mit Milch und Zucker

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Mit Milch und Zucker - Der Podcast bei dem wir mit Menschen Kaffee trinken, damit ihr sie kennenlernen könnt.

Grinch oder Christkind?

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Grinch oder Christkind? - Weihnachtsspecial

Nini

(08:56) Wenn Halloween 23:59 vorbei ist, bin ich die, die die Weihnachtmütze sofort aufsetzt.

(10:56) Da gibt es Huhn in Walnusssauce mit Granatapfelkernen.

Sibylle

(12:18) Weißt Du was der Grinch ist? Ja. Den haben wir nie schauen dürfen.

(13:00) Das perfekte Weihnachten ist im Kreise meiner Lieben.

(16:14) Für mich muss immer ein Adventkalender da sein. Ein kitschiger altmodischer.

Markus

(18:22) Meine Mama schwört darauf, dass Weihnachten ohne Christbaum nicht geht.

(20:53) Das perfekte Weihnachten muss nicht spektakulär sein. Mit der Familie, gutes Essen, etwas spielen, mir ist es am wichtigsten keinen Stress zu haben.

Amra - Schreiben ist eine Waffe der Wahrheit.

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Amra - Schreiben ist eine Waffe der Wahrheit. Vom Schreiben, Recherchieren und eine Meinung haben.

(04:43) Ich hole mir immer Rat bei meiner Mutter.

(07:05) Cola Rot heißt in Bosnien Bambus.

(12:38) Ich habe auch jeden Nachmittag Gilmore Girls geschaut und kann jetzt sagen so schaut Journalismus nicht aus.

(12:49) Ich wollte schreiben, in die Medien gehen, weil ich gesehen habe wie wir behandelt worden sind, meine Mama behandelt worden ist, wie unfair Menschen behandelt werden, weil sie Migrationshintergrund haben.

(14:54) Ich habe dann die HAK gemacht und mir gedacht falls es mit dem Schreiben nichts wird kannst wenigstens einen Bürojob machen.

(20:45) Meine Mutter hat auch ihre Heimat verloren. Sie hat nicht darum gebeten, dass da Krieg ist und sie woanders hin muss.

(22:28) Du traust Dich nicht gegen die diskriminierenden und rassistischen Bemerkungen etwas zu sagen weil Du Dir denkst: Ich muss dankbar sein, dass hier sein darf.

(22:42) Ich wollte Journalistin werden, weil ich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die sich nicht trauen etwas zu sagen, denen zu helfen und eine Stimme zu geben.

(23:39) Kultur ist etwas, dass Menschen brauchen, es ist etwas wo man abschalten kann, so ein Seelenbalsam.

(28:41) Das Schöne an Social Media ist, dass man anderen Menschen helfen kann und zeigen, schau Du bist nicht allein.

(29:35) Eine gute Geschichte ist immer eine gute Geschichte.

(39:12) Schreiben kann man lernen, was man braucht ist ein Riecher für Geschichten.

(39:33) Das Schwierigste zu Schreiben sind die ganz kurzen Texte mit 4 bis 5 Zeilen.

(39:48) Man muss auch Social-Media fit sein, und Online-fit sein plus Print, man muss ein viel größeres Skill Set haben.

(41:09) Man kann darauf vertrauen, wenn eine Geschichte von mir in der Heute erscheint, egal wie kurz sie ist, es ist sorgfältig recherchiert und ich habe mir Mühe gegeben.

(43:20) Man muss nicht reißerisch sein um etwas rüber zu bringen.

(46:02) Bitte erzählt mir eure Geschichten, meldet euch gerne, wenn ihr eure Geschichte erzählen wollt, wenn ihr euch unfair behandelt gefühlt habt oder etwas erlebt habt wo ihr glaubt es hilft anderen.

(53:24) Es ist nicht so viel Glitz and Glam wie man es sich vorstellt.

(56:05) Egal wer was sagt, ob es Politiker sind, oder der rassistische Nachbar, lasst euch den Mund nicht nehmen.

Dana - Das wird man ja wohl noch sagen dürfen

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Dana - Das wird man ja wohl noch sagen dürfen. Warum wir immer noch darüber reden müssen, was sexuelle Belästigung ist.

(4:57) Sexuelle Belästigung beginnt schon bei einem aufdringlichen Blick und endet nirgends eigentlich.

(5:21) Ich bekam oft die Rückmeldung dass es vielen Frauen gleich ging und sie aber meinten, dass sie übertreiben.

(6:24) Ich bin immer wieder überrascht wie wenig Zivilcourage oft da ist.

(9:04) Viele Mädls die mir schreiben sagen, es war wichtig für sie, es sich von der Seele zu schreiben.

(10:02) Die wenigen Männer die der Seite folgen, sagen auch, dass ihnen nicht klar war, was Frauen passiert.

(10:58) Wenn du dich als Mann fragst ob du gruselig warst, dann ja, warst du gruselig.

(11:33) Es ist kein „Ist dir das schon mal passiert?“ sondern „Wie alt warst du, als dir das passiert ist?“

(15:54) Ich gebe bewusst die Herkunft der Täter nicht in die Geschichten hinein.

(17:10) Frauen haben in solchen Situationen ein Gespür dafür, dass gleich etwas passieren wird.

(17:36) Mir ist es wichtig, dass Frauen auf dieses Bauchgefühl hören und sich in Sicherheit bringen.

(22:07) Ich war an einem Punkt, an dem ich dachte, da ist so ein unglaublicher Pegel an Frust in mir und wenn ich nichts mache um etwas daran zu verändern, dann bleib ich zurück mit dieser Wut und das möchte ich nicht.

(26:07) Es gibt einen unheimlichen Druck, dass man in solchen Situationen nicht nur für sich, sondern für alle Frauen der Welt, den übergriffigen Mann erziehen muss.

(25:24) Keine muss die Heldin spielen. Es ist ok, wenn man mit der Situation überfordert ist.

(27:33) In einer übergriffigen Situation, schuldet man niemanden etwas. Man muss nur schauen, dass man sicher wieder hinauskommt.

(32:31) Ich seh‘s viel wichtiger bei seinem eigenen Standpunkt zu bleiben und sich nicht zu verbiegen und sich trotzdem durchzusetzen.

(36:39) Sprache bildet die Wahrheit ab, aber auch dazu bei, wie wir unsere Welt wahrnehmen.

(38:43) Ich finde es ganz wichtig zu lernen auf sich zu hören und sich selbst nicht zu übergehen.

(38:55) Man muss kein Kopf an Kopf Rennen veranstalten oder mit jedem Mann streiten. Man muss nicht immer soviel Energie aufwenden.

(39:08) Was oft passiert ist, dass man klein gehalten wird mit ganz typischen Methoden wie mit Aussagen "Das ist zu emotional" oder "Du bist zu sensibel".

(40:02) Wenn dir ein Mann sagt Du bist zu sensibel oder zu emotional, dann ist es meistens weil der Mann nicht über genug emotionale Intelligenz verfügt.

(47:05) Manchmal ist das naheliegendste einfach zu sagen: Bitte verpiss dich, ich habe keinen Nerv dafür.

(48:20) Humor ist dann gekonnt, wenn er sich nicht darauf ausruht, dass er sich über irgendjemanden lustig machen muss.

(49:37) Es geht bei vielen Dingen um die Haltung die man hat und die man nach Außen trägt und die man tatsächlich täglich lebt.

(50:57) Ich werde sehr oft in eine Schublade gesteckt.

(52:19) Mein Feminismus, den ich lebe ist, leben und leben lassen.

(58:27) Ich würde sehr gerne mit meiner Plattform Workshops anbieten und dort ansetzen wo es zu wenig Aufklärung gibt. Mein Wunsch wäre es damit mal an Schulen unterwegs zu sein.

Julia - Not all heroes wear capes

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Julia - Not all heroes wear capes. Wie wir mit systemrelevanten Berufen umgehen.

(07:45) Die montessorische Zugangsweise ist eine die sehr stark am Kind orientiert ist, das heißt, dass wir sehr individuell auf die Bedürfnisse und Entwicklungsschritte eingehen.

(10:44) Es muss früh beginnen, dass Kinder Menschen kennenlernen die eine friedliche und respektvolle Haltung vermitteln.

(11:41) Pädagogik ist nicht etwas das man mit dem Kind alleine macht, sondern es fängt bei den Eltern an.

(14:30) Ich bin Pädagogin mit einem offenen, verständnisvollen Blick auf ein Individuum.

(17:56) Es ist nicht die Aufgabe der Kinder für uns da zu sein.

(20:20) Ich schaue was kann ich am Rahmen so ändern und vorbereiten, dass der Tag energetisch heute geht, dass wir es gut schaffen und dass ich bestmöglich für die Kinder da sein kann.

(20:38) Man muss sich als Pädagogin vom Perfektionismus trennen.

(21:03) Gerade jetzt, in der Pandemie, sind wir für die Kinder da, sind liebevoll für sie da, begleiten sie, da ist es wurscht ob ein Ding schief im Regal steht.

(21:54) Wir reduzieren privat unsere Kontakte total um eine Sicherheit für die Kinder zu bieten.

(22:14) Wir machen persönliche Abstriche um die Kinder in der Situation unterstützen zu können.

(23:24) Wir schützen die Kinder vor diesen Sorgen und der Aufregung indem wir ein Filter für sie sind.

(27:16) Ich erlebe eine sehr kooperationsbereite Elternschaft. Gerade in der Situation, wenn sie auch Homeoffice haben, die verkühlte Kinder im Zweifelsfall eher zuhause lassen.

(27:35) Das ist eine Kooperation für die ich sehr dankbar bin und ich den Eltern auch raten würde, damit auch die Pädagoginnen gesund bleiben und für die Kinder da sein können.

(30:28) Wir müssen in unseren Räumlichkeiten Umstände bewältigen oder auch Dinge von zuhause aus machen, für die wir nicht ausgebildet sind.

(30:40) Wir haben schon im ersten Lockdown versucht an den Kindern dran zu bleiben.

(30:54) Wir haben eine Instagram Seite kreiert und alle PädagogInnen haben Arbeiten für die Kinder und für die Eltern hergezeigt.

(31:07) Wir haben über Zoom Singkreise gemacht um mit den Kindern in Kontakt zu bleiben.

(33:07) Ich sehe diese Krise auch als Wachstum, weil man untereinander zusammenwächst und dieses Vertrauen, zwischen den Eltern und den PädagogInnen, den Kindern und den PädagogInnen und den Kindern und den Eltern, spürt.

(35:09) Alle Menschen die mit jungen Menschen arbeiten machen unglaublich viel in ihrer Freizeit, wofür sie nicht bezahlt werden und wofür das Geld auch nicht da ist.

(39:05) Je authentischer man lebt mit Kindern umso besser ist die Beziehung.

(40:33) Innerer Widerstand gegen Situationen die man nicht beeinflussen kann, wie zum Beispiel der Ausbruch einer Pandemie, ist zwecklos.

(40:49) Es ist wichtig sich in Akzeptanz zu üben und Wege zu finden um sich selber zu kümmern.

(42:21) Was es braucht ist Gelassenheit.

(43:07) Man kann sich immer selber hinterfragen: "Was sind meine Erwartungen?" und wo fahr ich mich da selber gegen die Wand indem ich etwas von meinem Kind erwarte zudem es jetzt nicht bereit ist.

(49:46) Meiner Ansicht nach ist die Montessori Pädagogik für alle Kinder und sollte es das auch in ganz Österreich als Regelsystem geben.

(50:10) Es geht darum in Frieden mit der Natur und anderen Menschen zu leben.

(52:16) Wir versuchen den Kindern das Werkzeug an die Hand zugeben damit sie sich selbst versorgen können.

(52:56) Kinder brauchen Rückmeldung. Kinder brauchen Erwachsenen die ihnen Rückmeldung geben und zwar respektvoll die sie nicht in ihrer Integrität verletzt.

(01:05:12) Seid gut zueinander und gut zu euch selbst.

Wiener Melange - Von der Bohne zum Kaffee

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Wiener Melange - Von der Bohne zum Kaffee. Wie alles begann.

(07:24) Oh mein Gott this is reality. (E)

(07:34) Ich bin ja eigentlich keine Kaffeetrinkerin und trau mich das oft gar nicht öffentlich zu sagen. (B)

(11:43) Unsere Reise nach Marokko war auch der Moment wo wir wussten, wenn wir einen Podcast machen muss der Fokus auf Austausch liegen (B)

(12:21) Die Technik ist und bleibt eine Herausforderung. (B)

(12:58) Aber wir haben einen Popfilter (E)

(17:28) Ich nehme Gespräche oft mit einem Podcast-Mindset wahr. (B)

(18:36) Wir halten uns gegenseitig verantwortlich, dass der Podcast läuft (E)

(20:33) Wir haben erkannt, dass wir beide etwas machen wollen das einen aktivistischen Aspekt hat, was für vielleicht für eine positive Veränderung beträgt und deswegen war der Schritt zu einem gemeinsamen Projekt kein so abwegiger Gedanke. (E)

(21:54) Wir haben unseren Freundeskreis im Preperation Process miteingebunden. (B)

(22:37) Ich bin immer ur happy wenn mir meine Freunde schreiben, dass sie eine Episode toll gefunden haben. (E)

(29:18) Unser Ansatz ist nochmal probieren aber dafür anders. (B)

(29:56) Die Sachen die uns wirklich wichtig sind waren uns beiden gleich wichtig. (E)

(33:15) Wir wollen einen Raum schaffen wo offen und ehrlich diskutiert werden kann. (B)

(36:07) Es geht darum unterschiedliche Meinungen aufzuzeigen, aber es soll jetzt kein convincing sein. (B)

(43:50) Bev, du bringst mich zum Lachen. Du hast einen so tollen trockenen Humor. (E)

(45:31) Wr. Melange ist für mich persönlich ein Safe Space. (B)

(1:01:12) Für mich gibt es nur mehr Wr. Melange mit Milch und Zucker.

Victoria - This is war: We politely ask you to f**k off

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This is war - We politely ask you to f**k off: Der Streik der Frauen in Polen.

(07:53) Sprache gibt ein Fenster zu Welt.

(08:16) Ich habe immer versucht dort wo ich bin auch die Sprache zu lernen.

(08:51) Wenn man einmal im Ausland gelebt hat, fühlt man sich überall heimisch und auch nirgends zu Hause.

(10:04) Die polnischen Frauen waren sich ihrer Rolle in der Gesellschaft immer sehr bewusst. Es gab hier immer eine starke Mobilisierung der Frauen und sie haben immer stark für ihre Rechte gekämpft.

(10:55) Der Einfluss den Frauen in der Golfregion nehmen ist ein anderer.

(13:46) In der Golfregion ist sehr vieles sehr privat.

(16:02) Es ist eine Besonderheit das in den Städten oder kleinen Ortschaften wo die Regierungspartei die absoluten Mehrheit hat, gerade dort die Frauen besonders demonstrieren.

(16:16) Es hat sich eine breite Bewegung aufgetan.

(16:31) Aufgrund einer feministischen Debatte ist es zu einer gesellschaftlichen Debatte gekommen die generell eine stärkere Trennung von Kirche und Staat fordert, gewisse Freiheiten, Gleichberechtigung und stärkere Anti-Diskriminierungsgesetze.

(17:13) Es geht ein Ruck durch die Gesellschaft.

(17:46) Innerhalb von Stunden waren alle Leute auf den Strassen.

(18:42) Es war ein Schlag gegen die Frauen aber es hat das Herz der Gesellschaft getroffen.

(20:21) Es ist kein Thema gegen die Kirche zu sein sondern gegen den politischen Einfluss der Kirche zu sein.

(22:44) Menschen beginnen sich für Politik zu interessieren und es gründen sich Initiativen auf allen Ebenen.

(26:50) Heutzutage kann sich jeder live zu den Streiks dazuschalten, man sieht dann zBsp auf Instgram live was gerade passiert, wie protestiert wird, wo protestiert wird und es wird in den Nachrichten komplett anders abgebildet.

(28:29) Man hat das Gefühl direkt bei dieser politischen Bewegung dabei zu sein.

(29:29) Die harte Sprache zeigt auch wie ernst es ist.

(31:21) Was mich fasziniert ist die Kreativität bei den Protesten.

(31:29) Diese Meme Kultur hat ein Eingang in die Protestkultur gefunden.

(36:27) Man sieht diese Symbole überall oder man stellt einen aufgespannten Regenschirm ins Fenster.

(37:32) Über die Jahre wurde Sexualität immer stärker aus der Schulbildung, und irgendeiner Form von Bewusstsein, restriktiv gemacht.

(37:49) Die Regierung hat sexuelle Bildung aus den Schulen verbannt.

(38:01) Wie soll es zu weniger Abtreibungen kommen wenn man nicht mal weiss wie man Empfängnis verhütet.

(38:15) Das Streikkommitee hat auch einen Punkteplan mit politischen Forderungen veröffentlicht.

(38:26) Haut ab aus den Schulen.

(38:28) Kirche raus aus allen staatlichen Institutionen.

(38:55) Es wird bewusst auch ein proeuropäischer Kurs gefordert, mit Polen als Teil der Europäischen Union.

(39:37) Change ist da.

(50:38) Die Menschen fordern ein repräsentiert zu werden.

(51:00) Die Verwendung der "Du" Form nimmt die Distanz zu den PolitikerInnen.

(52:10) Es geht jetzt nicht mehr darum ein bisschen etwas rückgängig zu machen sondern alles was im politischen Diskurs falsch gemacht wurde soll neu aufgeleist werden.

(53:48) Es wird Politik durch die Brille eines katholischen Priesters gemacht.

(54:00) Die Kirche hat ihren Platz in der Welt, so wie vieles einen Platz in dieser Welt hat. Aber dieser Platz ist nicht im Parlament.

Nadine - Over the sea to Skye.

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„Over the sea to Skye“ – Wie wandert man aus?

(6:10) Ich liebe Heidlbeeren. Heidelbeeren sind alles für mich.
(6:55) Mein Teenage-Selbst würde sich denken „Irgendwie bist schon cool“.
(7:30) Ich bin drei Stunden in der Schlange gestanden und hab mir dann nicht einmal einen Donut gekauft.
(9:20) Heuer war der beste Kaffee für mich, der Kaffee in Vietnam.
(11:05) Eigentlich habe ich keine Ahnung von Kaffee wie sich herausstellt.
(11:50) Ich wollte eigentlich am 22. fliegen, aber jetzt wurde mein Flug gestrichen.
(12:35) Brexit ist ein Mitgrund, warum ich jetzt auswandere.
(13:00) Durch Corona habe ich mir gedacht: Worauf warte ich eigentlich, dass ich was cooles mach?
(13:30) Ich habe schon viel erlebt, aber noch nicht alles.
(14:30) Die schottische Mentalität ist sehr ähnlich zur österreichischen.
(15:45) Ich tu mir mit Rechtsverkehr schon schwer und bin nicht der große Autofahrer.
(18:30) Es ist schon geplant für länger dort zu bleiben.
(18:45) Momentan ist die Checkliste für daheim noch länger.
(19:55) Es ist mühsamer das Leben hier abzubauen, als dort aufzubauen.
(21:15) Vielleicht hasse ich viele Sachen, aber wenn die zu Ende sind, bin ich trotzdem melancholisch.
(22:10) Es hilft mir zu wissen, dass ich wieder heimkommen kann.
(25:30) Ich kann mir „fix“ momentan überhaupt nicht vorstellen. Was ist „fix“? Ich fühle mich zu jung um zu sagen „das ist jetzt fix“.
(28:25) Ich denk mir lieber „Ein Wochenende dort hätte auch gereicht“ als „Warum hab ichs nie gemacht?“
(30:45) Was mir immer fehlt ist Leberkäse und Grüner Veltliner.
(32:20) Es wird das erste Weihnachten ohne meine Familie.
(36:00) Nachdem ich keine Ahnung habe, wie es sonst dort ist zu Weihnachten, wird mir auch nichts abgehen.
(36:55) Ich bin ein Food- und Kochnerd.
(38:15) Ich hasse Apfelstrudel.
(39:00) Kann man Leberkäse verschicken?
(40:20) Der hat mich gefragt:“ Why did you come to the US?” Und ich hab dann geantwortet:“ To live the american Dream!“ Das hat er nicht so witzig gefunden.
(40:45) Meine Schwester ist der lustigste Mensch der Welt.
(44:36) Ich finde es bei Humor wichtig, dass Satire sich nach oben richtet.
(46:33) In 5 Jahren will ich sagen können, ich habe das gemacht, was mir getaugt hat.
(47:49) Ich will mir nie denken, umziehen ist so mühsam und mich deswegen davon abhalten.
(49:35) Nimm dich nicht zu ernst, auch wenn du schon 30 bist, musst du noch nicht erwachsen sein.
(50:20) Ich bin nicht auf alle Eventualitäten vorbereitet und ich mache es trotzdem.

Happy Birthday to us

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Happy Birthday to us - 2 Jahre mit Milch und Zucker

(12:47) Auch etwas was wir im letzten Jahr gut geschafft haben: ein bisschen outside the comfort zone zu denken und nachzufragen.

(13:35) Ich würde mal für uns behaupten, wir sind professioneller in der Vorbereitung geworden.

(15:09) Die erste Frage ist eine Frage von Stefan: Gibt es Thema über das ihr euch noch nicht drüber getraut habt?

(16:45) Menschen die wirklich schlimme Dinge erlebt haben und viele Dinge zu erzählen haben. Das sind die Menschen die eine Plattform brauchen um ihre Geschichten zu erzählen.

(19:49) Als zweite Frage haben wir eine Frage von Erwin gezogen: Podcast ist trotz einem Revival noch immer ein journalistisches Nischenprodukt fern einer erfolgreichen kommerziellen Verwertung. Was hat euch bis jetzt motiviert, 2 Jahre durchzuhalten?

(20:10) Die kommerzielle Verwertung wars ned.

(20:30) Podcasten ist ein leistbares Hobby.

(20:44) Es ist ein Fixpunkt die Woche wo wir uns treffen.

(21:05) Es ist unser Podcast wir können machen was wir wollen.

(22:10) Es ist ein Privileg mit Milch und Zucker machen zu können.

(22:15) Das wir hier sitzen können und Menschen fragen können was sie bewegt und was sie betrifft, dass die Menschen einfach frei sagen können was sie sich denken und wir es für die Nachwelt festhalten können, das hat soviel mit Privileg zu tun.

(23:44) Wir haben die 10.000 Downloads geknackt.

(24:00) Es gibt jedes Monat eine/n Hörer/in die/der zu ihrer/seiner Alexa sagt: "Spiel mit Milch und Zucker ab"

(25:02) Podcasten hat mir die Angst genommen vor großen Gruppen zu sprechen.

(25:35) Mit Irmgard Griss, Livegoal achieved.

(26:07) Die Konsequenz seit 2 Jahren jeden Montag eine Folge gemacht zu haben, motiviert schon auch sehr.

(26:18) Die dritte Frage hat und Claudia Gamon geschickt und sie fragt: Wie unterscheiden sich PolitikerInnen von anderen Gästen?

(26:45) Bei PolitikerInnen muss man sich mehr vorbereiten.

(27:04) PolitikerInnen haben diese Gabe und auch Gewohnheit öffentlich zu sprechen und das es gut ist die Meinung, Sicht und Anliegen zu teilen. Viele Menschen die das nicht gewähnt sind reagieren wenn wir anfragen ob sie in den Podcast kommen wollen eher mit "Ich hab doch nichts zu erzählen." und ich glaube jede/r von uns könnte lernen, dass man eine interessante Person ist.

(29:34) Ich würde auch in Fernsehdebatten viel lieber hören was die Herzensthemen der PolitierInnen sind. Ich wähle ja PolitikerInnen für etwas was sie gut können nicht für etwas was sie nicht können.

(30:14) Die vierte Frage ist eine Frage von Andreas, nämlich: Hat der Podcast euch verändert? Oder neue Perspektiven auf im Blick auf die Welt eröffnet?

(30:48) Im Gespräch mit anderen merke ich oft, dass meine Podcaststimme kommt.

(31:32) Menschen die gerne unseren Podcast hören und auch gerne GästInnen sind, das macht stolz und das tut auch viel fürs Selbstbewusstsein.

(31:49) Es ist schon cool von niemanden abhängig zu sein, alleine entscheiden zu können und unser Ding durchzuziehen.

(32:52) Die Perspektive auf die Welt hat es total verändert, weil man viel, viel mehr Geschichten anderer Menschen hört und dabei wahnsinnig viel lernt.

(33:53) Unser Podcast ist auch ein Anker im Leben, ein Fixpunkt, auch wenn alles andere im Leben gerade den Bach runtergeht und man sich gar nicht wohl fühlt, hat man dieses eine Ding, dass man selber macht, auf das man sich immer verlassen kann.

(35:46) Wir haben in den letzten 2 Jahren ein stabiles, starkes Fundament gebaut.

(37:56) Wir hoffen, dass wenn die Zeiten jetzt wieder ruhiger werden wir auch mal wieder eine Folge mit der Fanni haben.

(38:20) Was wollen wir unseren HörerInnen noch sagen: DANKE!

(40:49) Dann bleibt noch die letzte Frage, die uns in diesem Fall Christoph geschickt hat nämlich: Wie trinkt ihr eigentlich euren Kaffee?

Emina - Zwischen Pride und Prejudice

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Zwischen Pride und Prejudice - Wie gehen wir mit Vorurteilen um?

(06:12) Wenn die Sonne untergegangen ist nie den Müll rausbringen.
(09:05) Es gibt eine ganz spezielle Weise wie man bosnischen Kaffee macht.
(12:03) Kaffee ist ein Teil vom Tag.
(12:41) Wenn ich in Bosnien bin trinke so viel mehr Kaffee als wenn ich in Wien bin.
(15:43) Ich musste immer die Beste sein, weil ich Angst hatte auf meinen Nachnamen reduziert zu werden.
(17:43) In der Volkschule wurde und öfters gesagt wir sollen zuhause nicht bosnisch sprechen, weil sonst würden wie nie Deutsch lernen.
(18:02) Zuhause haben wir Schilder aufgehängt: Bitte Deutsch sprechen.
(18:43) Wenn ich es jetzt betrachte wollte man etwas was mich auch ausmacht, meinen Hintergrund, verschwinden lassen.
(19:09) Die Bezugsperson hat mir öfters gefehlt.
(28:58) Ich bin damit aufgewachsen, dass Menschen aus meinem Umfeld als Reinigungskräfte arbeiten. Das ist auch genau der Punkt, dass es für andere Menschen etwas Ungewöhnliches ist.
(34:11) Man hat mir gesagt: Du musst dich selbst vorstellen, weil dein Name ist so schwer auszusprechen. Ich bin nach Hause gekommen und habe geweint und mir gedacht, wenn ich Marie Müller heißen würde wäre es so viel einfacher.
(39:39) Es ist so ein Privileg auch bosnisch zu sprechen, weil nicht jeder kann das.
(40:34) Spricht jemand zum Beispiel Französisch dann ist es so „Wow toller Akzent“. Zu meinen Eltern sagt niemand „Wow, was für ein toller bosnischer Akzent“ sondern „Warum sprichst Du nicht Deutsch?“
(43:38) Man muss sich eine Schutzmauer bilden und sich immer wieder einreden, dass man mehr ist als diese Vorurteile die anderen Menschen über einen haben.
(47:45) Jedes Wort, dass ich zum Beispiel auf FPÖ Plakaten lese, empfinde ich als ob es geben mich hetzt.
(48:04) Diese Erfahrungen, die ich so oft gemacht habe, versucht man mit abzusprechen.
(48:06) Es passiert auf Twitter und Instagram so oft, dass mir die Menschen sagen: Übertreib nicht oder sei nicht so wehleidig. Ich denke mir dann „Weißt du eigentlich was es heißt in meiner Haut aufzuwachsen?“
(52:34) Ich würde mir wünschen es würde sofort einen Aufschrei geben, wenn wieder rassistische Plakate aufgehängt werden und nicht wochenlang darüber diskutiert ob sie rassistisch oder hetzerisch sind.
(59:31) Erst jetzt ist mir bewusst geworden, dass auch Menschen deren Muttersprache Deutsch ist keine Beistriche setzen können

Helene - Baking is therapy oder wie Brotbacken das Leben verändern kann.

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Baking is therapy oder wie Brotbacken das Leben verändern kann. - Sauerteig, Germ, Geduld und vorallem gutes Brot.

(07:47) Beim Backen wie auch beim Kochen will ich wissen was ich da reingebe und was wir dann schlußendlich essen.

(10:41) Man braucht für die einzelnen Schritte beim Brotbacken nicht viel Zeit und wenig Zeit ist gleich wenig Geduld.

(10:50) Brote die ich mache, denen gebe ich viel Zeit aber sie machen auch das meiste selbst.

(13:04) Es ist eine Fortführung ihrer Tradition geworden.

(15:25) Füttern muss man den Sauerteig schon.

(17:36) Ich zeig halt den Leuten wie ichs mach.

(17:49) Mit zwei Kindern habe ich nicht diese aufwendigen Rezepte sondern ich schaue dass es in den Tag reinpasst. Das möchte ich weitergeben.

(18:04) Es ist ein wichtiger Punkt bei meinen Kursen, dass es sich gut in den Alltag einplanen lässt.

(18:34) Da waren dann viele Zufälle und dann wars so ok: Jetzt musst du es machen sonst machst dus nicht mehr.

(20:58) Dann kam Covid. Da machst den mutigen Schritt und dann so nein nicht für dich.

(25:23) Das Leben ist einfach zu kurz und du kannst nichts mitnehmen.

(21:29) Mein Rat ist es ein Brot zu perfektionieren bis es für dich passt und dann zum nächsten schreiten.

(37:00) Gebts dem Germ noch eine Chance.

Über diesen Podcast

Wir alle kennen Menschen die uns auf die eine oder andere Art beeindrucken. Menschen die eine Geschichte haben die erzählt werden muss. Manchmal ist sie lustig, manchmal traurig oder tragisch. Oft erkennen wir uns in anderen Geschichten wieder oder können etwas daraus lernen. Meistens aber bringen sie uns zum Nachdenken.

Wir wollen Menschen Raum geben, von sich zu erzählen und ihre Geschichte zu teilen.

Und alles beginnt bei Kaffee und Kuchen und mit der Frage:

Mit Milch und Zucker?

von und mit Christiane Hurnaus, Brenda Annerl

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