wo es hingeht.

00:55:31: Das macht's auf jeden Fall schon anders!

00:55:33: Es ist trotzdem witzigerweise weniger bildende Kunst da.

00:55:38: Alles was an Kunst und Kultur in Kologne passiert habe ich das Gefühl momentan zumindest.

00:55:41: Alles, was du so ein bisschen durchreißt.

00:55:43: Es sind mehr viele Konzerte und dann ist das aber wieder weg.

00:55:46: Und es ist wenigso dass man in Wien so etwas hat wie die Albertina wo man weiß da ist ganze Jahr Ausstellungen und das ist irgendwie in einem gewissen Format interessant sondern es ist irgendwie kurzlebiger alles hier.

00:55:59: Ein bissel Gastgeber statt?

00:56:01: Ja schon!

00:56:02: Aber ich weiß noch nicht ganz genau was das für mich bedeutet.

00:56:04: soweit ich denke mir schon immer das Gefühl es ist alles ein bisschen anders und dann doch nicht.

00:56:09: Es ist auf jeden Fall wenn du was probieren wirst.

00:56:12: Du findest aufgeschlossene Leute, wenn man wirklich erstaunt wie interessiert das Publikum war, dass beim Schauspiel reingekommen ist am Anfang und die Serdi einem so ein Vertrauensvorschuss geben.

00:56:23: Und wie viel über Mundpropaganda funktioniert?

00:56:26: Dass einfach, wenn ein Stück eine gelungene Premiere hat, ist am nächsten Tag in der Früh einfach die zweite Vorstellung ausverkauft.

00:56:33: Die Stadt geht einfach anders um mit einem irgendwie!

00:56:35: Dann stelle ich jetzt mal die vierte und letzte große Mitmilch- und Zuckerfrage an.

00:56:39: Es war ein Reis mit der Zukunft, es sind fünf Jahre vergangen wir haben das Jahr zwanzig einunddreißig.

00:56:44: Wenn du auf die letzten fünf Jahre zurückblickst was ist dann im besten Fall passiert?

00:56:48: Wo lebst du oder wo lebt ihr?

00:56:51: Wirst du da schon pifke sein?

00:56:54: Ist eigentlich... Ich habe lustigerweise mir gerade den Insel Austria Podcast angehört über Wienerschmäh und da haben sie erzählt dass Nicht alle deutsche Piefke sind, sondern Piefken ist nur ein gewisser Schlag.

00:57:05: Hätte ich noch nie so gesehen.

00:57:09: Interessant!

00:57:11: Für mich sind auf einem Piefkel einfach Deutsche.

00:57:13: Ich dachte es ist einfach synonym.

00:57:16: Was sind das nicht diese deutschen Deutschen?

00:57:19: Erbsenzähler...

00:57:20: Das haben sie im Insel Ostsee erklärt.

00:57:22: So

00:57:23: hätte ich's jetzt irgendwie.

00:57:26: Sie sich eher preußen.

00:57:27: Ja wahrscheinlich.

00:57:27: Aber dann werden auch sehr viele österreichische Piefen.

00:57:32: Mit Zweifel.

00:57:33: Das ist wahrscheinlich so ein ganz weiches Begriff.

00:57:35: ohne Pass, ohne Reisepass kann man auch piep sein.

00:57:40: Super schwierig zu sagen weil irgendwie ich glaube... Ich würde da gar nicht sehr rauf beschweren wenn ich das laut in der Öffentlichkeit sage.

00:57:47: Ich glaub dass ich schon irgendwann mal wieder zurück nach Wien komme.

00:57:52: Ich weiß noch nicht wie lange ich in Köln bleibe vielleicht ewig vielleicht doch nicht.

00:57:55: Es ist eben grad so hiebske Füll jetzt gerade so.

00:57:58: eine Entscheidung zu treffen nach einem Jahr ob man wieder zurück geht oder nicht würde mir zu schnell gehen.

00:58:03: Ich träume manchmal immer noch davon, dass ich irgendwann nochmal ein bisschen in Japan leben darf aber da muss ich schauen ob da die richtige Gelegenheit dafür noch kommt.

00:58:11: vielleicht bin ich an fünf Jahren dort gerade wohnhaft mit einer Tokyo Adresse

00:58:18: auch cool gibst.

00:58:20: dann glaubst du was was dir aus Köln abgeht?

00:58:25: Die Kölsch!

00:58:27: Mir geht es jetzt schon so das wenn ich ab und zu zurück bin in Österreich, dass man denkt bist du deppert seine halbe Liter Bier ist schon viel.

00:58:33: Es ist, wenn man das gewohnt ist, dass man immer nur so einen kleinen Schluck Bier trinkt und dann wieder weitermacht mit seinem Tag.

00:58:37: Ist das irgendwie so die Kölsch?

00:58:40: Die Leute... Das ist lustig!

00:58:42: Ich habe letztens so eine witzige... ich kann vielleicht auf eine vorige Frage nochmal besser antworten.

00:58:47: Ich hab letztendlich so einen guten Kaffee getrunken.

00:58:50: Es gibt in Kölch in der Innenstadt ein Caféhaus, d.h.

00:58:53: Espresso Perfetto Und da war auch der Min daneben Und ich mag das Expresssoberfett super gerne.

00:59:01: Der Termin war aber verspätet, jetzt bin ich da rein!

00:59:04: War super verschlafen weil der Termin in der Früh war und mein Theater so einen späten Rhythmus hat.

00:59:11: Dann habe ich halt so ein Cappuccino bestellt... ...und dann hat sie mir die Tassen, also die Teller von den Tassen hergestellt.

00:59:17: Ich hab immer ein bisschen so in die Luft geguckt und dann habe ich mir die Tellern von den Trassen einzeln mit zu meinem Platz genommen.

00:59:23: Und sie hat geschrieben so Ach Schätzlichen, halt mal!

00:59:28: Ach ich sag's ja immer die ersten drei Kaffee auf Krankenkasse.

00:59:31: Geht doch gar nicht in der Früh.

00:59:33: Ich hab das so süß gefunden und ich find diesen... Der Kölner Humor hat schon auch was super Lustiges irgendwie.

00:59:40: Das ist sehr cute.

00:59:42: Ich werde es wahrscheinlich von allen Deutschen den Podcast hören gerückt.

00:59:45: für meinen deutschen Akzenten.

00:59:46: Die versucht ab nachzumachen habe ich mir sehr gelacht.

00:59:49: Keine Ahnung, also war denen okay.

00:59:52: Ich finde für alle Deutschen, die versuchen österreichischen Dialekt nachzumachen hast du jetzt eine perfekte deutschen Nachgemacht.

01:00:07: Dann würde ich sagen mit dieser schönen Geschichte schließen wir unser heutiges Gespräch.

01:00:12: es ist urschnell vergangen nicht weit so was

01:00:17: Krass, Zeit vergeht.

01:00:18: Es ist

01:00:18: super schnell vergangen aber du warst jetzt schon so oft da, spätestens wenn du dann in Tokio wohnst hören wir wieder und die würde ich

01:00:25: sagen.

01:00:25: Oder auf der Wiener Ringbahn rumfahren?

01:00:27: Genau!

01:00:29: Gibt es denn noch etwas was du den Hörerinnen und Hörern diesmal mitgeben möchtest?

01:00:35: Ach, ich würde den allen sagen, kommt es mir zum Kölner Karneval statt sich mit Kölnern.

01:00:39: Kommt ins Schauspiel!

01:00:40: Ich finde es eine lustige Stadt.

01:00:41: Es ist ne... Ich hatte's nicht am Schirm und mal lernt wieder das Sachen unterschätzt weil ich hab so... ...ich find' es so dass man oft zu sehr von einer Kultur ne Meinung hat.

01:00:53: Ist mich selber aufgefallen indem ich einfach die Kölnar... Ich dachte einfach, ich fahr da in ne deutsche Stadt Und ich habe gemerkt wie wenig Facetten ich von der deutschen Kultur kennen ... bevor ich nach Köln gezogen bin.

01:01:04: Ich finde wirklich, dass es noch mal eine ganz andere Seele irgendwie hat... Die Straße in Kölnen so und ich denke mir da immer wieder so, boah man darf sich nicht mit so einfachen Klischees zufriedengeben irgendwie.

01:01:21: Ich bin immer wieder ein Freund von Sachen probieren und einfach mal rein springen ins kalte Wasser.

01:01:26: Das

01:01:26: sind hier perfekte Schlussworte.

01:01:27: aber ich wollte mir jetzt noch etwas einfallen was wir dringend festhalten muss hier.

01:01:31: wenn wir uns nächstes Jahr hören an einem Podcast Dann, wenn wir dich alle Fragen abfragen vom ersten Podcast.

01:01:38: Der ist dann nämlich fünf Jahre vorbei.

01:01:40: Was echt?

01:01:41: Ja ich habe gerade nachgeschlafen, das war zwanzig zweiundzwanzig.

01:01:44: Also in fünf Jahren ist nächstes Jahr fünf Jahre.

01:01:47: Das heißt nächstes ja können wieder nachfragen was so passiert ist.

01:01:50: Krass!

01:01:51: Da muss ich auch mal wieder reinhören jetzt.

01:01:55: Aber für diese Folge bis zur nächsten Stammfestfolge bleibt es mir noch zu sagen... Danke wieder mal für den einprägenden Leben und in das Leben von einem Künstler.

01:02:06: Und um auswandern, einfach Dinge die man von dir lernen kann.

01:02:11: Das finde ich mir so toll zuzuhören ob es ein Podcast ist oder ein Sprachnachrichten-Podcast.

01:02:15: Ich finde beide gut weil wenn man einfach auf andere Gedanken kommt und sich immer ein bisschen weiter denkt was bedeutet eigentlich dass wo ich gerade lebe und was ich gerade tue.

01:02:25: Das find ich extrem wertvoll mitzunehmen Und selber über sein eigenes Leben ein bisschen nachzudenken.

01:02:31: Also vielen, vielen Dank dafür!

01:02:33: Deine bereits drei Folgen und deine Hostfolge kann man sich auf allen möglichen Podcast-Plattformen anhören... ...und finanziere von unserem Blog unter www.mitmichundzucker.at So wie alle anderen circa, ich weiß nicht, dreihundertfünfzehn Folgen.

01:02:47: Ich habe das letzte Mal total falsch gesagt, sowas.

01:02:49: Also alle Folgen auch mit mich und zucker.t umgängigen Podcastsplattformen.

01:02:55: Und vielen, Vielen Dank an unseren Stammkast.

01:02:57: Max

01:02:57: Danke euch.

01:02:58: Das war richtig schön!

Über diesen Podcast

Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken.

Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen.

Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage:

Mit Milch und Zucker?

von und mit Christiane Hurnaus, Brenda Annerl

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