mit Milch und Zucker

mit Milch und Zucker

Mit Milch und Zucker - Der Podcast bei dem wir mit Menschen Kaffee trinken, damit ihr sie kennenlernen könnt.

Marion - Tafelspitz oder Knödel mit Ei

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Wie schmeckt Wien?
(03:51) Ich hab viel zu viel Kaffee in meinem Leben getrunken und irgendwann hat er mir nicht mehr geschmeckt.
(04:49) Es gibt Plätze da trinkst fix keinen Kaffee, da trinkst dann halt Schnaps.
(06:36) Sachen die passieren, haben einen Grund.
(06:49) Wenns nicht geht ist es geschickter, dass man aufgibt.
(06:57) Ich habe immer viele Möglichkeiten bekommen aber auch immer wirklich viel gearbeitet und es hat mir immer Spaß gemacht.
(07:04) Ohne Spaß würde ich viel nicht machen.
(07:26) Ich habe meine Bühne mein ganzes Leben gehabt.
(08:08) Ich versuche immer auf einer Augenhöhe und Respektsbasis zu agieren.
(08:18) Wenn ich eine Geschichte hab die am Wochenende passiert ist kann sein, dass ich die 400mal 3 Tage lang erzähle.
(08:28) Ich hoffe, dass die Leute kommen und in der Zeit, wo sie da sind ein bisschen ihren Alltag vergessen können.
(15:12) Ich hab noch nie so lange am Abend nicht gearbeitet.
(16:09) Ich geh raus in der Früh, da steht schon der Mistkübler da und dann reden wir schon und lachen schon und ich denk mir der Tag fängt schon gut an.
(17:50) Ich habe mir in den letzten Jahren gelernt, dass man manchmal Nein sagen muss und verstehen lernen muss, dass die anderen dann nicht pissed sind, wenn man Nein gesagt hat.
(19:16) Unser Pissoir ist wirklich super.
(22:26) Hauptsache es ist paniert.
(22:50) Schnitzel geht immer.
(24:14) Das Lokal ist immer aufgedeckt. Immer wenn man reinschaut, ist alles fertig.
(24:27) Es gibt immer ein Mittagsmenü, das kostet seit 12 Jahren 8,50€.
(26:07) Was mich nervt sind Sachen, die ich nicht selber antreiben oder bewerkstelligen kann.
(28:07) Es ist jetzt so wie es ist und ich gehe mit der Situation um wie sie ist und ich denke nicht darüber nach was gewesen wäre wenns anders gewesen wäre.
(43:18) Ich bin die Meisterin des sinnlosen Smalltalks.
(43:41) Ich lach eigentlich sehr gern.
(44:58) Ich bring schon gern Leute zum Lachen.
(49:39) Es gibt so Tage im Herbst da denkt man sich: Heute wäre der perfekte Tag zum Spazieren am Zentralfriedhof.
(55:02) Wenn ich Leute einlade, gibts Schinken-Käste Toast.
(55:08) In meiner Familie gehts um miteinander, es geht gar nicht darum was um Teller ist sondern ums zusammensitzen und eine gute Zeit haben.
(56:19) Humor nicht vergessen.

Christoph - Change is neither good nor bad. It simply is.

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(4:51) Der persönliche Kontakt hat einen ganz neuen Stellenwert bekommen. Egal ob digital oder wirklich persönlich persönlich.
(7:03) Ich habe gemerkt, es geht nicht mehr.
(9:30) Schlimm ist zwar, dass man nicht darauf vorbereitet war, aber schlimm ist auch, dass man immer noch nicht damit umgehen kann.
(10:59) Ich hab ein bisschen zu spät gemerkt, dass ich mich auf die wirklich wichtigen Dinge fokussieren muss, aber es war ein gutes Aufwachen.
(12:49) Es klingt komisch, wenn man sagt „Ich schau jetzt auf mich!“ und gründet dann etwas, aber ich wollte Dinge tun die mir Spaß machen.
(14:05) Geld verdienen ist ein Ergebnis, nicht das Ziel.
(15:30) Es ist eine Balance aus „cool, neue Verantwortung“ und „was ist das eigentlich?“
(21:53) Ich finde es furchtbar, dass diese Krise so politisiert worden ist.
(23:30) Du konntest dir aussuchen Medium A oder B und je nachdem hast du unterschiedliche Fakten oder Nicht-Fakten gekriegt.
(23:39) Wenns nach dem einen Medium geht, sind wir morgen alle tot, wenns nach dem anderen geht, ist eh alles wurscht.
(25:58) Mir ist das wurscht wer den Impfstoff organisiert hat, die Leute gehören geimpft.
(27:53) Von mir kann man lernen, wie man Sachen nicht machen sollte.
(28:19) Fehlerkultur und dass es ok ist Fehler zu machen, ist wesentlich.
(29:15) Man kann nicht gewinnen, wenn man sich jeden Tag verkleidet.
(31:28) Der Anspruch an Veränderung ist bei mir generell schon ausgeprägt.
(33:48) Wenn wir eine Sache alle im letzten Jahr gelernt haben sollten, dann dass man wirklich nichts kontrollieren kann.
(34:30) Ich kenn niemanden, wo ich die Hand dafür ins Feuer legen würde, dass es ihm oder ihr immer gut geht.
(34:56) Wir bestehen nicht zu 100% aus „alles ist gut“.
(36:33) In meiner letzten Arbeit habe ich gesehen, dass es ganz viel Wahnsinn gibt, im Sinne von überbordender Struktur.
(37:25) Unternehmen setzen sich Monate lang mit sich selbstauseinander und vergessen darauf, dass sie eine ganz andere Aufgabe haben.
(39:26) Wenn ich mir bei einem Regenschirm überlege, ob die Spitze Silber, Gold oder Bronze werden soll, die Leute aber einfach nur nicht nass werden wollen, dann läuft etwas falsch!
(42:37) Es ist irrsinnig lustig, weil was soll, schon abgehen? Er steht halt jetzt bei der Bushaltestelle und wir beim Auto.
(44:18) Dadurch, dass wir jetzt schon viel mehr Zeit miteinander verbringen, merke ich schon, dass das Thema „Vorbild“ ein viel größeres wird.
(47:08) Es hängt auch sehr viel davon ab, mit wem man arbeiten kann und will.
(51:46) Das beste was mir passieren kann ist, dass meine Familie und die Menschen die mir Nahe sind gemeinsam mit mir gut aus dieser Situation gekommen sind.

Pam - Musicians want to be the loud voice for so many quiet hearts

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Wofür erhebst du deine Stimme?

(07:38) Musik machen ist für mich schon ein bisschen wie Kaffee trinken.

(07:41) Gin trinke ich, wenn ich gut drauf bin, und möglicherweise bleiben will.

(08:53) Ich bin ja Balladenkönigin und liebe es Balladen zu schreiben.

(09:40) Wenn ich über ein gewisses Thema geschrieben habe, dann habe ich einen Haken daruntergesetzt und dann ist es abgearbeitet.

(11:10) Ich will jedem ein bisschen Raum in meinen Liedern lassen, damit man sich darin finden kann.

(15:54) 2019 war der Punkt, wo ich gesagt habe: Ich will mich nicht mehr hinter etwas verstecken, weil ich nicht finde, dass ich mich hinter etwas verstecken muss.

(17:12) Musik ist meine absolute Leidenschaft.

(20:42) Es ist als Frau schwieriger gehört zu werden.

(23:33) Wenn man eine Leidenschaft hat, dann hängt man sich gern rein.

(25:21) Für sich selbst aufstehen braucht so viel Mut und so viel Überwindung, aber es ist so ein geiles Gefühl, wenn man es gemacht hat.

(25:47) Wenn Neid hinter Kritik versteckt wird, darf man ruhig die Ohren verschließen.

(26:42) Im Entstehen eines Liedes ist der ärgste Moment das erste Mal herzeigen.

(28:26) Ich habe immer gesagt, wenn wir etwas über mich wissen wollt, hört euch meine Lieder an. Ehrlicher wirds nimma.

(30:34) Das erste Jahr hat mir der Mikroständer das Leben gerettet, weil ich mich daran festgeklammert hab.

(32:34) Irgendwann wars genug mit den Wohnzimmerkonzerten und man hat auch schon das Wohnzimmer von jedem gekannt.

(38:55) Es lebt sich schon viel, viel leichter, wenn man sich selbst gern hat.

(47:03) Das meiste an Singen habe ich im Auto gelernt.

(47:20) Pendeln ist kein Problem für ich, da habe ich wenigstens Zeit zum Üben.

(51:24) Wir kommen auf keinen grünen Nenner.

(53:08) Ich finde schon, dass ein gewisses Maß an Fantasie in jedem steckt und jeder nur seinen Bereich finden muss, wo er es ausleben kann.

(54:43) Eine Setlist muss etwas Kontinuierliches haben, einen roten Faden, wie ein Film.

(55:31) Ich werde ja auf der Bühne auch manchmal zum Möchtegern-Standup-Comedian.

(58:12) Als Vorband muss man sich schon viel mehr anstrengen, weil die Leute kommen nicht wegen dir, aber wenn du die dann überzeugst sind es treue Fans.

Was ich dir noch erzählen wollte

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(03:57) Gespräche, die nicht aufgenommen werden, sind nicht ganz so sinnvoll. (B)

(04:35) Machen wir eine alles-außer-Corona Regel? (B)

(05:25) Wenn man uns schon länger hört und wenn man uns auch so kennt, glaubt man es kommt halt das eine Monat AWFNR und das nächste Baywatch Berlin. (C)

(05:42) AWFNR und Baywatch Berlin sind unsere generellen Empfehlungen. (C)

(08:20) Bevor ich eine Empfehlung habe, habe ich eine Meinung dazu. (B)

(09:49) Selbstverständlich ist der Standard oft der Meinung der ich auch bin. (C)

(10:50) Ich würd‘s jetzt nicht als Podcast bezeichnen. (C)

(11:10) Wenn ich mir neue Podcasts anschaue und die durchschnittliche Folgenlänge unter 20 Minuten ist, höre ich den Podcast nicht. (B)

(13:01) Scheiß auf tagesaktuell und Politik. (B)

(17:04) Auch das hier ist ein Lernpodcast. (C)

(18:07) Unsere Frauenquote ist momentan der Shit. (C)

(26:24) Es geht nicht nur um Menschen, die wegen Corona im Krankenhaus sind, sondern es geht auch um Menschen, die im Krankenhaus sind wegen anderen Erkrankungen. (B)

(26:38) Ich würde mir wünschen, dass den Menschen in Österreich auch mehr Raum gegeben wird, die so viel leisten für uns. #nichtselbstverständlich (B)

(27:01) Wir sollten nach der Corona Geschichte mal darüber reden ob die Zustände und die Bezahlung für Menschen, die im Sozialbereich arbeiten so ok ist. (B)

(27:58) Alles von Feminismus bis zur Bierpartei ist bei uns vertreten. (C)

(32:42) Seid‘s lieb zueinander wäre mir noch ein Anliegen. (C)

(33:50) Ich tu mir extrem schwer damit Leute nicht darauf hinzuweisen, dass es extrem deppat ist, was sie machen. (B)

(36:41) Ich glaub wir sind mit dieser Folge durch. Besser wirds nicht. (C)

Geli - I'm a lover, I'm a child, I'm a mother, I'm a sinner, I'm a saint

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Weche Rolle hast Du heute?

(05:09) Ich liebe es Kaffee in Kaffeehäusern zu trinken.

(07:07) Man muss sich ein bisschen anpassen wenn man Kinder hat.

(09:28) Man kann nie zum genau gleichen Zeitpunkt, dem einen oder dem anderen, genauso viel Aufmerksamkeit geben.

(10:47) Der Punkt Me-Time hat in meiner Vorstellung eine grössere Rolle gehabt.

(11:22) Man lernt ganz ganz viel über sich selber wenn man Kinder hat.

(14:25) Ich hatte immer das Gefühl in der Strassenbahn ich werde angeschaut wenn das Kind nur irgendeinen Muks macht.

(18:33) Ich habe einen Ausgleich gebraucht. Einen Ausgleich für mich persönlich.

(24:57) Simmering hat immer so etwas ur wienerisches gehabt.

(28:15) Mein Mann ist ganz verwundert, dass ich alleine in die Volksschule gegangen bin.

(29:45) Die Kinder fühlen sich dort wohl wo sich die Erwachsenen wohlfühlen.

(34:36) Was uns sehr geholfen hat ist eine Babysitterin.

(37:35) Es ist nicht so lange her, dass man nie Väter mit Kinderwagen auf der Strasse gesehen hat.

(42:01) Mein Mann und ich beneiden uns gerade gegenseitig um unsere Jobs.

(46:46) An Themen für den Podcast fehlt es mir nicht.

(47:16) Ich habe beim Podcast Gesprächspartner einerseits meine Oma und andererseits Menschen aus dem öffentlichen Leben.

Nane - Freundinnen statt Quotenproblem

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Wenn du keinen Raum findest, bau ihn dir.
(08:50) Mich hat diese eine Freundin, die schon aufgelegt hat, angerufen hat und gesagt hat: Du Nane, ich mach dich berühmt.

(09:01) Okay was muss ich tun.

(10:31) Ein Spongebob war an dem Abend auf einmal da.

(10:55) Über 10 Jahre hindurch haben wir keine einzige Booking Anfrage verschickt, sondern sind immer von selber gebucht worden.

(12:11) Jeder hatte ein Selbstverwirklichungstool und das heißt Etepetete und jeder kann machen was er will und wir treffen uns alle dort.

(12:49) Ich spiel das, was mir selbst am besten gefällt.

(14:37) Es war eine totale kreative Spielwiese, der ich alles untergeordnet habe.

(15:52) Wir waren verlässlich, wir waren pünktlich und wir waren immer respektvoll miteinander.

(17:02) Das Schöne an unserer Freundschaft ist immer gewesen, dass ein Veto nur kam, wenn etwas so groß war, dass es die Freude der anderen überdeckt hat.

(25:10) Ich habe eine gesunde Distanz zu Parteipolitik gehegt.

(25:50) Dann habe ich Irmgard Griss geschrieben: Für Sie möchte ich gerne arbeiten.

(32:48) Ich akzeptiere generell nichts was mir einfach vorgesetzt wird.

(33:15) Ich bin nicht ehrgeizig, aber ich bin extrem hartnäckig.

(33:58) Meine Mutter hat immer gesagt: Du kannst nicht mit dem Kopf durch die Wand. Ich habs mir dann immer vorgestellt und gedacht: Warum eigentlich nicht.

(35:30) Ich habe glaube ich die größte Freude, wenn ich etwas ausprobieren kann.

(36:34) Wenn es gut ist glaub ich, entgegen der Politik, vermarktet es sich von alleine.

(41:15) Ich habe einen gewissen Grant gehabt auf die Selfcare Leute, weil ich hab keine Zeit für den Schas weil ich hackel.

(52:01) Ich hätte es gerngehabt, wenn wir als Parlament mal einen guten Rave machen.

(52:54) Ich brauche beides, die Kultur wo ich kreativ und nicht messbar sein kann und ich brauch das objektiv bewertbare.

(56:23) Es ist mir total wichtig, dass man immer auf Augenhöhe bleibt, wurscht mit wem.

(01:00:32) Die Idee einer guten Unterhaltung oder Freundschaft ist, dass man sich selbst auch mal rausnimmt und den anderen voll und ganz inhaliert.

(01:01:10) Man sollte das Gegenüber so sein lassen, wie es ist.

(01:05:14) Ich hole mir die Energie nicht über soziale Kontakte, ich kann mir alleine auch gut Energie geben und halten.

Judith - Bis wohin und wo weiter?

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Judith Bis wohin und wo weiter?
Volunteer-Arbeit in Griechenland

(06:43) Ich hab total viel Zeit damit verbraucht Tee zu kochen und versucht die Leute kennenzulernen.

(12:16) Das wichtigste ist da zu sein für die Person, als Mensch und einfach sagen, auch wenn du in einer schwierigen Situation bist, du bist genauso viel wert, wie wenn du diesen Job oder diese Wohnung hast.

(13:18) Es war vielleicht leichter mit mir über schwierige Dinge zu reden, weil ich vielleicht ähnliche Probleme hatte. Mit 18 Jahren, was will ich machen, wohin geht mein Weg, so grundlegende Fragen.

(14:19) Ich habe gelernt, dass es verschiedene Wege gibt ein Problem zu lösen.

(16:56) Ich war für einen Aufnahmetest 2015 im Sommer in Wien und habe am Westbahnhof die vielen Menschen gesehen. Ich war eigentlich schockiert, dass der Staat versagt und in der Lage gar nichts macht.

(18:18) Wie haben vier Tage die Woche, täglich 2 Deutschkurse veranstaltet, und einen Tag die Woche war ich dabei.

(20:32) Es war oft zum Improvisieren, aber es war beeindruckend, wie es geschafft worden ist.

26:39) Vor meiner ersten Deutschstunde war ich sehr nervös. Ich wusste nicht was mich erwartet, wie soll ich mit den Leuten reden, bis ich gemerkt habe: Judith, sei einfach Du selbst, so wie immer und geh auf die Menschen zu.

(30:09) Es waren viele Herausforderungen, wo es viele verschiedene Ansätze braucht. Irgendwann steht man als Einzelperson an und dann musste auch was von der Politik und den großen Institutionen organisiert werden.

(32:53) Es gab dann die Demo und das Lichtermeer, wo ganz viele Menschen in Wien waren. Das hat total viel Kraft gegeben, zu merken, dass es viele Menschen gibt, die auch sehen, dass die Situation so nicht geht.

(34:40) Ich habe 2019 meinen Bachelor gemacht und wollte dann nochmal praktische Erfahrungen sammeln.

(34:39) Ich war dann 2019 das erste Mal in Griechenland für drei Monate.

(36:18) Für mich war es total wichtig, dass ich bei einer Organisation mitmache, wo die Menschen auf Augenhöhe miteinander arbeiten.

(38:10) Im Community Center gab es für jedes Projekt eine geflüchtete Person, die dafür verantwortlich war und wir Freiwilligen aus Europa haben unterstützt.

(40:00) Es wäre furchtbar, wenn sich das Gemeinschaftszentrum an den Bedürfnissen der Volunteers richten würde, sondern es ist wichtig loszulassen und zu fragen: Was wollt ihr machen.

(40:38) Es gibt so wenige Dinge, die die Menschen auf der Flucht selbst bestimmen können.

(44:35) Viele Leute die gerne Volunteering machen wollen, wissen nicht man es sich finanzieren kann.

(45:08) Einfach auf das Wesentliche konzentrieren und es gibt dann immer Menschen die einem helfen.

(56:43) Ich würde gerne in fünf Jahren nach Lesbos fliegen und merken, dass es dieses Lager nicht mehr gibt.

(59:30) Egal was man macht, es ist super, wenn man irgendwas macht.

Ella - Voiceover - Andren eine Stimme geben.

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Ella - Voiceover - Andren eine Stimme geben.
Was bedeutet es nun wenn man anderen tatsächlich die Stimme gibt?

(2:40) Ich trinke gar keinen Kaffee mehr, weil das besser für die Stimme ist.
(3:54) Damit die Stimme performen kann, muss der Körper gesund sein.
(5:00) Man verzichtet auf vieles, wenn man erfolgreich sein möchte.
(6:56) Ich habe in der Oberstufe meinen Mann kennengelernt und der hat mich dann nach Italien mitgneommen.
(7:50) Ich hatte das Gefühl ich mache etwas mit Sinn, aber hab dabei auch irgendwie mich selbst verloren.
(12:00) Wir sind zu Weihnachten 2019 zurück nach Wien gekommen, in unsere neue Wohnung gezogen und waren zwei Monate später im Lockdown.
(12:20) Ursprünglich waren 2 Jahre Italien geplant, dann habe ich aber zu meinem Mann gesagt:“ Wir waren jetzt zwei Jahre für dich da, jetzt sind wir noch ein Jahr für mich da.“
(14:50) Ich wünschte ich hätte mir mehr der italienischen Leichtigkeit behalten.
(16:20) Ich musste mich nach den drei Jahren wiederfinden und drei Jahren hinter mir zurücklassen.
(17:16) An dem einen Tag hab ich mich noch verzweifelt und verloren gefühlt und das hat dieser eine Anruf komplett verändert.
(19:20) Mir wurde immer gesagt „Du hast so eine schöne Stimme, wird Sängerin!“. Als ich aber dann begonnen habe das etwas professioneller anzugehen, habe ich die Freude verloren.
(20:20) Es ist kein einfaches „in die Rolle schlüpfen“, sondern es ist immer etwas persönliches, das die Rolle erst ausmacht.
(21:15) Hinter dem Mikrofon kann ich ein 15-jähriger Junge oder eine 30-jährige Frau sein. Da sieht mich niemand.
(24:10) Ich bin vorm Fernseher gesessen und habe begonnen Stimmen nachzuahmen.
(30:17) Man ist sehr auf Feedback von außen angewiesen, wie die Stimme klingt. Das hat mich auch eingeschüchtert.
(34:15) Jeder kann reden, aber hinter einem professionellen Sprecher steckt eine andere Technik.
(40:17) Man hat oft das Gefühl, dass gemeint wird „Die Männerstimme hat etwas zu sagen.“ Frauenstimmen haben auch etwas zu sagen!
(40:40) Es liegt auch an uns Frauen zu sagen, das wir Frauen hören wollen.
(41:50) Wenn du dich kennenlernst, kannst du wahr sein, indem wie du nach außen bist.
(42:55) Die Stimmer hergeben kann man nur, wenn man die eigene Stimme wertschätzt.
(46:40) Man darf sich auch Ruhe gönnen.
(48:00) ehrliche Freude in anderen Menschen bringt mich zum Lachen.
(49:15) Ich kann auch gar nicht anders, jede Bewegung in meinem Gesicht macht ein Lächeln.
(50:17) Für mich persönlich ist es immer am Wichtigsten nicht stehen zu bleiben.

Sascha - If you love music, start a band. If you love talking, start a podcast.

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Sascha - If you love music, start a band. If you love talking, start a podcast.
Über das Starten eines Podcasts und dem Produzieren eines Albums.

(04:02) Scheiß drauf was die anderen sagen, mach worauf du Bock hast.

(05:22) Österreich und Wien hat eine Kaffeehauskultur aber keine Kaffeekultur.

(05:48) Ein Espresso in Italien, am besten am Wasser.

(08:09) Wir haben uns tagelang den Kopf zermartert welchen Film wir gucken können und was wir dabei essen.

(11:06) Ich habe gestern Zurück in die Zukunft 1 auf Englisch geschaut und es war ganz fantastisch.

(17:38) Wir hatten sieben oder sechs Probefolgen.

(19:14) Ohne Corona wäre ich nie auf die Idee gekommen selber einen Podcast zu machen.

(22:02) Man steht als Musiker jetzt echt lange schon vor dem Nichts.

(22:27) Keine Konzerte spielen können ist Folter für einen Vollblutmusiker.

(23:29) Aus einer Laune heraus, bzw. weils raus musste, haben wir Punksongs geschrieben. Jeden Tag einen.

(24:52) Deswegen ist es auch ein wütendes Punkalbum geworden.

(31:02) Sich zu äußern ist nicht schwer, gerade dann, wenn man gelernt hat als Mensch selbständig zu denken und eine eigene Meinung zu entwickeln, sondern die Plattform zu finden, um das rauszulassen das es auch ankommt.

(33:07) Wir haben keine Lobby.

(36:39) Ich bin damit gut gefahren mich überhaupt nicht zu verbiegen.

(43:06) Ich mach übrigens noch einen Podcast.

(44:19) Da können wir jetzt mal den Hund mit ins Boot holen.

(54:04) Manchmal werden mir beim Crowdsurfen die Socken geklaut.

(54:19) Das erste Konzert, das wir spielen wird auf jeden Fall ein absoluter Befreiungsschlag und was ganz besonderes sein.

Michael - Wieviel Angst macht Krise?

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Wieviel Angst macht Krise?
Wie gehen wir mit den aktuellen Krisen um und wie sehr werden sie uns nachhaltig verändern?

(05:20) Ich habe lange Zeit keinen Kaffee getrunken und war mehr so der Kakao-Typ.

(12:33) Es ist für mich eine Grundvoraussetzung für Beziehung, dass ich den anderen versorgt weiß.

(13:40) Diese Festlegen auf etwas war nie so meines.

(20:44) So unterschiedlich wie unsere einzelnen Wahrnehmungen sind, so unterschiedlich ist auch das Ergebnis, wenn ein ganzes Team mit einer Person zusammenarbeitet.

(21:42) In diesem Feld zu arbeiten ist etwas sehr Spannendes und sehr Erfüllendes aber gleichzeitig auch anstrengend.

(22:41) Bei der Methode der Existenzanalyse geht es nicht um Bewertung.

(22:53) Es geht darum die Person zu begleiten und zu schauen, wo sie Möglichkeiten für sich hätte oder nutzen kann. Aber gleichzeitig auch auf der Basis, dass man schaut, wie erleben sie sich selber.

(30:19) Mir war nicht fad im letzten Jahr.

(34:35) Ich kann keine Gedanken lesen. Ich weiß nicht was der andere gegenüber denkt und erstens ich werde es nie besser wissen als der/die KlientIn und zweitens ist es auch nicht mein Anspruch.

(35:18) Ich bin der, der versucht die Außenbeobachtung zur Verfügung zu stellen.

(43:46) In der Therapie hat man weniger Erwartung daran, dass der andere etwas bestimmtes abliefert, darum gehts gar nicht, sondern mehr darum gemeinsam auf die Wesensschau zu gehen.

(44:36) Ois und nix.

(45:00) Generell erlebe ich mich mehr als Zuhörer.

(46:55) Das vorbildliche Um-sich-selbst-kümmern, ist ja eigentlich das was mitgegeben werden soll. Nämlich das jede Klientin und jeder Klient lernt für sich selbst sorgen zu können, so dass er mich irgendwann nicht mehr braucht.

(52:43) Für mich ist Humor auch ein wichtiger Aspekt mit allem schmerzvollen umzugehen.

(53:40) Ein Miteinander ohne Humor stelle ich mit sehr schwer vor.

(58:08) Eine Neugier auf sich selbst ist ein Perpetuum mobile.

Über diesen Podcast

Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken.

Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen.

Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage:

Mit Milch und Zucker?

von und mit Christiane Hurnaus, Brenda Annerl

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